Freiwilligenarbeit mit Affen in Südafrika

Freiwilligenarbeit | Südafrika | FR-SÜ118

Leiste Unterstützung für Affen in Not

Bei deiner Freiwilligenarbeit mit Affen in Südafrika unterstützt du eine Non-Profit-Organisation, die sich für die Arterhaltung der "Grünmeerkatzen" (Affenart) einsetzt. Du hilfst beim Füttern und der Pflege von verletzten und misshandelten Affen, dem Bauen neuer Gehege sowie bei der wichtigen Forschungs- und Aufklärungsarbeit.

Programm Information

Übersicht zur Freiwilligenarbeit mit Affen in Südafrika

Alter: Ab 18 Jahren
Anforderungen: Interesse für Tierpflege und Primatenschutz, Spaß am Arbeiten im Freien, Teamfähigkeit, gute körperliche Fitness
Sprache: Englisch, Afrikaans und Isixhosa / Voraussetzung: gute Englischkenntnisse
Standort: Nordosten Südafrikas, in der Nähe des Kruger Nationalparks
Einsatzdauer: Ab 2 Wochen bis 12 Monate
Unterkunft: Holzhütte an deiner Einsatzstelle
Verpflegung:  Veganes Frühstück, Mittag- und Abendessen (Abendessen an 5 Tagen die Woche)
Transferleistungen: Flughafentransfer ab Johannesburg zur Unterkunft der 1. Nacht | 70€ one way
Arbeitskleidung: Angenehme Kleidung, die schmutzig werden darf und sich leicht waschen lässt
Sonstiges: Schlafsack mitbringen

Grünmeerkatzen in Südafrika - Affenart trotz weiter Verbreitung bedroht!

Projekt mit Affen in Südafrika

Bei der Freiwilligenarbeit mit Affen in Südafrika kümmerst du dich um die "Vervet Monkeys", sogenannte Grünmeerkatzen! Doch was ist eigentlich eine Grünmeerkatze? Das ist eine der meist verbreitetsten Affenarten in Afrika! Vor allem in der Vergangenheit wurde diese Affenart oft als Plage empfunden und entsprechend behandelt. Das daraus resultierende Leid der Affen wurde erst im Jahr 1989 öffentlich.

Damals wurde ein neugeborenes, verwaistes Affenbaby gefunden. Offenbar hatte sich niemand diesem kleinen, hilflosen Wesen annehmen wollen und es gab damals keine Einrichtung, die sich um solche Tiere kümmerte. Es gab kaum Wissen über diese Affenart in der Bevölkerung. Kranke, verletzte oder verwaiste Affen hatten meist keine Überlebenschance. Eine Handvoll tierlieber Menschen hatte eine Idee: Die Gründung einer Auffangstation für solche Primaten! Sie begannen Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung zu leisten. Vier Jahre später wurde das Schutzprojekt für Affen ins Leben gerufen mit dem Vorhaben hilfsbedürftige Affen zu rehabilitieren und zu schützen. Hilf mit, den Affen zu einem artgerechten Leben zu verhelfen und leiste Freiwilligenarbeit mit Affen in Südafrika!

Deine Freiwilligenarbeit im Affen Projekt in Südafrika

Retro

Infos und Hintergründe zu den Grünmeerkatzen

Der größte Feind der südlichen Grünmeerkatzen ist der Mensch, da sich Mensch und Tier immer wieder in die Quere kommen, wenn es um Trinkwasser geht. Die sogenannten "Vervet Monkeys" leben in Großfamilien von bis zu 38 Mitgliedern.

Deine Einsatzstelle: Ein Schutzprojekt für Affen

Das Affenschutz Center, eine Non-Profit-Organisation, befindet sich im Nordosten Südafrikas. Es ist mittlerweile die weltweit größte Auffangstation für südliche Grünmeerkatzen und beherbergt rund 500 Primaten. Neben der Rehabilitation führt die Einsatzstelle verschiedene Programme durch. Es gibt ein Forschungsprogramm für Umwelt- und Primatenforschung sowie ein Aufklärungsprogramm. In diesem wird die Bevölkerung z.B. über die Rolle der Primaten für das Ökosystem aufgeklärt.

