Freiwilligenarbeit mit Schimpansen in Uganda

Schütze mit deinem Engagement Schimpansen am Lake Victoria

Als Volunteer im Schimpansen Projekt befindest du dich auf einer Insel und unterstützt eine Auffangstation, sich um Schimpansen zu kümmern. Die Futterzubereitung, die Fütterung oder die medizinische Versorgung der Affen kann zu deinen Aufgaben gehören – das kommt auf deine mitgebrachten Vorkenntnisse an. 

Programm Information

Über deine Freiwilligenarbeit mit Schimpansen in Uganda

Alter: Ab 18 Jahren
Anforderungen: Spaß an der Arbeit im Team und mit Tieren, insbesondere Affen, gesunde Fitness, Flexibilität
Sprache: Englisch, Swahili, Luganda / Voraussetzung: gute Englischkenntnisse / Empfehlung: Luganda Sprachkurs 
Standort: Lake Victoria, Western Region
Einsatzdauer: 4 Wochen
Unterkunft: Unterkunft an der Einsatzstelle
Verpflegung:  Frühstück, Mittag- und Abendessen
Transferleistungen: Flughafentransfer zur Unterkunft der 1. Nacht
Arbeitskleidung:
Sonstiges: Elektrizität, Internet und Handyempfang vorhanden / Anreise auf die Insel ist nur an bestimmten Wochentagen möglich

Wilderer, Waldabholzung und illegaler Tierhandel: Affen brauchen unseren Schutz

Volunteering-mit-Schimpansen-in-Uganda

Die Population der Schimpansen wird durch Wilderer, Waldabholzung und illegalen Tierhandel stark gefährdet. Die rund 150.000 wild lebenden Schimpansen sind in Uganda einer zusätzlichen Gefährdung ausgesetzt:

Buschfleisch (Fleisch von Wildtieren) zählt in der Bevölkerung als Delikatesse und wird vor allem in ländlichen Regionen gerne verzehrt. So auch das Fleisch von Menschenaffen. Hilf in diesem Projekt dabei, die Schimpansen und ihren Lebensraum zu schützen und Bewusstsein für die Notwendigkeit des Natur- und Tierschutzes vor Ort zu schaffen!

Deine Freiwilligenarbeit mit Schimpansen in Uganda

Deine Einsatzstelle und Ziele der Projektarbeit

Das Schimpansen Insel Projekt befindet sich auf einer kleinen naturbelassenen Insel im Victoriasee. Die Insel ist bis auf das Camp-Gelände mit dichtem Wald bewachsen und wird von verschiedenen Tierarten bewohnt.

Bei deiner Einsatzstelle handelt es sich um eine Auffangstation, die sich um Schimpansen kümmert. Die Affen kommen aus verschiedenen Orten Ugandas. Sie wurden gerettet oder aus Verhältnissen konfisziert, die nicht der artgerechten Haltung entsprachen. In der Einrichtung werden die Tiere medizinisch versorgt und gefüttert. Jedoch wird darauf geachtet, den menschlichen Kontakt möglichst gering zu halten.

Auf der ca. 40 Hektar großen Waldfläche sollen die Affen geschützt aber unter ähnlichen Lebensbedingungen wie in freier Wildbahn leben können. Auch die Erhaltung der allgemeinen Artenvielfalt auf der Insel gehört zum Vorhaben des Projekts. Es gibt eine tierärztliche Einrichtung und eine Forschungsabteilung für Verhaltensforschung.

Zudem koordiniert unsere Einsatzstelle verschiedene Programme im Bereich Naturschutz und Bildungsarbeit. Diese finden zum einen auf der Insel und zum anderen außerhalb statt, etwa in einem Wildlife Bildungszentrum in der Western Region von Uganda oder an lokalen Schulen. Im Rahmen dieser Programme werden verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Forschung, Naturschutz und Gemeindeentwicklung ergriffen. Diese sollen dem Erhalt der Schimpansen Population und deren Lebensraum dienen und Bewusstsein für die Bedeutung von Tier- und Umweltschutz schaffen. Beispielsweise werden hier Primaten Populationen überwacht oder Baumpflanzungen initiiert.

