Togo

Länderinfos über Togo

Willst du deine Freiwilligenarbeit im französischsprachigen Afrika machen? Dann ist Togo das perfekte Land für dich! Erlebe das westafrikanische Land Togo mit seinen freundlichen Menschen, seiner Kultur und seiner Natur. So wird deine Auslandszeit in Togo zu einem unvergesslichen Erlebnis. Togo ist zwar eines der kleinsten Länder in Afrika, bietet dafür aber umso mehr Gastfreundschaft.

Wir machen uns für dich auf die Suche nach einer Tätigkeit, die deinen Vorstellungen entspricht und finden die passende Stelle oder Einrichtung in Togo.

Auslandsaufenthalt in Togo

Länderinfo Togo

Allgemeines über Togo

Togo liegt an der sogenannten Goldküste Westafrikas und erstreckt sich als schmaler Korridor etwa 550 km ins Landesinnere. Die Breite variiert zwischen 45 und 140 km. Togo grenzt in Westen an Ghana, im Norden an Burkina Faso und im Osten an Benin. Das Land ist in etwa so groß wie Baden-Württemberg und Hessen zusammen und hat rund 7 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Lomé und liegt direkt an der Küste. Lomé ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Hier befinden sich einige unserer Projekte. In deiner Freizeit kannst du in Lomé beispielsweise das Nationalmuseum mit Ausstellungen zur togoischen Kultur besuchen. Oder du erkundest den in einem Vorort gelegenen Fetischmarkt „Akodésséwa“. Der Markt ist der größte Voodoomarkt der Welt. Dort findest du allerlei Utensilien für Voodoo-Rituale, die in Togo weit verbreitet sind. Unser Haupt-Projektstandort ist die im Landesinneren gelegene Stadt Vogan, welche etwa 1 Autostunde von Lomé entfernt ist. So kannst du in deiner Freizeit die traumhaften Strände an der Küste schnell erreichen oder du besichtigst einen der wunderschönen Nationalparks. Obwohl Togo ein kleines Land ist, bietet es vielfältige Landschaften. Im Süden findest du eine Küste mit langen Sandstränden und Kokospalmen, in der Mitte ist es mit grünen Tälern und kleinen Bergen hügelig und im Norden erwartet dich eine weite Savanne mit Affenbrotbäumen.

Klima in Togo

Das Klima in Togo ist aufgrund der Nähe zum Äquator tropisch-feucht. Die Durchschnittstemperatur im Norden des Landes beträgt 30 °C und in der südlichen Küstenregion 27 °C. In der Nacht kühlt es nur wenig ab. Unsere Projektstandort Lomé und Vogan sind im südlichen Teil des Landes gelegen. Hier gibt es gleich 2 Regenzeiten im Jahresverlauf. Einmal von April bis Juni und ein zweites Mal von September bis November. Dazwischen folgt eine kurze Trockenzeit. Das ganze Jahr über wirst du die hohe Luftfeuchtigkeit spüren. Packe dir also am besten leichte und luftige Kleidung ein. Der meiste Regen fällt in den Monaten Juni und Oktober. In der Trockenzeit weht von der Sahara her der Harmattan, welcher heiße, trockene und staubige Luft aus dem Norden mit sich bringt. Im Norden des Landes setzt die Regenzeit erst im Mai ein und dauert bis Oktober.

Bevölkerung in Togo

Die togolesische Bevölkerung setzt sich aus über 40 verschiedenen Ethnien zusammen, die im Laufe der Zeit aus den verschiedenen Nachbarregionen eingewandert sind. Zum Teil pflegen diese heute noch sehr unterschiedliche Traditionen und Sprachen. Die einzelnen Ethnien-Gruppen bestehen aus einigen hundert bis zu einigen Millionen Menschen. Die im Süden lebenden Ewe bilden die größte Gruppe, die rund 40% der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die im Landesinneren sowie im Norden lebenden Kabiye stellen rund 16 % der Bevölkerung. Die Bevölkerung Togos ist sehr jung, denn über 60 % der Menschen sind unter 25 Jahre alt.