Ziel des Projekts ist es, verwaiste Affenbabys aufzuziehen, kranke und misshandelte Affen zu rehabilitieren und diese, sofern möglich, anschließend wieder auszuwildern. Primaten, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden können, dürfen dauerhaft in einem Affen Schutzgebiet leben. Zudem soll der Lebensraum der Affen erhalten und ein Bewusstsein für die Bedeutung des Primatenschutzes geschaffen werden.

Deine Aufgaben im Affen Projekt

Deine Aufgaben bei deiner Freiwilligenarbeit im Schutzprojekt für Affen in Südafrika sind breit gefächert. Als Volunteer unterstützt du deine Kolleg/innen z.B. bei der Versorgung der Affen. Du hilfst bei der Zubereitung des Futters – bestehend aus Früchten, Gemüse, Samen, Nüssen und Blättern – sowie dem Füttern der Affen. Auch Reinigungsarbeiten wie etwa die Säuberung der Gehege oder Futterschalen gehören zu deinen Tätigkeiten. Weiterhin beobachtest du die Affen und überprüfst, ob diese gesund sind. Anschließend gibst du die Information an die Krankenstation weiter. In der Krankenstation kannst du die Tierärztinnen und Tierärzte bei der medizinischen Versorgung der Affen unterstützen. Auch beim Bauen neuer Gehege und bei der Instandhaltung des Geländes ist dein Einsatz gefragt!

Im Rahmen des Bildungs-Outreach-Programms kannst du möglicherweise sogar bei der Aufklärung der Bevölkerung helfen. Interessierst du dich für Fundraising und gestalterische Tätigkeiten (z.B. Newsletter gestalten, Grafik Design), so kannst du dich auch in diesem Bereich einbringen.

Beachte, dass Affen wilde Tiere sind. Besonders bei übermütigen Affenbabys kann es vorkommen, dass diese beißen oder unkontrolliert urinieren. Kleidung, die auch schmutzig werden darf, ist daher unbedingt erforderlich.

Dein Arbeitsalltag vor Ort

Du arbeitest max. 40 Stunden pro Woche und acht Stunden am Tag. Deine Tätigkeiten werden dir von deinen Ansprechpartnern vor Ort übertragen. Beachte, dass manche Aufgaben saisonabhängig sind. Von November bis Februar ist Baby Saison. Hier konzentrierst du dich auf die Versorgung, Flaschenfütterung und Stabilisierung der Affenbabys. Von März bis Oktober ist Rehabilitations-Saison. In diesem Zeitraum hilfst du, die herangewachsenen Affenkinder in Affenpopulationen zu integrieren.

Deine Freizeitgestaltung in Südafrika

Deine Freizeit kannst du z.B. nutzen, um an einer Safari im Kruger Nationalpark teilzunehmen, in der nahegelegenen Mall shoppen zu gehen oder im Pool zu entspannen. Mehr Freizeit- und Reisetipps findest du hier.

Der Ablauf deines Aufenthaltes im Affenprojekt

Deine Anreise in das Affen-Projekt

Nachdem du am Flughafen von Johannesburg gelandet bist, fährst du mit dem Bus nach Tzaneen. Dort wirst du gemeinsam mit den anderen Neuankömmlingen nachmittags vom Projekt-Team abgeholt und zum Projektstandort gebracht. Unser Team ist dir gerne bei der Organisation deines Bustickets behilflich. Die Kosten für den Bus/Zug musst du jedoch selbst tragen. Die Abholung von der Busstation in Tzaneen ist hingegen in unseren Leistungen enthalten.

Deine ersten Tage im Affenprojekt

Nach deiner Ankunft an der Einsatzstelle lernst du das Projekt-Team und die weiteren aktuell vor Ort engagierten Volunteers kennen. Nachdem du deine Unterkunft bezogen und dich eingerichtet hast, geht es los mit deiner Orientierung. Diese besteht aus dem Kennenlernen der Mitarbeitenden und des Geländes.

Du erhältst eine Einführung in die Projektarbeit, die Verhaltens- und Hausregeln. Das Team beantwortet all deine Fragen und legt großen Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsregeln vor Ort. Für die Orientierung gibt es keinen festen Ablauf oder Beginn.