Ziel deiner Freiwilligenarbeit mit Schimpansen in Uganda ist es, die Schimpansen Population in ihrem natürlichen Lebensraum zu sichern und Bewusstsein für die Bedeutsamkeit des Natur- und Tierschutzes zu schaffen.

Deine Aufgaben während deiner Projektarbeit mit Schimpansen

Bei deiner Freiwilligenarbeit handelt es sich um eine Projektkombination im Rahmen eines vierwöchigen Programms. In der Regel arbeitest du zwei Wochen lang auf der Insel in der Auffangstation und wirkst zwei Wochen beim Naturschutz- und Bildungsprogramm mit.

Achtung: Wenn du alleine anreist, dann bist du aus logistischen Gründen für die gesamten 4 Wochen auf der Schimpansen-Insel tätig und reist nicht weiter zum Naturschutz- und Bildungsprogramm.

Im Schimpansen Insel Projekt hilfst du bei der Futterzubereitung, der Fütterung der Affen und der Gehegereinigung mit. Während der Fütterung befinden sich die Schimpansen in einem separaten Areal und du kannst die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Du erhältst dabei interessante Einblicke in das Sozialverhalten der Schimpansen. Beachte jedoch, dass das Projekt kein Zoo ist und du die Tiere nicht anfassen kannst.

Auch bei den Besuchertouren auf der Insel hilfst du mit. Dies kann die Begleitung der Führungen, Waldwanderungen oder Aufklärungstätigkeiten beinhalten. Morgens findet ein tägliches Meeting statt, bei dem die Aufgaben verteilt werden.

Bei deiner Freiwilligenarbeit im Naturschutz und Bildungsprogramm hilfst du beispielsweise bei Baumpflanzungen und der Erstellung von Wald-Landkarten. Zudem wirkst du bei der Gestaltung des Aufklärungs- und Kulturangebotes mit. Hier hilfst du z.B. Schüler/innen durch Musik, Filme, Theaterstücke oder der Thematisierung aktueller Debatten für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren.

Auch bei Maßnahmen der Hilfe zur Selbsthilfe kannst du mitwirken. So kannst du den örtlichen Gemeinschaften beispielsweise zeigen, wie sie sich durch den nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse oder die Haltung von Bienen selbst versorgen können. Zudem begleitest du Exkursionen zu verschiedenen Wildlife Reservaten.

Dein Arbeitsalltag im Projekt

Deine täglichen Arbeitszeiten können variieren und werden vor Ort mit dir besprochen.

Deine Freizeitgestaltung vor Ort

In deiner Freizeit kannst du gemeinsam mit anderen Volunteers die faszinierende Natur Ugandas erkunden und spannende Safaris unternehmen! Mehr Freizeit- und Reisetipps findest du hier.

Der Ablauf deines Aufenthaltes im Schimpansen-Projekt

Deine Ankunft in Entebbe, Uganda

Am Flughafen Entebbe angekommen, wirst du von einem unserer Mitarbeiter der Rainbow Family abgeholt, welcher dich nach Kampala bringt. Der Transfer vom Flughafen nach Kampala ist in unseren Leistungen enthalten und dauert etwa eine gute Stunde, je nach Verkehrslage. Unser Team sorgt dafür, dass du sicher in der Unterkunft ankommst und ist über die gesamte Zeit während deiner Freiwilligenarbeit oder deinem Auslandspraktikum in Uganda dein Ansprechpartner.

In den ersten ein bis zwei Tagen wirst du in einem Hostel in Kampala untergebracht. Dort wirst du auch andere Volunteers treffen, mit denen du dich über die Erfahrungen in Uganda austauschen kannst.

Orientierungs-Programm für deinen Aufenthalt mit RGV in Uganda

Während der ersten zwei Tage, in denen du im Hostel in Kampala untergebracht bist, wirst du von unserem Team auf deinen bevorstehenden Aufenthalt in Uganda vorbereitet. Je nachdem um welche Uhrzeit du in Kampala gelandet bist, wird das Team mit deinem Orientierungs-Programm durchstarten. Es werden dir Aktivitäten sowie einzelne Ausflüge angeboten, welche dir helfen, das Land und die Leute besser kennenzulernen sowie mehr über die Kultur zu erfahren. Unser Team zeigt dir was du beachten musst, damit du dich gut in in der Umgebung zurechtfindest und informiert dich über deine Tätigkeiten und Aufgaben in deinem Projekt.

