Kenia

Länderinfos über Kenia

In Kenia erwartet dich Vielfalt auf mehreren Ebenen: Das Land verfügt in den Nationalparks über einen riesigen Artenreichtum, der dich begeistern wird. Landschaftlich kannst du dich auf Traumstrände, Savannen und das Hochland einstellen. Auch die verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheiden sich stark, aber heißen dich herzlich in ihrem Land willkommen.

Engagiere dich in sozialen Projekten in Kenia, und lerne dieses facettenreiche Land der Kontraste und dessen freundliche Bevölkerung kennen!

  1. Allgemeines
  2. Für wen ist Kenia geeignet?
  3. Klima in Kenia
  4. Bevölkerung in Kenia
  5. Sprache in Kenia
  6. Religion in Kenia
  7. Wirtschaft in Kenia
  8. Zur Geschichte Kenias
  9. Aktuelle politische Lage und Sicherheit
  10. Kulturelle Besonderheiten
  11. Travel Tipps Kenia

Zum Weiterlesen: Freiwilligenarbeit in Kenia

Allgemeines

Die ostafrikanische Republik Kenia grenzt an Somalia, Äthiopien, Südsudan, Uganda und Tansania sowie im Südosten mit einer Küstenlänge von ca. 480 km an den Indischen Ozean.

Mit einer Fläche von 580.367 km2 ist der Staat etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland, hat allerdings nur etwas mehr als halb so viele Einwohner (geschätzte 47,9 Millionen).

In der Hauptstadt Nairobi leben rund 3,5 Millionen Menschen.

In den 1990er-Jahren erlebte Kenia einen Touristenboom, der Anfang des neuen Jahrtausends nach Anschlägen und Unruhen im Land gestoppt wurde. Seit der Vereidigung des kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta im November 2017 hat die Sicherheit in Kenia wieder zugenommen.

Für wen ist Kenia geeignet?

Kenia: Zebras in Nationalpark

Savannen, Wüsten, Wälder, schneebedeckte Berge, riesige Tierherden und Palmenstrände – in Kenia kommen Naturliebhaber voll auf ihre Kosten. Da sich der Tourismus erst langsam wieder von seiner Krise erholt, bereisen derzeit weniger ausländische Reisegruppen das Land als vor 20 Jahren. Das heißt aber auch, dass du jetzt die Gelegenheit hast, Kenias Naturschönheiten auf Safaris ohne großen Touristentrubel zu entdecken.

Fahre zum Lake Nakuru und erlebe, wie sich Millionen Flamingos in die Lüfte erheben und in eine rosa Wolke verwandeln! Wandere durch die großartige Bergwelt rund um den erloschenen Vulkan Mount Kenya (5.199 m) und bestaune die einzigartige Flora und Fauna! Besuche den Samburu Nationalpark, der aufgrund seiner abwechslungsreichen Landschaft zu den schönsten Kenias zählt!

In Kenia begegnen dir herzliche Menschen, die sich über jeden Ausländer freuen, dem sie ihre Heimat zeigen können. Gehe offen auf die Menschen zu und lerne neue Lebensweisen kennen! Lass dich vom African Spirit anstecken!

In unseren Projekten in Kenia sind Reisende ab 18 Jahren willkommen, die über eine gesundheitliche Grundfitness und gute Englischkenntnisse verfügen. Als Volunteer solltest du in der Lage sein, ein Gespräch auf Englisch führen zu können. Wenn du deine Sprachkenntnisse testen möchtest, vereinbaren wir gern ein ungezwungenes Interview auf Englisch mit dir und geben dir im Anschluss ein ehrliches Feedback.

Klima in Kenia

Klima in Kenia

Da Kenia am Äquator liegt, ist es ganzjährig angenehm warm. Man unterscheidet jedoch zwei Klimazonen: das Hochland und die Küstenregion.