Deine Freizeit im Camp

Du hast einen Tag in der Woche frei. An diesem Tag kannst du z.B. mit den anderen Volunteers am Swimming-Pool entspannen. Auch Ausflüge in die Stadt und Tagestouren, wie etwa in den nahegelegenen Kruger Nationalpark, sind sehr zu empfehlen! In den Abendstunden sitzt ihr gemeinsam am Lagerfeuer und betrachtet den atemberaubenden südafrikanischen Sternenhimmel.

Unser Projektstandort im Nordosten Südafrikas

Dein Projekt befindet sich inmitten des sogenannten „Früchte-Wintergartens“ Südafrikas, im Nordosten des Landes. Hier leistest du deine Freiwilligenarbeit in einer traumhaften Kulisse. Das subtropische Klima und die besonders fruchtbaren Böden lassen schmackhafte Früchte wie Mangos, Kiwis und Papayas hier nur so sprießen. Daran kannst du dich also nach Belieben satt essen. Außerdem befindet sich in unmittelbarer Umgebung das einzige südafrikanische Tee-Anbaugebiet. Genieße hier bei einer leckeren Tasse Tee die Aussicht auf die grünen Plantagen.

Bildergalerie

Zwischen Teeplantagen und fruchtbaren Äckern

Affenprojekt

Freizeit heißt Wildlife-Time

Unser Affen-Projekt ist nur eine Stunde vom berühmten Kruger Nationalpark entfernt. In deiner Freizeit kannst du dir weitere Volunteers schnappen und auf Wildlife-Safari gehen. Beobachte die weltberühmten Big Five – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – aus sicherer Entfernung.

Auf Tagesausflügen unglaubliche Panoramen genießen

Aber auch die weitläufige und vielfältige Landschaft wird dich beeindrucken. Von hübschen Granitfelsen, über Tropenwälder bis hin zu mächtigen Flussläufen ist alles zu finden. Oder erkunde bei einem Tagestrip eines der größten Naturwunder Afrikas, den Blyde River Canyon. Viele Aussichtspunkte laden dazu ein, das unglaubliche Panorama dieser Natursehenswürdigkeit zu bewundern.

Gemeinsam chillen und austauschen

Nach getaner Arbeit kannst du in deiner Einsatzstelle gemeinsam mit weiteren Volunteers am Lagerfeuer entspannen und den unglaublichen südafrikanischen Sternenhimmel beobachten. Für die nötige Abkühlung sorgt der Swimming-Pool an der nahegelegenen Lodge oder genieße einen leckeren Cappuccino in der Mall, bei einem Ausflug in die Stadt.

Holzhütte Unterkunft im Affenprojekt

Während deiner Freiwilligenarbeit im Affen-Projekt wirst du, gemeinsam mit einem weiteren Volunteer, in einer kleinen, gut ausgestatteten Holzhütte bei der Einsatzstelle untergebracht. Da es in der Hütte keinen Strom gibt, empfehlen wir dir, eine Camping-Lampe mitzubringen. Die Volunteer-Häuser sind warm und verfügen über eine mit Gas beheizte Dusche und eine Öko-Toilette (Kompost-Klo), ein Waschbecken, einen Kühlschrank und einen Lagerfeuerplatz.

Deine vegane Vollverpflegung ist in unseren Leistungen enthalten. Unter der Woche werden die Mahlzeiten für dich bereitgestellt, am Wochenende bereitest du die diese gemeinsam mit den anderen Volunteers zu. Möchtest du eigene Zutaten zu den Mahlzeiten hinzufügen, kannst du diese bei wöchentlichen Ausflügen in die Stadt einkaufen.

Gegen Aufpreis ist es möglich, ein Einzelzimmer mit Doppelbett, Bettdecken und in ruhiger Lage zu buchen. Diese Zimmer verfügen dann über Solarstrom.