Das Programm beinhaltet: Sightseeing in Kampala, Besuch eines Marktes, Geld wechseln in Uganda und Besorgen einer SIM Karte, ugandische Küche, Verhaltensregeln, Informationen, Geschichte und Kultur, Kennenlernen des öffentlichen Verkehrs...

Deine Weiterreise zum Lake Victoria in das Schimpansenprojekt

Nach dem Orientierungs-Programm trittst du deine Weiterreise zum Lake Victoria an. Du gelangst mit einem Boot zur Projektinsel. Der Termin für deine Überfahrt wird dir gleich zu Beginn nach deiner Ankunft in Kampala mitgeteilt. Die Kosten für den Transfer mit dem Boot sind von dir vor Ort zu entrichten (Gruppenüberfahrt ca. $45, Einzelfahrt ca. $250).

Unser Projektstandort am Lake Victoria

Unser RGV Standort am Lake Victoria liegt im südlichen Teil Ugandas. Geschichtlich gesehen ist der See sehr jung – denn er ist noch keine 1 Million Jahre alt! Dafür aber der größte Süßwassersee ganz Afrikas, der über mehrere kleine Inseln verfügt. Benannt wurde er nach der damaligen Queen Victoria von England. Durch die wassereiche Umgebung ist eine bewachsene Region gegeben. Der ideale Ort für Tiere!

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Bei den Schimpansen in Uganda

Schimpansenprojekt am Lake Victoria

Besonders Schimpansen fühlen sich hier wohl, weshalb du hier unser Schimpansen Projekt unterstützen kannst.

Der zweite Teil des Schimpansen-Projekts findet in Hoima statt. Der Hoima Distrikt befindet sich im nord-westlichen Teil Ugandas. Hier findet das Feld-Projekt der Freiwilligenarbeit mit Schimpansen statt. In diesem Teil der Projektarbeit liegt der Fokus auf Bildungsprogrammen und Aufklärungsarbeit. Außerdem werden in Hoima Beobachtungsarbeiten betrieben, Bäume gepflanzt für die Affen und weitere Reservaterhaltungsmaßnahmen in Angriff genommen.

Deine Unterkunft im Schimpansen-Projekt

Unterkunft im Schimpansen Projekt in Uganda

Am Lake Victoria  

Während deiner Zeit im Schimpansen-Projekt in Uganda verbringst du den ersten Teil deiner Freiwilligenarbeit auf einer naturbelassenen Insel am Lake Victoria. Dein Schlafzimmer, ausgestattet mit allem Nötigen, teilst du dir ggf. mit anderen Volunteers, falls welche zeitgleich im Projekt sind! Dort hast du ein Bett, eine Toilette und eine Dusche mit warmen Wasser. Ein Handtuch wird dir von der Unterkunft gestellt. Trotzdem solltest du dir unbedingt noch welche zusätzlich von zu Hause mitbringen. Es kommt täglich ein Reinigungsdienst und ebenso steht dir fließender Strom zur Verfügung!

Solltest du gerne einmal deine Liebsten zu Hause anrufen wollen, ist das überhaupt kein Problem. Denn die Unterkunft verfügt über WIFI und hat notfalls auch noch einen Computer, den jeder benutzen darf! Um deine Wertgegenstände musst du dich ebenso nicht sorgen, notfalls kannst du auch die gestellten Safes vor Ort nutzen, wenn du das möchtest.

Für dein leibliches Wohl wird obendrein auch noch gesorgt, denn du erhältst täglich drei authentische Mahlzeiten! Frühstück, Mittag- und Abendessen werden für dich zubereitet. Du musst also nichts weiter tun und kannst dich voll und ganz auf deine Projektarbeit konzentrieren!

In deiner Freizeit kannst du mit Gleichgesinnten den sagenumwobenen Lake Victoria und seine Inseln erforschen.

