Südafrika

Länderinfos über Südafrika

Deine Auslandszeit in Südafrika ist weit mehr als nur eine Urlaubsreise! Südafrika schenkt dir ein neues Lebensgefühl und wird dich schnell in seinen Bann ziehen. Lass dich anstecken von dieser facettenreichen und faszinierenden Welt. Deine Projektarbeit in Südafrika bedeutet für dich eine bunte Mischung aus verschiedensten Kulturen, atemberaubender Natur und unvergesslichen Erlebnissen.

In Südafrika erlebst du die Sonnenseiten eines der faszinierendsten Reiseziele der Welt, erhältst aber auch Einblicke in ein sozial schwaches System. Südafrika ist zwar seit dem Ende der Apartheid auf dem besten Weg zu einer funktionierenden Demokratie. Jedoch wird sowohl im sozialen, als auch im medizinischen Bereich, im Handwerk ebenso wie im Naturschutz weiterhin tatkräftige Unterstützung benötigt.

Während deines Aufenthaltes hast du die Möglichkeit das einzigartige Kapstadt kennenzulernen, das mit seiner einmaligen Umgebung zu den beliebtesten Städten der Welt gehört. Dank der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wurde Kapstadt stärker erschlossen und die Infrastruktur wird seither kontinuierlich verbessert.

Es gibt jedoch weiterhin, wie in den meisten südafrikanischen Großstädten, arme Kommunen in den Randgebieten von Kapstadt und Johannesburg. Hier befinden sich die sogenannten Townships, die sich wie ein Gürtel um das Zentrum der Städte ziehen. Mit deinem sozialen Engagement in einem unserer Projekte leistest du tatkräftige Unterstützung und lernst die grenzenlose Gastfreundlichkeit und Lebensfreude der Südafrikaner kennen!

Auslandsaufenthalt in Südafrika

Cape town Südafrika

Allgemeines zu Südafrika

Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Das Land grenzt an sechs andere Länder – Namibia, Botswana, Simbabwe, Lesotho, Swasiland und Mosambik – sowie an den Atlantik und den Indischen Ozean. Die Hauptstadt ist Pretoria. Sie liegt im nördlichen Teil des Landes. Die Küstenstadt Kapstadt, wo sich auch alle sozialen RGV Projektstellen befinden, ist jedoch unumstritten der touristische Hotspot des Landes. Die südafrikanischen Landschaften sind unvergleichlich abwechslungsreich. So gibt es unter anderem Wüsten, Regenwälder, Hochplateaus und Lagunen. Auch die Tierwelt ist einmalig. In den zahlreichen Nationalparks kannst du die sogenannten „BIG FIVE“ – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard bestaunen.

Klima in Südafrika

Da Südafrika auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt im Vergleich zu Europa. Das Klima variiert sehr stark in den verschiedenen Regionen. Die südliche Grenze zu Namibia ist geprägt von einer Wüstenlandschaft, wohingegen du im Südosten subtropische Wälder vorfindest. Ob Shorts oder Regenjacke – welche Kleidung du am Ende in deinen Koffer packen solltest, kommt ganz darauf an, an welchem Einsatzort du tätig bist. In Kapstadt, unserem Hauptstandort in Südafrika, ist das Klima durch die Nähe zum Atlantik geprägt. Mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 °C sind die Sommermonate (Dezember bis Februar) angenehm warm. Außerdem fällt kaum Regen. Der Winter (Mai bis September) hingegen ist häufig kühl und feucht.

Die Tiefstwerte liegen im Winter im Durchschnitt bei 7 °C. In Johannesburg und Umgebung, wo sich einige unserer Wildlife-Projekte befinden, herrscht meist ein trockenes und sonniges Klima. Außer in den Sommermonaten gibt es häufige Gewitter. Dadurch kann es sehr schwül werden. Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber im Durchschnitt bei 10 °C und nachts können sie sich teils auch dem Gefrierpunkt nähern.

Wenn deine Einsatzstelle in der Nähe von Port Elizabeth liegt, wird es in den Sommermonaten meist nicht wärmer als 25 °C und im Winter tagsüber nicht kälter als 10 °C. Auch die Regentage, mit durchschnittlich fünf bis sieben Tagen pro Monat, halten sich in Grenzen.