Deine Ansprechpartner im Affenschutzprojekt

Small deine ansprechpartner im affenschutzprojekt

Projektgründer Dave und sein Team freuen sich über deine Unterstützung beim Schutz der Grünmeerkatzen. Dave hat das Projekt ins Leben gerufen, als er ein verwaistes Grünmeerkatzenjunges fand und es niemanden gab, der sich um den Affen kümmern wollte. Seitdem setzt sich der Südafrikaner mit Leib und Seele für den Schutz dieser Affen ein. Die Mitarbeiter des Teams kommen aus aller Welt. Einige von ihnen haben selbst als Freiwillige in der Auffangstation angefangen. Ihnen allen liegt das Wohl der Affen sehr am Herzen. Tierpfleger Adam beispielsweise kommt aus England und hat Verhaltensbiologie studiert. Dir und den anderen Freiwilligen im Projekt steht er mit Rat und Tat zur Seite.

Preise & Leistungen

Gebühren

Das Basispaket kann wochenweise bis zu einem Jahr verlängert werden.

Basisgebühr
€ 1.950,-
2 Wochen Teilnahme und Kosten für Hin- und Rückflug (siehe Leistungen)
Verlängerungswochen
bis zu 2 Wochen jeweils
€ 0,- / Woche
jede weitere Woche
€ 225,- / Woche

Preis individuell berechnen Preis individuell berechnen
Wie lange möchtest Du bleiben?

Endpreis
€ 1.950,-

Enthaltene Leistungen

  • Buchung von Hin- und Rückflug, Kosten der Flüge bis maximal 700,- Euro in den angegebenen Gebühren eingeschlossen

  • Organisation des gesamten Aufenthalts inkl. Platzierung im Projekt

  • 2 Wochen Freiwilligenarbeit

  • Unterbringung bei der Einsatzstelle

  • Vegane Vollverpflegung

  • Einführung durch das Projekt-Team vor Ort

  • RGV Ansprechpartner in deinem Projekt

  • 24/h Notfallnummer

  • Individuelle Beratung durch das ortskundige RGV Team in München

  • Unterstützung bei der Reisevorbereitung (Impfschutz, Versicherung, Sicherheit)

  • Umfangreiches RGV Reise ABC für deine Reisevorbereitung

  • Rainbow Family T-Shirt

  • Teilnahme-/Praktikumsbescheinigung

Nicht enthaltene Leistungen

  • Visum und Impfungen (Bitte Reisehinweise beachten)

  • Reise- und Reiserücktrittsversicherung

  • Transferkosten zum Projektstandort 

  • Getränke

  • Private Ausgaben vor Ort

  • Öffentliche Verkehrsmittel und extra Transfers

  • Alle Übernachtungen außerhalb deiner vereinbarten Unterkunft

Länderinfos & Magazin

Stöbere in unserem Magazin

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In unserem Magazin findest du Erfahrungsberichte von der Freiwilligenarbeit in Afrika und Asien, Reisetipps, Interviews, Bildergalerien, Videos und vieles mehr. Außerdem: Alles zum Thema Reisevorbereitung.

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Länderinfos über Südafrika

Deine Auslandszeit in Südafrika ist weit mehr als nur eine Urlaubsreise! Südafrika schenkt dir ein neues Lebensgefühl und wird dich schnell in seinen Bann ziehen. Lass dich anstecken von dieser facettenreichen und faszinierenden Welt. Deine Projektarbeit in Südafrika bedeutet für dich eine bunte Mischung aus verschiedensten Kulturen, atemberaubender Natur und unvergesslichen Erlebnissen.

In Südafrika erlebst du die Sonnenseiten eines der faszinierendsten Reiseziele der Welt, erhältst aber auch Einblicke in ein sozial schwaches System. Südafrika ist zwar seit dem Ende der Apartheid auf dem besten Weg zu einer funktionierenden Demokratie. Jedoch wird sowohl im sozialen, als auch im medizinischen Bereich, im Handwerk ebenso wie im Naturschutz weiterhin tatkräftige Unterstützung benötigt.

Während deines Aufenthaltes hast du die Möglichkeit das einzigartige Kapstadt kennenzulernen, das mit seiner einmaligen Umgebung zu den beliebtesten Städten der Welt gehört. Dank der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wurde Kapstadt stärker erschlossen und die Infrastruktur wird seither kontinuierlich verbessert.