In Hoima

Für die dritte und vierte Woche deines Schimpansen-Projekts bist du im Nord-Westen Ugandas stationiert – im Hoima District. Hier erwartet dich neben einer traumhaften Landschaft ein bequemes Gemeinschaftszimmer mit Warmwasser-Dusche. Täglich schaut ein Reinigungsdienst vorbei, wodurch ein guter Zimmerstandard gewährleistet ist. Gegen eine kleine Gebühr kannst du auch einen Wäsche-Service nutzen, das liegt ganz bei dir. Außerdem gibt es fließend Strom und falls du mal Internet brauchst, gibt es einen gemeinschaftlichen Computer, den du mitbenutzen darfst.

Um deine Verpflegung musst du dich hier auch nicht sorgen: In deinen Leistungen ist ein Frühstücksbuffett, ein Lunch-Picknick-Paket und ein leckeres Abendessen mitinbegriffen!

Jetzt kannst du entspannt durchstarten und dich vom traumhaften Uganda verzaubern lassen. Schnappe dir deine Volunteer-Kolleg/innen und erkundet gemeinsam die aufregende Umgebung um das Schimpansen-Reservat!

Deine Ansprechpartner im Schimpansen-Projekt

Joshua fing als Tierarzt und Tierheim Manager an und ist nun auch Programmkoordinator. Er kümmert sich nicht nur mit Leib und Seele um die Gesundheit der Tiere, sondern auch um die Lehrveranstaltungen und andere Angebote des Reservats. Martha ist für das Marketing im Schimpansen Projekt zuständig. Sie freut sich daran, das Projekt zu vermarkten, da ihr Herz daran hängt. Ohne Anstrengung kann sie die schönsten Geschichten über die Schimpansen erzählen und somit ihrem Job nachkommen.

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Erfahrungsbericht von Monkey Island in Uganda

Erfahrungsbericht von Monkey Island in Uganda
Meine Zeit auf der Schimpansen Insel

Ich habe mir einen Traum erfüllt. Für sechs Wochen bin ich nach Afrika gereist. Zuerst bin ich nach Südafrika geflogen und habe dort eine zweiwöchige Reise gemacht. Das war schon sehr erlebnisreich. Anschließend flog ich von Kapstadt nach Entebbe in Uganda und machte dort eine 4-wöchige Freiwilligenarbeit im Schimpansen-Projekt.

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Freiwilligenarbeit Uganda Erfahrungsbericht

Freiwilligenarbeit Uganda Erfahrungsbericht
Schimpansen-Projekt und Brunnenbau

Afrika, Uganda, Nkokonjeru… Ein Kontinent, viel zum Staunen! Ein Land, viel zum Lieben! Ein Dorf, viel zu Helfen! Hart arbeitende Frauen, liebenswürdige, staunende Kinder mit großen Augen, Augen aus zerflossener Schokolade; tanzende Menschen, zu Musik, die alles Andere auf...

Preise & Leistungen

Gebühren

Das Basispaket kann wochenweise bis zu einem Jahr verlängert werden.

Basisgebühr
€ 3.190,-
4 Wochen Teilnahme und Kosten für Hin- und Rückflug (siehe Leistungen)
Verlängerungswochen
bis zu 1 Woche jeweils
€ 515,- / Woche

Preis individuell berechnen Preis individuell berechnen
Wie lange möchtest Du bleiben?

Endpreis
€ 3.190,-

Enthaltene Leistungen

  • Buchung von Hin- und Rückflug, Kosten der Flüge bis maximal 700,- Euro in den angegebenen Gebühren eingeschlossen

  • Organisation des gesamten Aufenthalts inkl. Platzierung im Projekt

  • 4 Wochen Freiwilligenarbeit

  • Airport Transfer am Tag der An- und Abreise 

  • Orientierungs-Programm mit dem RGV Team vor Ort

  • Persönliche Ansprechpartner und Anleitung durch das RGV Team vor Ort

  • RGV Ansprechpartner in deinem Projekt

  • Unterbringung bei der Einsatzstelle

  • Verpflegung: Frühstück, Mittag- und Abendessen

  • 24/h Notfallnummer

  • Individuelle Beratung durch das ortskundige RGV Team in München

  • Unterstützung bei der Reisevorbereitung (Impfschutz, Versicherung, Sicherheit)