Bevölkerung in Südafrika

Südafrika zeichnet sich durch seine Multikulturalität aus, deshalb wird es gerne auch als Regenbogennation bezeichnet. Auf der Fläche Südafrikas – die in etwa dreieinhalb mal so groß ist wie Deutschland – leben rund 56 Millionen Menschen. Mit etwa 80 % machen die Schwarzafrikaner den Großteil der Bevölkerung aus. Diese sind wiederum in unzählige Volksgruppen, beispielsweise den Zulus, Tswanas oder Xhosas, aufgeteilt. Die Weißafrikaner sind hauptsächlich Nachfahren niederländischer, deutscher, französischer und britischer Einwanderer und bilden etwa 9 % der südafrikanischen Bevölkerung. Hinzukommen noch die sogenannten „Coloureds“ mit ebenfalls rund 9 % und die Asiaten mit circa 2 %.

Sprache in Südafrika

Südafrika zählt zu den Ländern mit den meisten, offiziellen Sprachen der Welt. Es gibt dort insgesamt elf amtliche Landessprachen! Für etwa ein Viertel der Bevölkerung ist „Zulu“ die Muttersprache, aber auch Englisch oder Afrikaans sind weit verbreitet. Es gibt noch viele weitere traditionelle Sprachen, die aber meist nur gebietsabhängig verwendet werden. Auf der sicheren Seite bist du mit guten Englischkenntnissen. Denn auch wenn Englisch nicht die Muttersprache vieler Südafrikaner ist, wird es heutzutage als überregionale Sprache genutzt und verstanden.

Religion in Südafrika

So multikulturell Südafrika ist, so facettenreich ist auch die Religionslandschaft des Landes. In der Verfassung ist die Religionsfreiheit fest verankert. Auch wenn fast 80 % der Südafrikaner Christen sind, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher christlicher Gemeinschaften. Mit 3,2 Millionen Gläubigen haben die Afrikaans sprechenden reformierten Kirchengemeinden die meisten Mitglieder. Außerdem gibt es auch Glaubensanhänger des Islam, des Judentums und des Hinduismus. Diese Religionsgruppen leben häufig in festen Gemeinschaften am selben Ort.

Wirtschaft in Südafrika

Die Wirtschaft in Südafrika hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten enorm weiterentwickelt – so ist das Land auf dem Weg von einem Agrarstaat zu einem modernen Industrie- und Dienstleistungsstaat. Doch nicht alle profitieren von diesem Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen Arm und Reich enorm in Südafrika. Viele Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität, Wasser oder einer Krankenversorgung, besonders in den ländlichen Regionen. Wie das Auswärtige Amt schreibt, haben über 15 % der Bevölkerung keinen elektrischen Strom und über 26 % keinen direkten Zugang zu fließendem Wasser. In manchen unserer Einsatzstellen kann es also schon mal vorkommen, dass der Strom ausfällt oder das Wasser in Kübeln geholt werden muss.

Zur Geschichte Südafrikas

Um 300 n.C. wanderten die ersten Bantu-Völker (verschiedene ethnische Gruppen) in das Gebiet des heutigen Südafrikas ein. Fossile Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass es schon viel früher eine Besiedlung gab. Die moderne Geschichtsschreibung Südafrikas begann jedoch erst im 17. Jahrhundert mit der Besiedlung durch die Niederländer. Damit einher gingen die Gründung Kapstadts und der Beginn der Kolonialisierung Südafrikas durch die Europäer. 1913 begann die Apartheid (Rassentrennung) mit der Einführung von eigenen Wohngebieten (Townships) für Schwarzafrikaner. Diskriminierung prägte den Alltag der Schwarzafrikaner zwischen den 1940er und 1980er Jahre. Gestärkt durch das Engagement Nelson Mandelas und dem damit einhergehenden internationalen Druck wurden ab 1983 schließlich erste Reformen eingeführt. Die Apartheidsstrukturen verschwanden allerdings nur schrittweise aus der Gesetzgebung. Doch 1994 fanden in Südafrika die ersten freien Wahlen statt. Die Apartheid wurde abgeschafft. Mandela gewann die Wahlen als Kandidat des African National Congress (ANC) und wurde der erste schwarzafrikanische Präsident des Landes.

Aktuelle Politische Lage und Sicherheit

Südafrika hat seit 1994 eine stabile Regierung und ist 1996 zur Republik ernannt worden. Der amtierende Präsident Jacob Zuma gehört der stärksten und somit einflussreichsten Partei, dem African National Congress (ANC), an. Trotz dem Wirtschaftswachstum und der konstanten politischen Lage in den vergangenen Jahren sind die sozialen Unterschiede in Südafrika immer noch sehr groß. Aus diesem Grund kann es beispielsweise immer wieder zu lokalen Streiks oder örtlichen Unruhen kommen. Diese solltest du unbedingt meiden. Südafrika hat im Vergleich zu Westeuropa und auch vielen anderen afrikanischen Ländern eine deutlich höhere Kriminalitätsrate.

Für Wen eignet sich Südafrika?