Es gibt jedoch weiterhin, wie in den meisten südafrikanischen Großstädten, arme Kommunen in den Randgebieten von Kapstadt und Johannesburg. Hier befinden sich die sogenannten Townships, die sich wie ein Gürtel um das Zentrum der Städte ziehen. Mit deinem sozialen Engagement in einem unserer Projekte leistest du tatkräftige Unterstützung und lernst die grenzenlose Gastfreundlichkeit und Lebensfreude der Südafrikaner kennen!

Zum Weiterlesen: Freiwilligenarbeit in Südafrika

Zum Weiterlesen: Praktikum in Südafrika

Auslandsaufenthalt in Südafrika

Cape town Südafrika

Allgemeines zu Südafrika

Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Das Land grenzt an sechs andere Länder – Namibia, Botswana, Simbabwe, Lesotho, Swasiland und Mosambik – sowie an den Atlantik und den Indischen Ozean. Die Hauptstadt ist Pretoria. Sie liegt im nördlichen Teil des Landes. Die Küstenstadt Kapstadt, wo sich auch alle sozialen RGV Projektstellen befinden, ist jedoch unumstritten der touristische Hotspot des Landes. Die südafrikanischen Landschaften sind unvergleichlich abwechslungsreich. So gibt es unter anderem Wüsten, Regenwälder, Hochplateaus und Lagunen. Auch die Tierwelt ist einmalig. In den zahlreichen Nationalparks kannst du die sogenannten „BIG FIVE“ – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard bestaunen.

Klima in Südafrika

Da Südafrika auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt im Vergleich zu Europa. Das Klima variiert sehr stark in den verschiedenen Regionen. Die südliche Grenze zu Namibia ist geprägt von einer Wüstenlandschaft, wohingegen du im Südosten subtropische Wälder vorfindest. Ob Shorts oder Regenjacke – welche Kleidung du am Ende in deinen Koffer packen solltest, kommt ganz darauf an, an welchem Einsatzort du tätig bist. In Kapstadt, unserem Hauptstandort in Südafrika, ist das Klima durch die Nähe zum Atlantik geprägt. Mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 °C sind die Sommermonate (Dezember bis Februar) angenehm warm. Außerdem fällt kaum Regen. Der Winter (Mai bis September) hingegen ist häufig kühl und feucht.

Die Tiefstwerte liegen im Winter im Durchschnitt bei 7 °C. In Johannesburg und Umgebung, wo sich einige unserer Wildlife-Projekte befinden, herrscht meist ein trockenes und sonniges Klima. Außer in den Sommermonaten gibt es häufige Gewitter. Dadurch kann es sehr schwül werden. Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber im Durchschnitt bei 10 °C und nachts können sie sich teils auch dem Gefrierpunkt nähern.

Wenn deine Einsatzstelle in der Nähe von Port Elizabeth liegt, wird es in den Sommermonaten meist nicht wärmer als 25 °C und im Winter tagsüber nicht kälter als 10 °C. Auch die Regentage, mit durchschnittlich fünf bis sieben Tagen pro Monat, halten sich in Grenzen.

Bevölkerung in Südafrika

Südafrika zeichnet sich durch seine Multikulturalität aus, deshalb wird es gerne auch als Regenbogennation bezeichnet. Auf der Fläche Südafrikas – die in etwa dreieinhalb mal so groß ist wie Deutschland – leben rund 56 Millionen Menschen. Mit etwa 80 % machen die Schwarzafrikaner den Großteil der Bevölkerung aus. Diese sind wiederum in unzählige Volksgruppen, beispielsweise den Zulus, Tswanas oder Xhosas, aufgeteilt. Die Weißafrikaner sind hauptsächlich Nachfahren niederländischer, deutscher, französischer und britischer Einwanderer und bilden etwa 9 % der südafrikanischen Bevölkerung. Hinzukommen noch die sogenannten „Coloureds“ mit ebenfalls rund 9 % und die Asiaten mit circa 2 %.

Sprache in Südafrika

Südafrika zählt zu den Ländern mit den meisten, offiziellen Sprachen der Welt. Es gibt dort insgesamt elf amtliche Landessprachen! Für etwa ein Viertel der Bevölkerung ist „Zulu“ die Muttersprache, aber auch Englisch oder Afrikaans sind weit verbreitet. Es gibt noch viele weitere traditionelle Sprachen, die aber meist nur gebietsabhängig verwendet werden. Auf der sicheren Seite bist du mit guten Englischkenntnissen. Denn auch wenn Englisch nicht die Muttersprache vieler Südafrikaner ist, wird es heutzutage als überregionale Sprache genutzt und verstanden.