Im Hochland (ab 1.800 m) herrscht von Ende März bis Mai und Ende Oktober bis Mitte Dezember Regenzeit. Am wärmsten wird es mit ca. 25°-26°C im Januar und Februar. Während der Trockenzeit zeigt das Thermometer ca. 21°-22°C an. In den Nächten kann es auf 10°C abkühlen.

Heißer ist es an der Küste mit durchschnittlich 28°-32°C. Auch hier sind Januar und Februar die trockensten und heißesten Monate. Die Regenzeit fällt auf die Monate April und Mai. Im Oktober und November regnet es weniger stark.

Aber auch während der Regenzeit schüttet es nicht den ganzen Tag. Oft fällt der Niederschlag erst in den Nachmittags- und Abendstunden sowie nachts.

Bevölkerung in Kenia

Massai in Kenia

In dem Vielvölkerstaat leben 47,9 Millionen Menschen (Schätzung 2016). Insgesamt leben mehr als 50 verschiedene Völker in dem ostafrikanischen Staat, zum Beispiel die Kikuyu, Massai und Samburu. Rund 65 Prozent der Einwohner gehören bantusprachigen Volksgruppen an (z.B. die Kikuyu, Luhya und Kamba) sowie ca. 30 Prozent nilotischen Volksgruppen (z.B. Luo, Kalenjin, Massai, Samburu).

Etwa 80.000 Einwohner sind asiatischer und 60.000 europäischer Abstammung.

Sprache in Kenia

Die offiziellen Amtssprachen in Kenia sind Englisch und Kiswahili. Des Weiteren werden rund 70 lokale Sprachen gesprochen (z.B. Kikuyu, Kamba, Ekegusii, Kimeru, Dholuo, Kalenjin).

Religion in Kenia

Religion hat in Kenia einen hohen Stellenwert. 80% der Einwohner bekennen sich zu verschiedenen Konfessionen des christlichen Glaubens.

In der Küstenregion lebt der mit etwa 10% vergleichsweise kleine muslimische Teil der Bevölkerung.

Die restlichen 10% der Kenianer sind entweder konfessionslos, praktizieren traditionelle afrikanische Religionen oder gehören anderen Glaubensrichtungen an.

Wirtschaft in Kenia

Kenia: Verkäuferin auf Markt in Nairobi

Kenia ist die größte Volkswirtschaft Ostafrikas und zählt zu den wirtschaftlich führenden Staaten des gesamten Kontinents. Seit 2014 gilt Kenia bei der Weltbank als Land mit mittlerem Einkommen. Seine strategisch günstige Lage am Indischen Ozean ermöglicht es den Nachbarländern, Maschinen, Autos und weitere Produkte aus Asien einzuführen. Kenia exportiert hauptsächlich Tee, Kaffee und Schnittblumen.

Auch der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig Kenias. Doch infolge von Unruhen nach den Wahlen 2007 und terroristischen Anschlägen in den vergangenen Jahren brachen die Besucherzahlen ein. Nachdem Ende 2017 der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta vereidigt wurde, hat sich in puncto Sicherheit einiges zum Positiven gewendet, und die Touristenzahlen steigen wieder.

Kenia hat trotz seines stabilen Wirtschaftswachstums mit enormen Herausforderungen zu kämpfen: Die soziale und regionale Ungleichverteilung von Einkommen ist sehr hoch, die Kluft zwischen Arm und Reich so groß wie in kaum einem anderen afrikanischen Land. Rund ein Drittel der Kenianer muss mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung wohnt in Städten, über die Hälfte davon fristet ihr Dasein in Slums.

Des Weiteren leidet Kenias wichtigster Wirtschaftssektor, die Landwirtschaft, unter den Auswirkungen des Klimawandels und einer unzureichenden Infrastruktur. Grundnahrungsmittel müssen beispielsweise teuer aus dem Ausland eingeführt werden.

Auch Korruption ist weit verbreitet. Bisher erwies es sich als schwierig, notwendige Reformen zu ihrer Bekämpfung einzuleiten.