Südafrika ist ein Land für offene Leute, die sich ohne Vorurteile auf eine fremde Lebensweise einlassen können und sich von Chaos, Verspätungen und spontanen Planänderungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Durch unsere verschiedenen Einsatzstellen ist für fast alle Interessen etwas dabei und solange du zwischen 16-99 Jahren alt bist, eine gesunde Grundfitness und ausreichende Englischkenntnisse mitbringst heißen wir dich in Südafrika herzlich willkommen!

INFOBOX: Nelson Mandela

Mandela
Retro

Du willst mehr über Nelson Mandela und sein Wirken erfahren? Dann schau dir den Film „Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ an! Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Er stellte sich konsequent allen Widerständen entgegen, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland Südafrika zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und wurde zum weltweiten Symbol für den friedlichen Widerstand.

Kulturelle Besonderheiten

Kulturelle-Besonderheiten-Südafrika

Die Herzlichkeit und Offenheit der Südafrikaner ist allgegenwärtig, dennoch gibt es ein paar Dinge, die du dir merken solltest. Die Begrüßung beispielsweise ist meist sehr ungezwungen. Ein „Hallo“ oder das gebräuchliche „Howzit“ (How is it) reichen meist aus. Männer und Frauen begrüßen sich häufig auch nur mit einem Nicken. Deinem Gesprächspartner solltest du bei einer Unterhaltung nicht direkt in die Augen schauen – als ein Zeichen von Respekt. Also ganz anders als bei uns in Europa. In Südafrika sind Trinkgelder wichtig und werden auch erwartet. Oftmals wird kein Stundenlohn gezahlt und die Menschen leben ausschließlich von den Trinkgeldern. Also trage am besten immer ein wenig Bargeld bei dir. In vielen sogenannten BYO-Restaurants kannst du deinen eigenen Wein mitbringen. „Bring your own“ (BYO) geht auf eine alte Regelung zurück. Du musst dann lediglich ein sogenanntes Korkgeld zahlen.

(Quellen: gcis.gov.za, auswaertigesamt.de, bmz.de, giz.de, bpb.de, za.undp.org, kapstadt.de, suedafrika.org)

Travel Tipps Südafrika

Drakensberge Südafrika
  • Tafelberg in Kapstadt
    Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und gehört zum Weltnaturerbe. Ob zu Fuß oder mit der Seilbahn, ein Ausflug lohnt sich, denn man hat von seinem Plateau eine wunderschöne Aussicht.

  • Garden Route Tour
    Endecke eine der schönsten Küsten der Welt! Die Nationalstraße N2 schlängelt sich von Mossel Bay bis fast nach Port Elizabeth. Highlights sind der Ort Plettenberg Bay, sowie der Garden-Route-Nationalpark und die Lagune bei Knysna. Als einer der besten Surfspots der Welt ist Jeffreys Bay bekannt.

  • Robben Island
    Robben Island ist eine Insel ca. 12 km vor Kapstadt, die früher als Gefängnis genutzt wurde. Hier saß z.B. Nelson Mandela als Häftling. Heute ist auf der Insel ein Museum.

  • Sterkfontein Caves
    Die Starkhöhlen bei Krugersdorp wurden wegen ihrer Fossilien zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

  • Kruger Nationalpark
    Der Kruger Nationalpark ist Südafrikas größtes Wildschutzgebiet. Hier kannst du die BIG FIVE und viele andere Tierarten bei ihren Wanderungen in der Trockenzeit beobachten.

  • Sun City
    Ist der Name eines luxuriösen Freizeit- und Vergnügungsparks im Nordwesten. Hier kannst du dir in Casinos, Shows, auf Golfplätzen und vielem mehr die Zeit vertreiben.

  • Phinda-Naturschutzgebiet
    Das Naturschutzgebiet an der KwaZulu-Natal Küste bietet sowohl Wanderungen als auch Bootssafaris durch abwechslungsreiche Landschaften, in der du viele Tiere sichten kannst.

  • Drakensberge
    Das höchste Gebirge des südlichen Afrikas ist ein beliebtes Reiseziel. In ihrem Basaltgestein lassen sich zahlreiche Schluchten, Höhlen, Überhänge und Wasserfälle entdecken. In ihrem Norden liegt der Blyde River Canyon. Der Canyon aus rotem Sandstein zählt zu den Naturwundern Afrikas und bietet dir auf zahlreichen Wanderrouten spektakuläre Aussichten.

  • Apartheid Museum
    Einen Besuch wert ist das Apartheid Museum in Johannesburg, das dir Auskunft über Entstehung, Entwicklung, Beendigung und Aufarbeitung der Apartheid gibt.