Religion in Südafrika

So multikulturell Südafrika ist, so facettenreich ist auch die Religionslandschaft des Landes. In der Verfassung ist die Religionsfreiheit fest verankert. Auch wenn fast 80 % der Südafrikaner Christen sind, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher christlicher Gemeinschaften. Mit 3,2 Millionen Gläubigen haben die Afrikaans sprechenden reformierten Kirchengemeinden die meisten Mitglieder. Außerdem gibt es auch Glaubensanhänger des Islam, des Judentums und des Hinduismus. Diese Religionsgruppen leben häufig in festen Gemeinschaften am selben Ort.

Wirtschaft in Südafrika

Die Wirtschaft in Südafrika hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten enorm weiterentwickelt – so ist das Land auf dem Weg von einem Agrarstaat zu einem modernen Industrie- und Dienstleistungsstaat. Doch nicht alle profitieren von diesem Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen Arm und Reich enorm in Südafrika. Viele Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität, Wasser oder einer Krankenversorgung, besonders in den ländlichen Regionen. Wie das Auswärtige Amt schreibt, haben über 15 % der Bevölkerung keinen elektrischen Strom und über 26 % keinen direkten Zugang zu fließendem Wasser. In manchen unserer Einsatzstellen kann es also schon mal vorkommen, dass der Strom ausfällt oder das Wasser in Kübeln geholt werden muss.

Zur Geschichte Südafrikas

Um 300 n.C. wanderten die ersten Bantu-Völker (verschiedene ethnische Gruppen) in das Gebiet des heutigen Südafrikas ein. Fossile Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass es schon viel früher eine Besiedlung gab. Die moderne Geschichtsschreibung Südafrikas begann jedoch erst im 17. Jahrhundert mit der Besiedlung durch die Niederländer. Damit einher gingen die Gründung Kapstadts und der Beginn der Kolonialisierung Südafrikas durch die Europäer. 1913 begann die Apartheid (Rassentrennung) mit der Einführung von eigenen Wohngebieten (Townships) für Schwarzafrikaner. Diskriminierung prägte den Alltag der Schwarzafrikaner zwischen den 1940er und 1980er Jahre. Gestärkt durch das Engagement Nelson Mandelas und dem damit einhergehenden internationalen Druck wurden ab 1983 schließlich erste Reformen eingeführt. Die Apartheidsstrukturen verschwanden allerdings nur schrittweise aus der Gesetzgebung. Doch 1994 fanden in Südafrika die ersten freien Wahlen statt. Die Apartheid wurde abgeschafft. Mandela gewann die Wahlen als Kandidat des African National Congress (ANC) und wurde der erste schwarzafrikanische Präsident des Landes.

Aktuelle Politische Lage und Sicherheit

Südafrika hat seit 1994 eine stabile Regierung und ist 1996 zur Republik ernannt worden. Der amtierende Präsident Jacob Zuma gehört der stärksten und somit einflussreichsten Partei, dem African National Congress (ANC), an. Trotz dem Wirtschaftswachstum und der konstanten politischen Lage in den vergangenen Jahren sind die sozialen Unterschiede in Südafrika immer noch sehr groß. Aus diesem Grund kann es beispielsweise immer wieder zu lokalen Streiks oder örtlichen Unruhen kommen. Diese solltest du unbedingt meiden. Südafrika hat im Vergleich zu Westeuropa und auch vielen anderen afrikanischen Ländern eine deutlich höhere Kriminalitätsrate.

Für Wen eignet sich Südafrika?

Südafrika ist ein Land für offene Leute, die sich ohne Vorurteile auf eine fremde Lebensweise einlassen können und sich von Chaos, Verspätungen und spontanen Planänderungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Durch unsere verschiedenen Einsatzstellen ist für fast alle Interessen etwas dabei und solange du zwischen 16-99 Jahren alt bist, eine gesunde Grundfitness und ausreichende Englischkenntnisse mitbringst heißen wir dich in Südafrika herzlich willkommen!