Zur Geschichte Kenias

Kenia gilt – neben Tansania und Äthiopien – als Wiege der Menschheit: In diesen Regionen Afrikas entwickelte sich die
Gattung Homo.

Ab dem ersten Jahrhundert setzte vermutlich der Handel mit Arabien ein und es kamen die ersten Araber in die Region. Gegen Ende des ersten Jahrtausends wurden an der Küste Handelsstädte wie zum Beispiel Mombasa gegründet, die eng mit der arabischen Welt verbunden waren. Auch der Islam verbreitete sich. Etwa zur gleichen Zeit ließen sich Niloten und Bantus in dem Land nieder.

Um 1500 landeten portugiesische Seeleute an der Küste Kenias. Um 1700 wurden sie von zwei arabischen Dynastien vertrieben, die die Region unter sich aufteilten. 1887 begann die Zeit der Kolonialherrschaft: Der größte Teil des Landes fiel an die Briten und ein weiterer Teil an die Deutschen. Um 1900 wurde die erste Eisenbahn gebaut und europäische Siedler erreichten das Hochland. Auch Inder zogen nach Kenia.

1920 wurde das ostafrikanische Land offiziell zur britischen Kronkolonie. Bis in die 1940er-Jahre herrschten die europäischen Kolonialherren über Politik und Ackerland, während die Inder Kleinhandel betrieben. Viele Afrikaner arbeiteten in der Landwirtschaft und bauten Kaffee und Baumwolle an, andere verdienten ihren Lebensunterhalt in den Städten.

Ab der 1920er-Jahre kämpften die Kikuyu gegen die britische Kolonialherrschaft. In den 1950er-Jahren erreichte diese Protestbewegung mit dem blutigen "Mau-Mau-Aufstand" seinen Höhepunkt. Viele Anführer landeten im Gefängnis. Ende 1963 erhielt Kenia die volle Unabhängigkeit, verblieb jedoch im British Commonwealth. Seit 1964 ist Kenia eine Republik.

Das zu jener Zeit etablierte Einparteiensystem wurde ab 1982 auf Drängen der internationalen Gebergemeinschaft in einem Demokratisierungsprozess reformiert. 1992 fanden die ersten freien Wahlen statt. Heute ist Kenia trotz vieler Probleme der stabilste und wirtschaftlich stärkste Staat Ostafrikas.

Aktuelle politische Lage und Sicherheit

Seit der Vereidigung des kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta im November 2017 hat die Sicherheit in Kenia wieder zugenommen. Damit du deine Zeit vor Ort unbeschwert genießen kannst, solltest du jedoch einige Hinweise beherzigen. Lass dich zum Beispiel immer von unserem kenianischen Team beraten, bevor du auf Ausflüge gehst oder andere größere Freizeitaktivitäten planst. Auch bei anderen Fragen stehen dir die Mitarbeiter/innen gern zur Verfügung.

Nimm so wenig Wertsachen wie möglich mit nach Kenia und lass sie nach Möglichkeit in der Unterkunft. Laufe nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein durch die Straßen. Werde nicht leichtsinnig, auch wenn du dich schon gut eingelebt hast.

Natürlich hast du kein Interesse daran, Drogen zu konsumieren. Trotzdem hier ein Hinweis: Drogendelikte (auch der Besitz von Marihuana für den Eigenbedarf) werden in Kenia hart bestraft – selbst wenn es sich um geringe Mengen handelt. Auch ohne Verurteilung droht eine mehrjährige Untersuchungshaft.

Kulturelle Besonderheiten

Die Kenianer sind stolz auf ihre ethnische Zugehörigkeit, die ihnen oft wichtiger ist als ihre Staatsangehörigkeit. Was ihre Lebensweise betrifft, ist vor allem in den Großstädten der Einfluss des Westens deutlich spürbar. So stehen Konsumgüter wie Handys, Computer, Kosmetik und Autos bei der Bevölkerung hoch im Kurs.

