09.01.2026 / Erfahrungsberichte

Viviens Erfahrungsbericht als Volunteer auf Hawaii

„Der Monat auf Hawaii in der Preschool hat mich um 180 Grad verändert. Es war für mich ein echt bewegender Monat, der mich intensiv geprägt hat und noch lange prägen wird.“

Hawaii Volunteering

Viviens Zeit auf Hawaii

Im September 2025 war ich mit Rainbow Garden Village für vier Wochen in einem Kindergartenprojekt & Preschool auf Hawaii. Nach meiner Ankunft gegen 19 Uhr Ortszeit am Flughafen habe ich meine Koffer geschnappt, bin durch die Passkontrolle geeilt und von einem Rainbow Garden Village Mitglied, welches in meiner Englisch Schule arbeitet, abgeholt und zu meiner Host Mum Sue Tan gebracht worden. Ihr Zuhause lag super zentral, denn Waikiki und Ala Moana waren fußläufig zu erreichen. Meine Host Mum Sue Tan war sehr freundlich und interessiert an der deutschen Kultur. Bei ihr wohnten noch andere Volunteers bzw. Schülerinnen, die vor Ort eine Englischschule besuchten, die aber häufig nicht Zuhause waren, was total verständlich ist, weil es vor Ort so viel zu erleben gibt. Diejenigen von ihnen, die schon länger vor Ort waren, haben mir alles gezeigt, mich sehr warmherzig aufgenommen und mir viel Interessantes über die Englischschule und ihren bisherigen Aufenthalt erzählt. 

Hawaii

Meine Unterkunft

Meiner Host Mum lag sehr daran, dass man sich zuhause und angekommen fühlt. Sie wohnte nicht im selben Haus, sondern fuhr täglich mehrmals zum Haus, um zu sehen, ob es alles gut funktioniert; sie führerte ihre Katzen und füllte die Lebensmittel im Kühlschrank nach.

Vor Ort gab es zwei Zimmer mit je drei Betten. Ich war alleine in einem der Zimmer und die drei Englischschülerinnen waren in dem anderen Zimmer. Ein Zimmer war mit einer Klimaanlage ausgestattet. Gekocht wurde für das Abendessen oder chinesisches/asiatisches Essen oder auch typisch amerikanische Mahlzeiten (z.B. Clam Chowder), was sehr gut geschmeckt hat und einen auch so mit der Host Mum zusammengebracht hat.

Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Host Mum mich einmal mit auf einen Ausflug zu einem wundervollen Felsenausguck und zu einem ganz versteckten, idyllischen Strand gebracht hat. Das war ein unglaublich tolles Erlebnis, was zum Ende meiner Reise stattfand und mich mit Sue noch intensiver zusammenbrachte hat, sodass wir sogar jetzt, zwei Monate später, immer noch in Kontakt stehen. Es ist sehr schön, zu wissen, wie es auf Hawaii weitergeht und was sich verändert, während ich nicht mehr dort bin; so vermisse ich es schon etwas, nicht mehr bei der Gastfamilie zu sein. Es war insgesamt sehr schön bei ihr, da ich frei war, in dem, was ich machen wollte, aber gleichzeitig auch immer jemand da war zum Reden oder jemand eine Idee hatte, was man noch erleben konnte.

Freiwilligenarbeit Schule auf Hawaii

Die Arbeit im Projekt

Meine Preschool war nach einem ca. zwanzigminütigen Fußmarsch zu erreichen oder ich konnte den Bus nehmen und war in ca. zehn Minuten am Ziel. Die Kinder in der Preschool waren zwischen zwölf Wochen und sechs Jahren alt, ich verbrachte den Großteil meiner Zeit mit den etwas älteren Kindern, die zwischen ein bis vier Jahren alt waren. 

Mein Tagesablauf sah ungefähr so aus: Nach meinem Start um 8:30 Uhr ging sofort Spielspaß los – je nachdem, was gerade aufgebaut war, habe ich mit den Kindern gepuzzelt, mit Autos, Tieren oder 
Küchenspielzeug gespielt, Steck- oder andere Spiele gemacht, gemalt, etwas vorgelesen oder einfach mit den Kindern gesprochen. Natürlich habe ich dabei auch geschaut, worauf die Kinder am meisten Lust hatten. Um 9 Uhr wurden die Spielsachen für eine Sitzgruppe zurückgeräumt: Es wurde gesungen, das Alphabet gelernt, über Farben gesprochen und das typische Schaka Handzeichen mit einem Lied versehen. Ich durfte neben der englischen und japanischen Sprache die deutsche Sprache ergänzen und den Kindern die Farben auf Deutsch beibringen. Das Singen habe ich immer sehr genossen, da es zum einen Kindheitserinnerungen in mir wachgerufen hat, da ich durch meinen australischen Hintergrund mit denselben englischen Liedern großgezogen wurde, und zum anderen konnte ich auch etwas dazulernen, nämlich Japanisch. 

