Was bringt Freiwilligenarbeit

Tipps für Volunteers
Gründe für Freiwilligenarbeit

Unbezahlbare Eindrücke durch Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit steht in der Regel kein Geldwert gegenüber. Vielmehr bewegt Volunteers der Wunsch, dort mitzuarbeiten, wo ihre Hilfe etwas bewirkt. Freiwilligenarbeit ist echte Arbeit sowie Engagement. Obwohl oder gerade weil der „Lohn“ nicht messbar ist, betrachten sich viele Returnees als umso reicher: siehe Erfahrungsberichte.

Der hautnahe Kontakt zu den Menschen anderer, für uns oft noch fremder, Kulturen öffnet dir den Einblick in eine oft einfachere Lebensweise. Mit deinem westlichen Lebensstandard im Hinterkopf kann das Kennenlernen der Menschen vor Ort eine emotionale Herausforderung für dich bedeuten. Einem zeitweiligen Kulturschock kann vorgebeugt werden, indem du dich schon vor deiner Abreise gründlich mit den Gegebenheiten und Standards in deinem Zielland vertraut machst. Wir, deine Organisation, unterstützen dich dabei wo immer es geht.

Wer sich auf diese neue Erfahrung einlässt, entdeckt womöglich ungeahnte Fähigkeiten und Interessen. Auch deine Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft wird nach deiner Freiwilligenarbeit gestärkt sein.

Durch die unmittelbare Nähe zur Gastgeberkultur können freiwillig Engagierte tiefe Einblicke in das Wertempfinden und die Vorstellungen der Menschen in Afrika und Asien erhalten. Die gewonnene Akzeptanz für neue Kulturen schafft Vorurteile ab und befähigt dich im besonderen Maße, die unverhältnismäßig hohe Wohlstandskonzentration in Europa und westlichen Nationen in einem neuen Licht zu sehen. In jedem Fall bekommst du so die Möglichkeit, dich hautnah mit den alltäglichen Problemen eines Entwicklungslandes auseinanderzusetzen.

Da du diese Eindrücke in erster Linie durch deine Arbeit bei und mit den Einwohnern sammelst, sind neue und vor allem interkulturelle Freundschaften keine Seltenheit.

Ein Satz im Lebenslauf, eine Erfahrung fürs ganze Leben

Internationale Erfahrungen sehen Arbeitgeber gerne. Die Freiwilligenarbeit bietet dir dabei viel mehr als eine werbewirksame Station im Lebenslauf. Durch die Mitarbeit in Projekten entwickelst du bedeutende Kompetenzen weiter. Neben Sprachkenntnissen kannst du praktische Arbeitserfahrung vertiefen, Verantwortung für andere Menschen übernehmen und somit Skills entwickeln, die dir in deinem weiteren Leben helfen. Dabei fordert beispielsweise die Betreuung von Kindern oder der Umgang mit Hilfsbedürftigen von dir ein gewisses Maß an Empathie. Durch deinen freiwilligen Einsatz kannst du lernen, wie du deine zwischenmenschliche Kompetenzen einsetzt, um auf Mitmenschen in unterschiedlichen Lebenslagen zuzugehen. Die Konfrontation mit einer anderen Mentalität vermittelt außerdem neue Sichtweisen und Ideen. Während deiner Freiwilligenarbeit gemachte Erfahrungen werden dich auf deinem zukünftigen Weg und in verschiedenen Lebenssituationen begleiten.

Wer macht Freiwilligenarbeit?

Abhängig vom Zielland und dem Wunschprojekt gelten bestimmte Altersgrenzen. Mindestens musst du jedoch 16 Jahre alt sein. Freiwilligenarbeit ermöglicht es, nach der Schule beziehungsweise der Ausbildung, während des Studiums oder am Studienende ein fernes Land und seine Kultur kennenzulernen. Eine Altersbeschränkung nach oben gibt es allerdings nicht. Aufgrund der flexiblen Einsatzlängen ab vier Wochen, lässt sich die Freiwilligenarbeit auch noch im Berufsleben einplanen. Bis dahin gesammeltes Fachwissen kann für bestimmte Projekte von Vorteil sein. Englischkenntnisse und körperliche Fitness sollten alle Freiwilligen mitbringen. Ebenso wichtig sind Toleranz, Flexibilität, Weltoffenheit und Einfühlungsvermögen.

Junge Leute auf Sinnsuche – Was bringt Freiwilligenarbeit?

Förderprojekte leisten wichtige Arbeit, wenn sich die angebotene Hilfe an den Bedürfnissen des Kulturkreises orientiert. Freiwillige Helfer erhalten die Chance, ihr Denken und Handeln mit anderen Augen zu sehen und sich dadurch weiterzuentwickeln. Lässt du dich auf die Arbeit in einem – von deiner Lebenswelt in vielerlei Hinsicht verschiedenen – Land ein, profitierst du ebenso von deinem Aufenthalt wie die Menschen in dem Projekt, das du mit deinem Engagement unterstützt.

Autor: Steffen Mayer, Mai 2014