  • Umfangreiches RGV Reise ABC für deine Reisevorbereitung

  • Rainbow Family T-Shirt

  • Teilnahme-/Praktikumsbescheinigung

Nicht enthaltene Leistungen

  • Visum und Impfungen (Bitte Reisehinweise beachten)

  • Reise- und Reiserücktrittsversicherung

  • Transferkosten zum Projektstandort 

  • Getränke

  • Private Ausgaben vor Ort

  • Öffentliche Verkehrsmittel und extra Transfers

  • Alle Übernachtungen außerhalb deiner vereinbarten Unterkunft

Länderinfos & Magazin

Stöbere in unserem Magazin

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In unserem Magazin findest du Erfahrungsberichte von der Freiwilligenarbeit in Afrika und Asien, Reisetipps, Interviews, Bildergalerien, Videos und vieles mehr. Außerdem: Alles zum Thema Reisevorbereitung.

zum Magazin

Länderinfos über Uganda

Wenn du in Uganda etwas bewegen und soziales Engagement zeigen möchtest, wirst du dich in erster Linie fragen, in welchen Bereichen dein Einsatz sinnvoll ist und mit welcher Tätigkeit den Menschen vor Ort am besten geholfen ist. Dazu muss zunächst die Situation vor Ort richtig eingeschätzt werden. Uganda zählt zu den ärmeren Ländern, es gibt nur eine geringe Wirtschaftskraft, eine ausbaufähige Infrastruktur und die meisten der Berufstätigen finden sich in der Landwirtschaft und in ländlichen Regionen wieder. Gerade im ländlichen Bereich ist die Analphabeten-Quote Ugandas noch sehr hoch, Kinder helfen oft ihren Eltern bei der Farmarbeit und der Besuch der Schule wird teilweise vernachlässigt.

Erschwerend kommt hinzu, dass Lehrer/innen und Betreuer/innen in ländlichen Regionen schlecht und zeitweise gar nicht bezahlt werden. Personalmangel an sozialen Einrichtungen wie Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen sind das Resultat und die Kinder sind die Leidtragenden. Besonders in diesem Bereich wird Hilfe essentiell benötigt.

Genau an dieser Stelle möchten wir ansetzen und mit Hilfe unserer Teilnehmer/innen in sozialen Einrichtungen den Betreuer- und Lehrermangel etwas kompensieren. Da Uganda noch zu jenen afrikanischen Länder zählt, in dem ehrenamtliche Mitarbeit weniger gängig sind als zum Beispiel in Südafrika, leisten wir an dieser Stelle noch Pionierarbeit und freuen uns ganz besonders über dein Interesse für Uganda.

Zum Weiterlesen: Freiwilligenarbeit in Uganda

Zum Weiterlesen: Praktikum in Uganda

Auslandsaufenthalt in Uganda

Länderinfo Uganda

Allgemeines zu Uganda

Die Republik Uganda liegt direkt am Äquator und hat etwa die Größe Großbritanniens. Im Inneren des östlichen Afrikas gelegen, grenzt das Land im Norden an den Südsudan. Dem Uhrzeigersinn folgend hat es außerdem eine gemeinsame Grenze mit Kenia, Tansania, Ruanda und im Westen über das Ruwenzorigebirge mit der Demokratischen Republik Kongo. Vom trockenen Norden des Landes einmal abgesehen, ist Uganda ein sehr wasserreiches und fruchtbares Land mit einer vielfältigen Vegetation und artenreichen Tierwelt. Die vom Aussterben bedrohten Berggorillas z.B. findet man heute weltweit ausschließlich in den tropischen Regenwäldern Ugandas und dessen Nachbarstaaten.
Seit dem 09. Oktober 1962 ist das ehemals britische Protektorat unabhängig von Großbritannien, ist aber bis heute Mitglied im Commonwealth of Nations. Nach sehr unruhigen Jahrzehnten, in denen Diktatur, Krieg und Terror dem Land zusetzten, herrschen mittlerweile relativ stabile politische Verhältnisse in Uganda. Der Demokratisierungsprozess ist allerdings noch nicht vollkommen abgeschlossen, da die seit 1986 machthabende Partei weiterhin diktatorisch in das politische Geschehen eingreift. Heute leben knapp 38 Millionen Menschen in Uganda, davon ca. 2 Millionen in der Hauptstadt Kampala. Die Amtssprachen sind Englisch und auch Swahili.