Sprache in Togo

So vielfältig wie die Bevölkerung, so umfangreich ist auch die Liste der vorkommenden Sprachen in Togo. Im Land werden 39 Sprachen gesprochen! Die Amtssprache ist Französisch, wobei die Nationalsprachen Ewe und Kabyé sind. Dazu kommen noch zahlreiche Volks -und Stammessprachen. Viele Togoer und Togoerinnen wachsen daher mehrsprachig auf. Mit guten Französischkenntnissen kannst du dich an unseren Einsatzstellen und im Alltag gut verständigen. Dir wird auffallen, dass einige Einheimische Deutsch sprechen können. Das ist ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit. Die deutsche Sprache wird heute beispielsweise noch an Schulen unterrichtet. So lernten 2015 fast 100.000 Menschen in Togo Deutsch.

Religion in Togo

In Togo herrscht Religionsfreiheit, wobei etwa die Hälfte der Bevölkerung traditionelle afrikanische Religionen und Kulte, wie Voodoo praktizieren. Die übrige Bevölkerung gehört zu 30 % dem Christentum sowie zu 20 % dem Islam an. Die Zahlen beruhen allerdings nur auf Schätzungen und können nicht genau bestimmt werden, da viele Einheimische Glaubenselemente aus verschiedenen Religionen übernehmen und zusammen praktizieren.

Wirtschaft in Togo

In den vergangenen Jahren erlebte Togo eine beachtliche wirtschaftliche Entwicklung. Doch diese kommt überwiegend der Bevölkerung im Süden zugute, denn der Norden kann bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Küstenregion nicht mithalten. Die Arbeitslosenquote bei jungen Togoern und Togoerinnen ist daher sehr hoch. Die Armut, vor allem auf dem Land, ist weiterhin sehr verbreitet. Togo ist bis auf das hohe Phosphorvorkommen ein rohstoffarmes Land. Zwei Drittel der Bevölkerung leben daher von der Landwirtschaft. Allerdings produzieren die Bauern und Bäuerinnen hauptsächlich für sich selbst und nicht für den Handel. Im Süden des Landes hingegen wird in einigen Regionen Kaffee, Kakao oder Baumwolle zum Export angebaut. Die Hauptstadt Lomé besitzt einen wichtigen Transithafen für den Handel in der Sahelzone und ist auch heute ein wichtiger Bankenstandort in Westafrika.

Geschichte in Togo

Archäologische Ausgrabungen belegen, dass Teile Togos schon vor über 3000 Jahren besiedelt waren. Im 15. Jahrhundert landeten die ersten Europäer an der Küste. Der Handel zwischen Westafrika und Europa nahm seinen Lauf und fand schließlich im transatlantischen Sklavenhandel seinen traurigen Höhepunkt. Viele Einwohner wurden bis ins 19. Jahrhundert als Sklaven und Sklavinnen nach Amerika verschifft. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde Togo zur deutschen Kolonie. Von der Küste aus eroberten die Deutschen das Landesinnere und errichteten Binnenlandstationen. Während des ersten Weltkriegs wurde Togo dann in eine französische und eine britische Besatzungszone geteilt. Das englische Gebiet schloss sich 1957 an Ghana an. Der heutige Staat Togo ging aus dem französischen Besatzungsteil hervor. 1960 erhielt Togo die volle Unabhängigkeit. Der erste togolesische Präsident war Sylvanus Olympio. Allerdings rief er durch seine Politik schnell Unzufriedenheit im Volk hervor. Es folgte nur 3 Jahre später ein gewaltsamer Sturz des Präsidenten. Bis 1967 herrschte eine vorübergehende Zivilregierung, der eine 40 Jahre andauernde Militärdiktatur mit Gnassingbé Eyadéma an der Spitze folgte. Ab 1990 setzte sich die togoische Bevölkerung für eine Demokratisierung ihres Landes ein. Es kam zu Massenprotesten, die schließlich zu der Bildung einer Nationalkonferenz führten. Die Übergangsregierung scheiterte jedoch und Eyadéma setzte seine Diktatur fort. Das führte zu einem Bruch mit den internationalen Unterstützern. Mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen hat das Land heute noch zu kämpfen.

Politische Lage und Sicherheit

Togo ist heute eine Präsidialrepublik. An der Spitze des Landes steht seit 2005 Faure Gnassingbé. Nach fast 40 Jahren Diktatur durch Gnassingbés Vater befindet sich das Land nun in einer Phase der Demokratisierung und gesellschaftlichen Öffnung. Die Sicherheitslage in Togo ist stabil. Dennoch solltest du z.B. Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden. Außerdem solltest du dich, wie in anderen Großstädten auch, vor Diebstählen in Acht nehmen. Gerade in Lomé häufen sich diese. Trage daher keine Wertgegenstände und nur wenig Geld bei dir.

