Standards in Krankenhäusern in Afrika

Tipps für Volunteers
Hygienische Situation in Kliniken in Afrika

Situation und Unterstützungsmöglichkeiten in afrikanischen Krankenhäusern

Das ausreichende Vorhandensein von Desinfektionsmittel und Handschuhen zählen nicht immer zu den Standards in Krankenhäusern in Afrika. Deshalb kannst du während deiner Freiwilligenarbeit oder deinem Praktikum bereits mit kleinen Dingen viel bewegen. Vieles wird anders sein als du es aus europäischen Krankenhäusern kennst. Wobei in Südafrika oder Namibia die Gegebenheiten deutlich besser sind, als beispielsweise in Uganda oder Tansania. Mit Improvisationstalent und Flexibilität wirst du die Herausforderungen aber sicherlich meistern.

Was dich in den afrikanischen Krankenhäusern erwartet?

In deinem afrikanischen Zielland wirst du schnell merken, dass weder die technischen, noch die hygienischen Bedingungen dem dir bekannten europäischen Standard entsprechen. Vor allem mangelt es an ausreichender Hygiene. Das liegt zum einen daran, dass die Menschen über den Effekt entsprechender Hygienemaßnahmen nicht aufgeklärt sind. Zum anderen gibt es nicht genug Hygieneartikel wie z.B. Desinfektionsmittel.

Als Volunteer oder Praktikant solltest du mit gutem Beispiel voran gehen. Trage daher – soweit möglich – immer Handschuhe zur Behandlung der Patienten/innen und einen sauberen Kasack! So kannst du zudem nicht nur dich, sondern auch die Menschen vor Ort vor ansteckenden Krankheiten und Infektionen schützen. In Ländern wie Ghana oder Togo kann es immer wieder zu Stromausfällen kommen – das beeinträchtigt die Arbeit natürlich zusätzlich. Auch gibt es in den afrikanischen Krankenhäusern meist keine Wartezimmer, sondern die Menschen sammeln sich z.B. an der Anmeldung und warten oft stundenlang – teilweise auf dem Boden sitzend – bis sie behandelt werden können. 

Materialien die dringend gebraucht werden:

Spritzen aller Größen, Kanülen, Stöpsel zum Verschließen einer Infusion, Venenverweilkanülen aller Größen, Handschuhe, Desinfektionsmittel (für Hände, Flächen, Wunden, Haut usw.) , Kompressen, Tupfer, Watteträger, Pflaster, Mullbinden, Verbände, Scheren, Pinzetten, Windeln, Schnuller, Spielsachen für die Kinder und vieles mehr

Wie du vor Ort helfen kannst?

Bei deiner medizinischen Freiwilligenarbeit oder deinem Praktikum gilt es einige Herausforderungen zu meistern. Oft helfen schon Kleinigkeiten, um die Situation vor Ort zu verbessern. Beispielsweise fehlt es aus Geldmangel oft an den simpelsten Materialien. Ein weiteres Problem ist der Personalmangel in den Krankenhäusern. Denn vor allem in den ländlichen Einrichtungen ist in einzelnen Fällen selten ein Arzt anwesend. Als Volunteer oder Praktikant/in kannst du das medizinische Personal unterstützen, um die Patienten/innen ausreichend zu versorgen. Mit deiner Hilfe kannst du dazu beitragen, dass die Missstände in den afrikanischen Krankenhäusern gemindert werden!

Autor: Elisabeth Walther, 27. September 2016