Klima in Uganda

In Uganda gibt es keine Jahreszeiten wie in Europa. Es herrscht stattdessen ganzjährig ein gemäßigtes tropisches Klima, das sommerlichen Verhältnissen in Mitteleuropa ähnelt. Die Tagestemperaturen bewegen sich meist zwischen 25 °C und 30 °C, und fallen nachts auf Werte um die 16 °C bis 18 °C. Auch an unseren Einsatzorten bleibt es das ganze Jahr über mild: Deine Wintergarderobe kannst du also getrost zuhause lassen! Die heißesten Monate sind Dezember bis Februar, am kühlsten sind Juli und August. Der meiste Regen fällt von März bis Mai, aber auch rund um den November kommt es vermehrt zu Niederschlägen. Die regenreichste Region ist das Ruwenzorigebirge, an dessen Fuß auch der Kibale National Park liegt, wo wir unser Naturschutz-Projekt anbieten. Am trockensten ist es im Nordosten des Landes, in dem halb-wüstenartige Bedingungen herrschen.

Bevölkerung in Uganda

Rund 38 Millionen Menschen leben heute in Uganda. Wie die meisten Länder Afrikas, so ist auch Uganda ein Vielvölkerstaat, der von mehr als 40 ethnische Gruppierungen bewohnt wird. Diese lassen sich zwei übergeordneten Gruppen zuordnen: Bantuvölker (ca. 60%), die vor allem den Süden des Landes bewohnen und Nilotenvölker (ca. 15%), die den Norden besiedeln. Gemeinsam mit Niger und Tschad gilt Uganda als das Land mit der jüngsten Bevölkerung weltweit: 48% der Ugander sind unter 15 Jahren und nur 2% sind älter als 64. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei knapp unter 60 Jahren. Das niedrige Durchschnittsalter ist nicht zuletzt auch eine Folge des Kinderreichtums: Im Schnitt bekommt eine ugandische Frau heute 6 Kinder. Seit den 60er Jahren hat sich die ugandische Bevölkerung etwa versechsfacht.
Der Anteil derer, die unterhalb der internationalen Armutsgrenze (verdienen täglich weniger als $ 1,25) leben, liegt in Uganda heute bei etwa 37%. Noch in den 90er Jahren waren es nahezu 60%. Von diesem großen Entwicklungsschritt profitierte jedoch vor allem die südliche Region.

Sprache in Uganda

In Uganda werden mehr als 40 verschiedene Sprachen gesprochen. Die Amtssprachen sind Englisch und Swahili. Swahili wird aber von nur wenigen Ugander/innen auch aktiv genutzt. Wesentlich verbreiteter ist die Sprache Luganda, die vor allem in der Südhälfte des Landes gesprochen wird, also auch an unseren Standorten in Kampala, Nkonkonjeru und Kibale National Park. Luganda gehört zu den sogenannten “Bantu-Sprachen“. In der Nordhälfte des Landes hingegen spricht man sogenannte “nilotische Sprachen“. Ateso ist eine solche nilotische Sprache und wird von den Einheimischen an unserem Standort Kumi gesprochen.

Religion in Uganda

Uganda kam erst relativ spät in Berührung mit Religion, die nicht auf afrikanischem Boden gewachsen ist: Erst ab dem 19. Jahrhundert fassten der Islam und das Christentum Fuß auf ugandischem Boden. Arabische Händler und europäische Missionare verbreiteten ihre jeweiligen Glaubensansätze dann aber mit so nachhaltigem Erfolg, dass heute nur noch eine kleine Minderheit traditionell-afrikanischen Glaubens ist. Mehr als 80% der Ugander/innen sind Christen, ca. 12% glauben an den Islam. Religionsfreiheit ist in Uganda verfassungsrechtlich garantiert und interreligiöse Konflikte bilden die Ausnahme.

