16.09.2026 / Erfahrungsberichte
Alenas Zeit beim Volunteering im Adventure-Camp Thailand
"Besonders die Momente, in denen die Kinder einfach glücklich waren und gemeinsam gelacht haben, werde ich wahrscheinlich noch lange in Erinnerung behalten."
Alena in Thailand
Die Arbeit mit den Kindern beim Volunteering im Adventure-Camp Thailand hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und war für mich definitiv eine der schönsten Erfahrungen während meines Aufenthalts. Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas unsicher, weil ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde. Ich hatte zwar schon Erfahrungen im Umgang mit Kindern, aber trotzdem ist es etwas anderes, plötzlich vor einer größeren Gruppe von Kindern zu stehen und für mehrere Stunden Spiele und Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass meine Sorgen völlig unbegründet waren.
Die Kinder haben es einem von Anfang an sehr leicht gemacht. Man braucht meiner Meinung nach gar nicht besonders viel Erfahrung als Lehrer oder Betreuer, um mit ihnen gut zurechtzukommen. Die Kinder freuen sich einfach darüber, dass jemand da ist, der Zeit mit ihnen verbringen und mit ihnen spielen möchte. Schon kleine Dinge haben ihnen sehr viel Freude bereitet. Manchmal hat es gereicht, gemeinsam ein Spiel zu spielen, zu lachen oder einfach mit ihnen zu reden. Dadurch hat man sehr schnell eine Verbindung zu den Kindern aufgebaut.
Besonders schön fand ich, dass die Kinder einem gegenüber sehr offen und neugierig waren. Auch wenn wir uns sprachlich nicht immer perfekt verständigen konnten, haben sie trotzdem versucht, mit uns zu kommunizieren. Natürlich gab es manchmal Situationen, in denen die Sprachbarriere etwas schwierig war. Vor allem bei Spielen, bei denen die Regeln etwas komplizierter waren, war es nicht immer einfach, alles auf Englisch zu erklären und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle Kinder verstanden hatten, was sie machen sollten. In solchen Situationen musste man kreativ werden und sich manchmal etwas anderes überlegen.
Dabei waren auch meine Betreuer eine riesige Hilfe. Sie waren von Anfang an unfassbar nett, hilfsbereit und geduldig. Wenn es irgendein Problem gab oder ich bei einer Situation nicht weiterwusste, konnte ich mich immer an sie wenden. Sie haben sofort geholfen und einem nie das Gefühl gegeben, dass man etwas falsch gemacht hat. Gerade am Anfang war das für mich sehr beruhigend, weil ich wusste, dass ich nicht alleine dastehe und jederzeit jemanden fragen konnte.
Mit der Zeit bei der Freiwilligenarbeit in Thailand habe ich aber gemerkt, dass man gar nicht alles perfekt planen kann und das auch überhaupt nicht notwendig ist. Im Gegenteil: Man sollte in einem solchen Camp unbedingt improvisieren können. Oft läuft ein Spiel nämlich komplett anders ab, als man es vorher erwartet hat. Man erklärt die Regeln, denkt, dass alle sie verstanden haben, und sobald das Spiel beginnt, machen die Kinder plötzlich etwas völlig anderes. Am Anfang kann einen das vielleicht noch etwas aus dem Konzept bringen, aber irgendwann lernt man, einfach darüber zu lachen und das Beste daraus zu machen.
Genau das war eigentlich auch etwas, das ich an der Arbeit mit den Kindern besonders lustig fand. Selbst wenn sie ein Spiel nicht ganz verstanden haben, haben sie meistens einfach angefangen, es so zu spielen, wie sie dachten, dass es funktioniert. Und anstatt sich darüber zu ärgern, hatten sie dabei einfach unglaublich viel Spaß. Sie haben gelacht, sich gegenseitig angefeuert und einfach weitergemacht. Dadurch habe ich gelernt, dass ein Spiel nicht unbedingt perfekt nach den Regeln ablaufen muss, damit die Kinder Spaß daran haben. Manchmal entstehen gerade aus solchen Situationen die lustigsten Momente.