Bevor es dann nach draußen ging, gab es eine kleine Snacktime, während der das „Bitte“ und „Danke“–Sagen geübt wurde. In der Zeit bereitete ich draußen schon einmal alles mit den Spielautos vor. Die Kinder hatten sehr viel Freude daran, mit mir herumzutollen. Wir haben gerne in der (Draußen-)Küche gespielt, Marienkäfer oder Hühner gejagt. Am besten fanden die meisten Kinder das Hinterherlaufen oder An-den-Händen-Halten, was total süß war und sich gut zusammengefügt hat, da ich Laufen auch sehr gerne mag.

Nachdem wir für etwa eine Stunde draußen waren, ging es ans Händewaschen, dann haben die Kinder Mittag gegessen und ich habe mit den Kindern gespielt, die an dem Tag kein Mittag aßen. Meine Arbeitszeit war zumeist um 10:30 Uhr vorbei, manchmal verlängerte es sich auch bis 11:30 Uhr; ich hatte aber eigentlich immer so viel Spaß, dass die Zeit sowieso wie im Flug verging. Der Tagesablauf wiederholte sich dann die nächsten vier Wochen, und sehr schön war es, dass die Kinder einen nach wenigen Tagen schon gut kannten und sich freuten, wenn man morgens wieder da war.

Einmal pro Woche hatte ich eine Stunde Englisch in der Schule; da waren wir mit verschiedenen Themen beschäftigt wie dem Vergleich von Kulturen, der Bearbeitung verschiedener Texte oder dem Lernen neuer Wörter. Die Gruppen waren immer sehr klein, was das Lernen und Diskutieren der Themen noch effektiver und angenehmer machte. Als ich dort für meine erste Englischstunde ankam, wurde ich so herzlich aufgenommen, als wäre ich schon immer dort – das war einfach nur mega schön! 

Die Schule bot auch verschiedene Angebote an, an denen ich teilgenommen habe, so z.B. eine Delfinbesichtigung, das Ukulele- Spielen (beides kostenpflichtig) und ein Pizza Essen mit allen Schülerinnen und Schülern der Schule. So konnte man sich weiter vernetzen, da es ganz viele liebe Menschen dort gab. Und auch sonst konnte man immer in die Preschool kommen, wenn man Fragen zu Aktivitäten oder gute Essens-Möglichkeiten hatte.

Hawaii Delfine

Freizeit und Ausflüge

Es gab recht viel Freizeit, sodass man viel von Honolulu/ Hawaii sehen konnte, was das ganze Erlebnis noch viel schöner gemacht hat. Ich habe versucht, alles mitzunehmen, was nur geht: so habe mir die berühmten Freitags-Feuerwerke in Waikiki, angeschaut – die sind übrigens sehr zu empfehlen (!); war ganz viel am Strand, im War Museum und auf dem Schiff Missouri, habe mich verschiedenen einheimischen Sportgruppen angeschlossen, mir das Präsidiumsgebäude angeschaut, war beim Ecstasic dance, bei dem 50. Geburtstag eines Gemeinschaft-Gartens, beim Wandern (Manoa Falls), habe viele Cafés unsicher gemacht (und eine Torte zum Geburtstag bekommen), war im Japanischen Museum, habe mir alle möglichen Schopping Center angeschaut, war im Aquarium, in der Bücherei, in einem Craft Laden, bei der Aloha Week (sehr zu empfehlen!), bei einem Schulfestes, einem traditionellen Tanzfest am Waikiki Strand, auf einer Tour, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auf Hawaii abfährt (u.a. viele atemberaubende Aussichtsplattormen, die Kaula Ranch, Tropical Farms und die Dole Plantation), habe Sheved Ice Cream genossen und schließlich noch das Royal Hawaii Hotel inspiziert. Es war ein wirklich voller Monat, mit ganz viel Action und immer einer neuen Entdeckung jeden Tag! Schaue mir immer noch begeistert die wunderschönen Bilder an.

Fazit

Wenn man einfach einmal abschalten möchte – raus aus dem gewohnten Umfeld, wenn man Kinder gerne mag, neugierig ist, das Erkunden favorisiert und für tropischen Wetterbedingungen empfänglich ist, dann kann ich nur sagen: ab nach Hawaii, ab zum Projekt in der Preschool. Mich hat es auf jeden Fall nachhaltig geprägt und ich habe auch viel über mich selbst gelernt! So hätte ich beispielsweise nie gedacht, dass ich Kinder sooooo gerne mag oder hier im kühlen Hamburger Norden die Sonne einmal so sehr vermissen würde! 

Zuletzt geändert am: 15.01.2026

Portrait Viviens Freiwilligenarbeit im Kindergarten, September 2025
Autor
Viviens Freiwilligenarbeit im Kindergarten, September 2025