Freiwilligenarbeit mit Sprachkurs kombinieren

Tipps für Volunteers
Sprachkurs im Ausland

Sprache – Dein Zugang zur Lokalbevölkerung

Zwar kannst du dich in den meisten RGV-Einsatzländern auf Englisch oder Französisch verständigen. Doch neben diesen Sprachen wird natürlich vorwiegend in der jeweiligen Lokalsprache kommuniziert. Mit Kenntnissen in der Landessprache tust du dir deshalb um einiges leichter auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe einzugehen. Ein Sprachkurs kann somit der Schlüssel zum maximalen Erfolg deiner Freiwilligenarbeit sein!

Swahili, Sinhala, Afrikaans, Thai, Bantu-Sprachen oder Nepali …

RGV bietet dir die Chance, zusätzlich zu deinem Projekt einen Sprachkurs in der Landessprache zu absolvieren, d.h. du kannst einen Sprachkurs mit deiner Freiwilligenarbeit kombinieren. Denn erst die Sprache ermöglicht, was sich viele Volunteers wünschen: Sich voll und ganz auf die neue Kultur einlassen können!

Unsere Sprachlehrer/innen vor Ort

Die Sprachkurse, für die du dich zusätzlich zu deinem Projekt anmelden kannst, werden von unseren Team-Mitgliedern vor Ort oder professionellen Sprachlehrer/innen durchgeführt. Je nach Anzahl der Volunteers findet der Kurs im Einzel- oder Gruppenunterricht statt. Am besten vereinbarst du bereits kurz nach deiner Ankunft den Kursbeginn bzw. die ersten Unterrichtstermine mit deinem/deiner Sprachlehrer/in.

Ein Sprachkurs setzt sich in der Regel aus 10 x 45 Minuten zusammen (bzw. mancherorts 8 Mal jeweils 60 Minuten). Wir empfehlen dir, die Stunden zu Beginn deines Aufenthalts abzulegen. So kannst du von Anfang an gut in deinem Projekt durchstarten. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, den Sprachkurs auf Wunsch zu verlängern.

Warum ein Sinhala-Kurs verpflichtend ist für RGV Volunteers in Sri Lanka?

Englisch gilt in Sri Lanka als Bildungs- und Verkehrssprache, doch deine Kolleginnen und Kollegen sowie die Menschen in unseren Projekten verfügen nur über begrenzte Englischkenntnisse. Damit du das Beste aus deinem Aufenthalt holen kannst und auch eine wirkliche Hilfe für die Menschen und das Projekt bist, sind Grundkenntnisse in Sinhala sehr wichtig. 

Lerne mit RGV Nepali, Swahili oder Luganda!

Auch für deinen Aufenthalt in Nepal empfehlen wir einen Sprachkurs in Nepali zu belegen. Englisch ist zwar Verkehrssprache in Nepal, jedoch fällt auf Grund des starken Akzents die Verständigung nicht immer ganz leicht.

Eine der Landessprachen in Tansania ist Swahili. Wir raten Volunteers, schon vorab etwas Zeit zu investieren, um sich mit der Sprache vertraut zu machen. Für den ersten Einblick empfehlen wir euch den Reise-Know-How Sprachführer Kisuaheli von Christoph Friedrich.

Neben unserem Angebot an Sprachkursen der Lokalsprachen (Ewe, Fante, Twi (alle Ghana), Swahili, Französisch, Nepali, Thai, Türkisch), können auch Englischkenntnisse durch einen Englischkurs (z.B. in Südafrika) aufgefrischt werden. Weitere Infos zu den an deinem Standort möglichen Sprachkursen findest du in der jeweiligen Projektbeschreibung.

Warum eine Lokalsprache lernen? – Dein Zugang zu einer fremden Kultur

Ganz gleich ob dich Freiwilligenarbeit oder ein Auslandspraktikum in Ghana, Thailand, Uganda oder Nepal erwartet – die Menschen in deinem Zielland freuen sich, wenn du ihnen tiefgreifendes Interesse entgegenbringst und in ihrer Landessprache mit ihnen kommunizierst. Probiere dich aus – egal ob auf dem Wochenmarkt oder beim Stadtbummel – versuche neue Wörter aufzuschnappen oder lass dich in ein Gespräch verwickeln. Eine Sprache lernst du am besten, wenn du sie anwendest. Habe also keine Scheu!

Durch das Erlernen der Sprache tauchst du in die vielfältige Kultur des Ziellandes ein und erhältst einen besseren Zugang zu den Menschen. Ohne jegliche Sprachkenntnisse wird dir vieles verborgen bleiben. Die Sprache ist fester Bestandteil der Kultur. Wenn du ein paar Grundkenntnisse der Lokalsprache beherrscht, vermittelst du der lokalen Bevölkerung damit den Eindruck, dass du der neuen Kultur aufgeschlossen und mit Respekt begegnest. Eines ist sicher: sprichst du schon ein paar Sätze der Lokalsprache, wirst du von der lokalen Bevölkerung nicht nur als Tourist wahrgenommen!

Es zu versuchen ist, was zählt...

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Keiner erwartet von dir perfekte Kenntnisse in der jeweiligen Lokalsprache. Doch ein "Hallo" oder "Auf Wiedersehen" in der Landessprache wird garantiert mit einem Lächeln deines Gegenübers erwidert. Auf diese Weise wirst du erste Kontakte mit Einheimischen knüpfen.

Gerade beim Erlernen einer neuen Sprache ist niemand vor Fettnäpfchen sicher. Doch du wirst sehen – die Menschen werden mehrheitlich positiv auf deine ersten Sprachversuche reagieren. Und sollte dir doch mal ein Versprecher rausrutschen, der jemanden in deinem Einsatzland zum Lachen bringt, dann denke daran: Alle Menschen lachen in derselben Sprache!

Autorin: Lisa Hemauer, Januar 2017