Im Umgang mit den Menschen wirst du erleben, dass sich einige Verhaltensweisen von den unseren unterscheiden. Wundere dich zum Beispiel nicht, wenn dir Kenianer nicht direkt in die Augen schauen. Damit möchten sie dir Respekt entgegenbringen, denn den direkten Blickkontakt empfinden sie in der Regel als unangenehm.

Mit dem Zeitbegriff gehen sie oft flexibel um. Pünktlichkeit hat in Kenia nicht den gleichen Stellenwert wie in Deutschland. Solltest du mal bei einer Verabredung warten müssen, ärgere dich nicht. Genieße die Zeit in dem wunderschönen Land mit seinen offenen freundlichen Menschen!

Travel Tipps Kenia

Kenia: Gepard in Nationalpark

Nairobi: Kenias quirlige Hauptstadt Nairobi liegt auf 1624 m Höhe und gehört damit zu den höchstgelegenen Hauptstädten Afrikas. Für viele ausländische Gäste bildet sie den Startpunkt ihrer Reise.
Nimm dir für die größte Stadt Kenias, die sowohl moderne Wolkenkratzer als auch viel Grün zu bieten hat, zwei bis drei Tage Zeit! Schlendere über die zahlreichen Märkte und besuche eines der interessanten Museen, zum Beispiel das Nationalmuseum, Eisenbahnmuseum oder Karen-Blixen-Museum, in dem du mehr über das Leben der dänischen Schriftstellerin erfährst.

Entdecke den bekannten Nairobi Nationalpark, der nur sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Rund 80 Säugetier- und 500 Vogelarten leben in dieser Savannenlandschaft, darunter die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner.

Mombasa: Die zweitgrößte City Kenias auf Mombasa Island ist die wichtigste Hafenstadt Ostafrikas. Ihr Wahrzeichen sind die „Mombasa Tusks“ (Stoßzähne, die einen Torbogen bilden). Versäume nicht, dir das Fort Jesus anzuschauen, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Festung mit seiner außergewöhnlichen Architektur wurde 1593 von einem italienischen Architekten errichtet, als Mombasa unter portugiesischer Herrschaft stand.

Viele Häuser der Altstadt stammen aus dem 19. Jahrhundert, darunter sind zahlreiche arabische Häuser, die mit ihren aufwendigen Schnitzereien und den in Messing gefassten Türen sehenswert sind. Am alten arabischen Hafen legen wie seit 2000 Jahren die typischen Dhaus an, die mit Gewürzen und Kaffee beladen sind.

Diani Beach: Kenia ist auch bekannt für seine traumhaften Strände. Als der schönste gilt der Diani Beach. Hier erwartet dich ein 20 km langer weißer Sandstrand und türkisblaues Wasser! Hier bieten sich z.B. auch Tauchausflüge an, denn direkt vor dem Traumstrand befinden sich die besten Tauchspots.

Masai Mara: Die Masai Mara im Süden Kenias ist der kenianische Teil der Serengeti. Das Gebiet ist sehr artenreich und für die gewaltigen Herdenwanderungen bekannt. So begeben sich unter anderem Gnus, Zebras und Gazellen im Laufe des Jahres in Abhängigkeit von den Regenzeiten aus den nördlichen Gebieten der Masai Mara in den Süden der Serengeti und wieder zurück.

Lake Nakuru-Nationalpark: Dieser Nationalpark bietet dir ein ganz besonderes Naturspektakel: Jährlich versammeln sich hier rund zwei Millionen Flamingos, wodurch sich der See in einen nahezu rosa Fleck in der Landschaft verwandelt . Ein einmaliger Anblick, den du dir nicht entgehen lassen solltest!

Nationalparks: Kenia verfügt über zahlreiche weitere Nationalparks und Naturschutzgebiete der Extraklasse. Besuche den Tsavo-Nationalpark, den Amboseli-Nationalpark oder Mount-Kenya-Nationalpark! Tauche ein in die atemberaubende Natur, bewundere den Tierreichtum und erlebe hautnah die „Big 5“! Unser Team vor Ort wird dich gern rund um diese Ausflüge beraten.