08.10.2026 / Erfahrungsberichte

Claras Zeit bei der Freiwilligenarbeit bei der Lebensmittelhilfe in Barcelona

"Während meines Freiwilligendienstes durfte ich in einem Apartment mit vielen neuen, netten Mädchen aus verschiedenen Ländern zusammenleben, was eine der schönsten Erfahrungen überhaupt war"

Volunteer bei Der Lebensmittelhilfe Barcelona

Clara in Barcelona

Während meiner Freiwilligenarbeit bei der Lebensmittelhilfe in Barcelona durfte ich in einem Apartment mit vielen neuen, netten Mädchen aus verschiedenen Ländern zusammenleben, was eine der schönsten Erfahrungen überhaupt war, denn wir haben nicht nur denselben Alltag geteilt, sondern auch gemeinsam gekocht, gelacht, Ausflüge gemacht, uns gegenseitig unterstützt und trotz unterschiedlicher Sprachen und Kulturen schnell enge Freundschaften aufgebaut, sodass sich das Apartment schon nach kurzer Zeit wie ein zweites Zuhause angefühlt hat und ich unglaublich viel über andere Kulturen, Lebensweisen und den respektvollen Umgang miteinander lernen konnte.

Besonders erfüllend war die Arbeit in der Foodbank und in der Babydespensa, weil wir dort Menschen unterstützen konnten, die auf Hilfe angewiesen sind, indem wir Lebensmittel sortierten, Pakete vorbereiteten, Familien mit wichtigen Grundnahrungsmitteln versorgten und in der Babydespensa außerdem Windeln, Babynahrung, Kleidung und andere wichtige Dinge für Eltern mit kleinen Kindern ausgaben, wodurch ich hautnah erleben durfte, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement ist und wie viel schon kleine Gesten der Hilfsbereitschaft für andere Menschen bedeuten können.

Unser Ziel war es immer, gemeinsam Hilfe für die Menschen anzubieten und ihnen mit Freundlichkeit, Offenheit und Respekt zu begegnen, weshalb wir nicht nur praktische Unterstützung leisteten, sondern auch Zeit für Gespräche hatten, aufmerksam zuhörten und versuchten, den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie gesehen, ernst genommen und nicht allein gelassen werden, wodurch ich gelernt habe, dass soziales Engagement weit über materielle Hilfe hinausgeht und vor allem Mitgefühl, Geduld und Zusammenhalt erfordert.

Jeden Montag lernten wir die neuen Volunteers kennen und spielten gemeinsam verschiedene Kennenlernspiele, wodurch sich schnell eine angenehme Atmosphäre entwickelte und jeder die Möglichkeit hatte, Kontakte zu knüpfen, bevor wir am Nachmittag – genauso wie jeden Mittwoch – gemeinsam am Spanischkurs teilnahmen, der uns dabei half, die Sprache besser zu verstehen, unseren Wortschatz zu erweitern und uns im Alltag immer sicherer mit den Einheimischen verständigen zu können, was die gesamte Erfahrung noch intensiver und authentischer machte.

Dienstags verbrachten wir den gesamten Tag in der Foodbank, wo wir Lebensmittel annahmen, sortierten, kontrollierten und an bedürftige Menschen ausgaben, während wir mittwochs in der Babydespensa halfen und zusätzlich verschiedene Workshops besuchten, in denen wir neue Fähigkeiten erlernten, uns über soziale Themen austauschten, kreative Aufgaben bearbeiteten und wichtige Informationen über Teamarbeit, Kommunikation und ehrenamtliche Projekte erhielten, sodass jeder Tag abwechslungsreich gestaltet war und wir ständig neue Erfahrungen sammeln konnten.

Donnerstags arbeiteten wir auf einer Farm, wo wir die Natur hautnah erleben konnten und bei unterschiedlichen Aufgaben wie der Gartenpflege, dem Pflanzen, Ernten oder anderen landwirtschaftlichen Tätigkeiten mithalfen, wodurch wir nicht nur körperlich aktiv waren, sondern auch ein besseres Verständnis für nachhaltige Landwirtschaft, den Wert von Lebensmitteln und den respektvollen Umgang mit der Umwelt entwickelten, während wir freitags eine Seniorenresidenz besuchten, mit den älteren Menschen spazieren gingen, uns mit ihnen unterhielten, gemeinsam lachten und ihnen Gesellschaft leisteten, was für viele von ihnen ebenso wie für uns ein besonderer und emotionaler Moment war.

Ein fester Bestandteil unseres Tages bei der Freiwilligenarbeit in Spanien war außerdem das gemeinsame Mittagessen von 13 bis 14 Uhr, auf das sich alle immer freuten, weil das Essen jeden Tag frisch und sehr lecker zubereitet wurde und wir diese Stunde nutzten, um gemeinsam zu essen, über unsere Erlebnisse zu sprechen, neue Energie für den Nachmittag zu sammeln und den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe weiter zu stärken, wodurch auch die Pausen zu einem wichtigen Teil unseres Alltags wurden. Jeder Morgen begann mit einem etwa 30-minütigen Frühsportprogramm, das uns motiviert und fit in den Tag starten ließ, während wir freitags in den letzten beiden Stunden gemeinsam tanzten und an einem Selbstverteidigungskurs teilnahmen, bei dem wir nicht nur viel Spaß hatten, sondern auch lernten, selbstbewusster aufzutreten und uns in schwierigen Situationen besser schützen zu können, sodass die Kombination aus sozialer Arbeit, Sport, Sprachunterricht, praktischen Einsätzen, gemeinsamen Aktivitäten und neuen Freundschaften meinen Freiwilligendienst zu einer unvergesslichen Erfahrung machte, die mich persönlich wachsen ließ, mein Selbstvertrauen stärkte und mir gezeigt hat, wie wichtig Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Offenheit gegenüber anderen Menschen sind.

Portrait Raphael
Autor
Raphael

studiert Wirtschaftspsychologie und hat durch ein Semester in Spanien bereits wertvolle Auslandserfahrung gesammelt. Dazu möchte er auch andere motivieren, daher engagiert er sich als Praktikant in der Redaktion bei RGV.

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