Für wen ist Togo geeignet?

Togo ist für jeden geeignet, der ausreichende Französischkenntnisse und eine Grundfitness mitbringt.

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man in ein Entwicklungsland geht. Zwar ist der Standard des Student Houses sehr gut, doch außerhalb des Hauses, vor allem in ländlichen Gegenden, wird man mit der teils harten Realität der einheimischen Bevölkerung konfrontiert und sollte damit zurechtkommen.

Durch unsere große Anzahl von Einsatzbereichen und die frei wählbare Programmdauer ist für Jeden etwas dabei. Ob du Schüler/in, Student/in oder berufstätig, jung oder alt bist, Erfahrung hast oder etwas Neues ausprobieren möchtest, unser Rainbow Family-Team in Togo heißt dich willkommen! 

Kulturelle Besonderheiten

Kulturelle Besonderheiten Togo

Schnell wird dir die freundliche und offene Art der Togoer und Togoerinnen auffallen. Denn es ist üblich, dass auch Fremde auf der Straße gegrüßt werden. Ein Handschlag gehört bei einer Begrüßung ebenfalls dazu, ebenso wie die kurze Nachfrage wie es dem Gegenüber geht. Erkunde dich auch immer bevor du drauf los fotografierst, ob die betreffenden Personen oder ein kulturelles Ereignis fotografiert werden darf. Grundsätzlich solltest du aber niemals Bilder von Togos Präsidenten oder wichtigen staatlichen und militärischen Einrichtungen machen. Da die Hälfte der Einheimischen an Naturreligionen und damit meist an Voodoo glauben, kann es passieren, dass du während deiner Zeit in Togo die ein oder andere traditionelle Zeremonie mit erleben wirst. Beispielsweise einen Feuertanz, bei dem die Tänzer/innen über glühende Kohlen laufen.

(Quellen: auswaertigesamt.de, giz.de, bpb.de, liportal.de, welt.de, konsulat-togo.de, eda.ch)

Travel Tipps Togo

Togo Travel Tipps
  • Lomé
    Die Hauptstadt Lomé ist als Hafenstadt kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Togos. Schön ist die kolonial geprägte Altstadt und das Musée National mit ethnologischen Reichtümern.

Außerdem lohnt es sich einem der Märkte einen Besuch abzustatten. Am berühmtesten sind der Marché des Féticheurs, Togos größter Fetischmarkt, auf dem traditionelle Medizin, Vodoo-Puppen, Glücksbringer und andere Fetische verkauft werden und der Grand Marché, auf dem man allerlei Souvenirs erstehen kann. Der Marché des Féticheurs ist mit den vielen toten Tieren allerdings nichts für schwache Nerven...

  • Koutammakou
    Die UNESCO-Weltkulturstätte liegt im Nordosten Togos, Land der Batammariba. In ihren turmartige Rundhütten aus Lehm („Takienta“/“Tata“ genannt), leben die Menschen auf traditionelle Weise und sind ein „lebendiges Kulturerbe“.

  • Fazao-Malfacassa-Nationalpark
    Mitten in der Atakora-Gebirgskette liegt dieser weitläufige Nationalpark mit dem Monts du Fazao im Zentrum. Hier kannst du auf Safaris Löwen, Leoparden, Elefanten, Zebras, Gnus, Antilopen, Wasserbüffel, Affen und vieles mehr beobachten. (Beste Reisezeit ist November-April)

  • Wasserfall von Akloa
    Er ist 70m hoch und auf gut ausgebauten Wegen zu Fuß erreichbar. Der Weg führt auf Schmetterlingspfaden durch den Regenwald.

  • Togoville
    Togoville ist eine Stadt am Nordufer des Togosees und ist Namensgeber des Landes. Sie ist Heimat der Voodoo-Fetische der Ewe und man kann hier den Vodoo-Friedhof und den ehemaligen königlichen Palast besichtigen.

  • Strände
    An der Atlantikküste erwarten viele tolle Strände. Aber Vorsicht: An vielen ist das Baden zu gefährlich, da starke Unterströmungen herrschen! Sicher ist es aber z.B. bei Porto Seguro, ca. 30 Autominuten von Lomé entfernt. Grundsätzlich bitte immer bei den Einheimischen informieren, bevor du ins Wasser gehst.