26.12.2025 / Erfahrungsberichte
Jonas Freiwilligenarbeit beim Wildlife-Projekt in Simbabwe
,,Die Arbeit findet größtenteils mitten in der Natur statt, wodurch man (...) ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Natur für die Tierwelt bekommt."
Alltag
Ein typischer Arbeitstag als Wildlife-Volunteer in Simbabwe beginnt mit einem Frühstück um 6:00 Uhr. Um 6:30 Uhr wird das Camp verlassen. Je nachdem, wo die Arbeit stattfindet, fährt man zwischen 10 Minuten und einer Stunde. In der ersten Schicht wird meistens gut 2,5 Stunden gearbeitet, sodass wir gegen 10 Uhr wieder zurück in der Unterkunft waren. Wegen der zumeist heißen Temperaturen ist die Mittagspause immer von 10 - 16 Uhr. Die freie Zeit kann zum Einkaufen in der Stadt Victoria Falls, einem Besuch in einem Café oder einfach zum entspannen und abkühlen am Pool genutzt werden.
Um 12 Uhr gibt es außerdem eine frisch zubereitete Mahlzeit zum Mittagessen. Die Abfahrt zur zweiten Schicht ist um 16 Uhr. In der Regel kehrt man gegen 18:30 Uhr zum Abendessen in die Unterkunft zurück. Die zweite Schicht wird jedoch nicht nur zum Arbeiten genutzt, sondern manchmal auch zu einer Safari oder einem Bushwalk. Während des Abendessens erzählen die Guides, welche Arbeiten am nächsten Tag anstehen und geben einen Überblick über den Tagesablauf. Nach dem Abendessen bleibt es den Volunteers überlassen, ob man noch gemütlich beisammen sitzt oder schon schlafen geht.
Arbeit & Aufgaben
Die Freiwilligenarbeit in Simbabwe findet größtenteils mitten in der Natur statt, wodurch man als Volunteer schnell ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Natur für die Tierwelt bekommt. Das Volunteering wirkt sich dabei nicht nur auf die Tierwelt aus. All die kleinen Arbeiten in dem Freiwilligenprojekt tragen dazu bei, das große Ganze zu verbessern, was man als Volunteer schnell zu spüren bekommt.
Am meisten Spaß hat mir der Mittwoch-Morgen gemacht, weil wir da immer in der Grundschule waren. Dort haben wir zuerst gearbeitet, hatten dann aber meistens auch noch Zeit, mit den Kindern zu spielen, die sich sehr über unsere Anwesenheit gefreut haben.
Highlight
Mein persönliches Highlight waren die Bushwalks. Hier sind wir mit den Guides aus dem Projekt zu Fuß durch die Wildnis gelaufen und haben Tierspuren (Fuß- oder Kotspuren) mit dem Ziel verfolgt, früher oder später auf die Tiere zu treffen, deren Spuren wir entdeckt haben. In den meisten Fällen hat das auch tatsächlich geklappt, sodass wir teilweise nur rund 20 Meter von Nashörnern oder Büffeln entfernt standen. Zu Fuß ist das nochmal eine ganz andere Erfahrung als in einem großen Jeep. Der Nervenkitzel war bei allen zu spüren. Außerdem hat man unheimlich viel Wissen über die Tierwelt und Wildnis vermittelt bekommen, was sehr spannend war.
Fazit
Der Flughafentransfer hat reibungslos geklappt und auch die Betreuer vor Ort haben sich um sämtliche Angelegenheiten gekümmert. Die Arbeit im Projekt war körperlich zum Teil sehr anstrengend, was aus der Projektbeschreibung aber auch hervorgegangen ist und deswegen nicht als negativ bewertet wird. Ich hätte mir bezüglich der Arbeit manchmal gewünscht, einen noch engeren Bezug zum Wildtierschutz zu haben. Das kann aber auch mit einer nicht ganz richtigen Erwartungshaltung von mir zu tun haben.
Die Integration ins Projekt lief wie von selbst und man wurde sehr herzlich aufgenommen. Unterkunft, Sauberkeit und Verpflegung waren top. Insbesondere der Pool hat als Erfrischung sehr gut getan und das Essen war abwechslungsreich und lecker. Aufgrund der Nähe zu den Victoriafällen gab es in unmittelbarer Nähe viele Freizeitmöglichkeiten direkt an den Wasserfällen. Die Guides im Projekt haben auch immer Empfehlungen für andere Aktivitäten mitgeteilt und die Aktivitäten inkl. Transfer für uns gebucht.
Zuletzt geändert am: 16.01.2026
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