INFOBOX: Nelson Mandela

Mandela
Retro

Du willst mehr über Nelson Mandela und sein Wirken erfahren? Dann schau dir den Film „Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ an! Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Er stellte sich konsequent allen Widerständen entgegen, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland Südafrika zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und wurde zum weltweiten Symbol für den friedlichen Widerstand.

Kulturelle Besonderheiten

Kulturelle-Besonderheiten-Südafrika

Die Herzlichkeit und Offenheit der Südafrikaner ist allgegenwärtig, dennoch gibt es ein paar Dinge, die du dir merken solltest. Die Begrüßung beispielsweise ist meist sehr ungezwungen. Ein „Hallo“ oder das gebräuchliche „Howzit“ (How is it) reichen meist aus. Männer und Frauen begrüßen sich häufig auch nur mit einem Nicken. Deinem Gesprächspartner solltest du bei einer Unterhaltung nicht direkt in die Augen schauen – als ein Zeichen von Respekt. Also ganz anders als bei uns in Europa. In Südafrika sind Trinkgelder wichtig und werden auch erwartet. Oftmals wird kein Stundenlohn gezahlt und die Menschen leben ausschließlich von den Trinkgeldern. Also trage am besten immer ein wenig Bargeld bei dir. In vielen sogenannten BYO-Restaurants kannst du deinen eigenen Wein mitbringen. „Bring your own“ (BYO) geht auf eine alte Regelung zurück. Du musst dann lediglich ein sogenanntes Korkgeld zahlen.

(Quellen: gcis.gov.za, auswaertigesamt.de, bmz.de, giz.de, bpb.de, za.undp.org, kapstadt.de, suedafrika.org)

Travel Tipps Südafrika

Drakensberge Südafrika
  • Tafelberg in Kapstadt
    Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und gehört zum Weltnaturerbe. Ob zu Fuß oder mit der Seilbahn, ein Ausflug lohnt sich, denn man hat von seinem Plateau eine wunderschöne Aussicht.

  • Garden Route Tour
    Endecke eine der schönsten Küsten der Welt! Die Nationalstraße N2 schlängelt sich von Mossel Bay bis fast nach Port Elizabeth. Highlights sind der Ort Plettenberg Bay, sowie der Garden-Route-Nationalpark und die Lagune bei Knysna. Als einer der besten Surfspots der Welt ist Jeffreys Bay bekannt.

  • Robben Island
    Robben Island ist eine Insel ca. 12 km vor Kapstadt, die früher als Gefängnis genutzt wurde. Hier saß z.B. Nelson Mandela als Häftling. Heute ist auf der Insel ein Museum.

  • Sterkfontein Caves
    Die Starkhöhlen bei Krugersdorp wurden wegen ihrer Fossilien zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

  • Kruger Nationalpark
    Der Kruger Nationalpark ist Südafrikas größtes Wildschutzgebiet. Hier kannst du die BIG FIVE und viele andere Tierarten bei ihren Wanderungen in der Trockenzeit beobachten.

  • Sun City
    Ist der Name eines luxuriösen Freizeit- und Vergnügungsparks im Nordwesten. Hier kannst du dir in Casinos, Shows, auf Golfplätzen und vielem mehr die Zeit vertreiben.

  • Phinda-Naturschutzgebiet
    Das Naturschutzgebiet an der KwaZulu-Natal Küste bietet sowohl Wanderungen als auch Bootssafaris durch abwechslungsreiche Landschaften, in der du viele Tiere sichten kannst.

  • Drakensberge
    Das höchste Gebirge des südlichen Afrikas ist ein beliebtes Reiseziel. In ihrem Basaltgestein lassen sich zahlreiche Schluchten, Höhlen, Überhänge und Wasserfälle entdecken. In ihrem Norden liegt der Blyde River Canyon. Der Canyon aus rotem Sandstein zählt zu den Naturwundern Afrikas und bietet dir auf zahlreichen Wanderrouten spektakuläre Aussichten.

  • Apartheid Museum
    Einen Besuch wert ist das Apartheid Museum in Johannesburg, das dir Auskunft über Entstehung, Entwicklung, Beendigung und Aufarbeitung der Apartheid gibt.