Projektbesuch in Nepal: RGV Asienexpertin Ronja erzählt

RGV Inside
Interview zu Volunteering in Nepal

Vor kurzem war unsere Reisekoordinatorin Ronja aus dem RGV Büro in München zu Besuch in Nepal. Dort hat sie unser Team vor Ort getroffen und sich mit den Neuigkeiten aus den Projekten vertraut gemacht. Bei ihrer Rückkehr hatte sie zahllose neue Eindrücke im Gepäck. Im Interview erzählt sie von ihren Erlebnissen!

Ronjas erster Eindruck von Nepal

Vieles hat Ronja doch überrascht bei ihrem ersten Besuch in Nepal, obwohl sie als Reisekoordinatorin tagtäglich mit dem Land zu tun. Das Erste, womit sie nicht gerechnet hatte, war die Hitze, die ihr beim Aussteigen aus dem Flugzeug ins Gesicht schlug. „Ich habe mit Nepal eigentlich immer vor allem das Himalaya-Gebirge verbunden und erwartet, dass es eher etwas kälter ist“, sagt Ronja im Interview. Dass es in Nepal im tropischen Tiefland auch regelmäßig über 30 Grad hat, konnte sie sich vorher nur schwer vorstellen.

Im Terminal des Tribhuvan International Airport in Kathmandu angekommen, wurde Ronja freudig von unserem RGV Team empfangen, so wie es auch bei unseren Volunteers der Fall ist. „Die waren ganz auffällig gleich wo man rauskommt und haben gewinkt“, erzählt Ronja. Vom Flughafen ging es weiter zur Unterkunft in Kathmandu – aber nur, um kurz das Gepäck abzustellen. Eine City Tour durch Kathmandu mit RGV Teamleiter Sher war der Auftakt des straffen Programms während Ronjas Nepalbesuch.

Was Ronja in Kathmandu besonders gefesselt hat: „Das quirlige Leben auf den Straßen! Es war überall ganz bunt und laut und ganz viele Geschäfte! Alle fahren durcheinander und laufen durcheinander“, erzählt Ronja begeistert. Besonders zum Einkaufen ist Kathmandu ein Paradies – hier findet man auf den Märkten und in den Geschäften ganz viele ausgefallene Souvenirs. Auch die großen Tempelanlagen sind ein Muss für jeden Nepal-Reisenden!

Unsere Freiwilligenprojekte in Kathmandu und Chitwan

In Kathmandu hat Ronja auch zwei Schulen sowie eine Einrichtung für behinderte Menschen besucht, in denen unsere Volunteers beim Unterrichten unterstützen. Auch ein Krankenhaus, in dem in Zukunft Freiwillige und Praktikanten mithelfen können, hat sie sich angeschaut.

Weiter ging Ronjas Reise nach Chitwan: Nach dem Getümmel der Großstadt hat sie sich richtig darauf gefreut, schließlich ist Chitwan vor allem für den gleichnamigen Nationalpark bekannt. Ganz leicht war die Anreise allerdings nicht. Acht Stunden saß Ronja im Bus von Kathmandu nach Chitwan. Doch sie nahm es gelassen. Ihr Tipp: „Nehmt am besten ein Hörbuch mit und etwas zu lesen" – so vergeht die Zeit wie im Flug! Zwischendrin solltet ihr euch unbedingt auch mal zurücklehnen und die unvergleichliche nepalesische Landschaft genießen, die am Fenster vorbeizieht. Für alle, denen beim Busfahren leicht schlecht wird, empfiehlt Ronja auf jeden Fall Reisetabletten mitzunehmen – denn Schlaglöcher gibt es viele auf Nepals Straßen!

Am RGV Standort in der Nähe des Chitwan Nationalparks hat Ronja zusammen mit unserem Standortleiter Shiri, dem Bruder von Teamleiter Sher, weitere unserer Projekte besucht. „Ich war in ganz vielen Schulen, bestimmt fünf oder sechs, dann war ich auch in der Gemeindebücherei und der Elefantendung-Papierfabrik“, erzählt sie. Vor kurzem erst wurde dieses Recycling-Projekt durch die starken Regenfälle komplett überflutet. Ronja konnte sich erfreulicherweise selbst ein Bild davon machen, wie gut die nötigen Wiederaufbauarbeiten bereits vorangekommen sind. Die Fabrik und der angeschlossene Laden, in dem von nepalesischen Frauen und Volunteers in Handarbeit hergestellte ökologische Papierprodukte verkauft werden, sind schon wieder voll im Einsatz – und die Spuren der Flut fast komplett beseitigt!

RGV News aus Nepal: Der neue Standort in Pokhara

Neben dem neuen Medizinprojekt in Kathmandu, das Ronja besucht hat, gibt es in Kürze auch einen ganz neuen RGV Standort in Nepal: Pokhara, der Ausgangspunkt für Touren durch das Annapurna-Gebirge. „Hier kann man ganz viele Wanderungen machen, Paragliden gehen und viele andere Adventure-Sportarten machen“, erzählt Ronja. In Pokhara ist also alles geboten, was das Abenteurerherz begehrt! Schon die Anreise war erneut ein Abenteuer für Ronja: nach rund zehn Stunden im Bus erreichte sie ihr Ziel.

Für den neuen RGV Standort in Pokhara ist der dritte Bruder im Bunde, Hom, hauptverantwortlich. Als Volunteer wirst du auch bei ihm und seiner Familie zuhause wohnen. Zusammen mit Hom hat Ronja in Pokhara unsere zukünftigen Projekte besucht, unter anderem eine Schule und einen Montessori-Kindergarten.

Treffen mit unseren Volunteers in Nepal

In Nepal hat sich Ronja auch mit zwei unserer Volunteers vor Ort ausgetauscht. Die beiden engagieren sich in einer Schule und in der Papierfabrik. Obwohl sie zugeben mussten, dass am Anfang einiges nicht ganz einfach war, vor allem natürlich die Sprache, haben sich beide inzwischen gut eingelebt und genießen ihre Zeit in Nepal. Da das RGV Team vor Ort aus drei Brüdern und deren Familien besteht, ist es ein sehr familiäres Umfeld und den Volunteers steht bei Fragen oder Problemen immer jemand zur Seite.

Ronja und auch unsere beiden Freiwilligen empfanden Nepal insgesamt als ein sehr angenehmes Land zum Reisen. Auch als Frau kann man sich hier sicher fühlen. Natürlich ist es immer besser, zu zweit unterwegs zu sein, dafür sorgt auch in der Regel das Team vor Ort: Wenn irgendwie möglich organisieren sie dir einen Reisegefährten für deine Weiterreise von Kathmandu. Ronja, die teilweise auch alleine unterwegs war, ist begeistert von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort – unsicher hat sie sich daher nie gefühlt.

Ronjas Fazit: „Nepal ist ganz anders als Deutschland – es ist viel quirliger und bunter und es ist viel mehr los auf den Straßen. Die Menschen hier sind auch sehr gelassen und waren immer sehr sehr gastfreundlich zu mir.“

Wenn auch du Interesse an einer Freiwilligenarbeit oder einem Auslandspraktikum in Nepal hast, dann informiere dich direkt auf unserer Website oder ruf uns einfach an!

Autorin: Miriam Trinker, RGV Redaktion, November 2017