Nach den ersten paar Camps wurde es für mich auch immer einfacher. Am Anfang habe ich mir noch sehr viele Gedanken darüber gemacht, welche Spiele ich machen möchte, wie ich sie erkläre und was ich mache, wenn etwas nicht funktioniert. Ich habe teilweise sehr genaue Pläne gemacht und versucht, auf jede mögliche Situation vorbereitet zu sein. Nach einigen Camps habe ich dann aber gemerkt, dass ich das gar nicht brauche. Irgendwann bin ich einfach morgens ins Camp gegangen und habe geschaut, was an diesem Tag passiert. Das hat für mich einen großen Unterschied gemacht. Ich wurde viel spontaner und selbstsicherer und konnte schneller auf die Kinder reagieren. Wenn ein Spiel nicht funktioniert hat, habe ich einfach ein anderes ausprobiert. Wenn die Kinder etwas langweilig fanden, habe ich die Aktivität verändert. Und wenn sie besonders viel Spaß an etwas hatten, haben wir es einfach länger gemacht. Dadurch hat sich die Arbeit viel natürlicher angefühlt und ich musste nicht mehr ständig darüber nachdenken, ob alles genau nach Plan läuft.
Ich habe außerdem gemerkt, dass man als Betreuer nicht unbedingt perfekt sein muss. Man muss nicht jedes Spiel kennen und auch nicht immer genau wissen, was man als Nächstes machen soll. Viel wichtiger ist es meiner Meinung nach, offen, freundlich und geduldig zu sein. Die Kinder merken sehr schnell, ob man wirklich Spaß daran hat, Zeit mit ihnen zu verbringen. Wenn man selbst motiviert ist und mitmacht, lassen sich die Kinder meistens ebenfalls begeistern. Für mich persönlich war es auch eine tolle Möglichkeit, meine eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ich habe gelernt, selbstbewusster vor Gruppen aufzutreten, spontan zu reagieren und Verantwortung zu übernehmen.
Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Kommunikation nicht nur aus Sprache besteht. Auch wenn man nicht jedes Wort versteht, kann man sich mit Gestik, Mimik und einfachen Erklärungen verständigen. Gerade die Sprachbarriere hat mir gezeigt, dass man manchmal einfach ausprobieren muss, was funktioniert. Alles in allem würde ich dieses Programm jederzeit wieder machen. Ich bereue wirklich kein bisschen, mich dafür entschieden zu haben. Die Arbeit mit den Kindern hat mir unglaublich viel Freude bereitet und ich habe viele schöne Erinnerungen gesammelt.
Besonders die Momente, in denen die Kinder einfach glücklich waren und gemeinsam gelacht haben, werde ich wahrscheinlich noch lange in Erinnerung behalten. Auch die Unterstützung durch meine Betreuer hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich mich während des gesamten Programms wohlgefühlt habe. Ich wusste immer, dass ich bei Problemen jemanden habe, an den ich mich wenden kann.
Gleichzeitig haben sie mir aber auch genügend Freiheit gegeben, meine eigenen Ideen einzubringen und selbstständig mit den Kindern zu arbeiten. Ich würde jedem, der gerne mit Kindern arbeitet und Lust auf eine neue Erfahrung hat, empfehlen, so ein Programm einmal auszuprobieren. Man sollte keine Angst davor haben, dass man vielleicht nicht genug Erfahrung hat oder dass nicht alles nach Plan läuft. Genau das gehört meiner Meinung nach dazu. Man lernt mit jeder Gruppe dazu, wird sicherer und merkt irgendwann, dass man gar nicht mehr so viel planen muss. Am Ende zählt vor allem, dass man Spaß daran hat, Zeit mit den Kindern zu verbringen und ihnen eine schöne Zeit zu ermöglichen. Und genau das hat mir an diesem Programm am besten gefallen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte, und würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.
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