Zur Geschichte Ugandas

Uganda gilt als wahrscheinliche “Wiege der Menschheit“: Ausgrabungen belegen, dass bereits vor 150.000 Jahren Menschen hier gelebt haben.
Die jüngere Geschichte des Landes beginnt etwa im 10. Jahrhundert mit der Bildung von verschiedenen Königreichen auf dem heutigen ugandischen Staatsgebiet. Erste Kontakte zur arabischen Welt gibt es ab dem 17. Jahrhundert: Sklaven und Elfenbein bestimmen den Handel. Ab dem 19. Jahrhundert beginnen Austausch und bald auch Konfrontation mit verschiedenen europäischen Mächten. Nach Jahrzehnten des europäischen Wettstreitens um ugandischen Boden, setzt sich Großbritannien durch und herrscht ab 1885 über das Land.
Bereits ab 1915 nehmen Unabhängigkeitsbestrebungen in Uganda Form an. In den 50er Jahren kommt es zur Bildung eines Kongresses sowie mehrerer politischer Parteien. Die ersten Parlamentswahlen finden 1958 statt. Vier Jahre später, am 9. Mai 1962, folgt die Unabhängigkeit von Großbritannien. Eine Phase diktatorischer Gewaltherrschaft mündete 1971 in der Militärdiktatur Idi Amins (1971-1979), die bis zu 300.000 Ugander/innen das Leben kostete.
Es folgen weitere fünf Jahre gekennzeichnet von Gewalt, bevor im Jahre 1986 schließlich Yoweri Kaguta Museveni Präsident wird. Eine neue Verfassung wird eingeführt, ein Demokratisierungsprozess beginnt und die politische und wirtschaftliche Situation beruhigt sich seither zunehmend. Diese positive Entwicklung beschränkt sich jedoch auf die Südhälfte Ugandas, wo sich auch all unsere Projekte befinden. Im Norden des Landes beginnen 1988 Kämpfe, die erst im Jahre 2008 enden sollten. 20 Jahre lang andauernde Massenvertreibungen, sowie die Zwangsrekrutierung und Versklavung von zehntausenden Kindersoldaten sorgten dafür, dass Nord-Uganda bis heute weit weniger entwickelt ist als der durch RGV Programme unterstützte Süden.

Aktuelle Politische Lage und Sicherheit

Im Allgemeinen gilt Uganda als eines der sichersten Länder Afrikas. Der im Jahre 1986 noch ohne Wahlverfahren Präsident gewordene Museveni wurde in allen seither erfolgten Wahlen im Amt bestätigt. Offiziell sind seit 2005 zwar andere Parteien zugelassen, faktisch aber dominiert Musevenis Regierungspartei seit fast 30 Jahren das politische Geschehen. Das demokratische System Ugandas trägt dadurch noch stark diktatorische Züge und auch die Macht des Militärs ist ungebrochen. Die Justiz gilt als weitgehend unabhängig, aber sowohl hier als auch bei der Polizei, im Gesundheitssystem und im Verwaltungsapparat stellt Korruption ein großes Problem dar.
Im Hinblick auf die Wahrung der Menschenrechte hat Uganda formell alle internationalen Konventionen unterzeichnet und sich zu deren umfassender Einhaltung verpflichtet. Tatsächlich aber gibt es gravierende Menschenrechtsverletzungen: Die Rekrutierung von Kindersoldaten, mangelhafte Ahndung von Gewalt gegenüber Frauen, besonders aber die gesetzliche Verfolgung von Homosexuellen werden nicht ausreichend strafrechtlich verfolgt. Das Auswärtige Amt warnt die nach Uganda Reisenden lediglich vor Aufenthälten in den Grenzregionen zu Kongo, Südsudan und Kenia. Außerdem rät es zur Meidung von große Menschenansammlungen. Um stets auf dem neuesten Stand der Sicherheitslage zu sein, empfehlen wir die Webseite des Auswärtigen Amtes. Vor Ort ist natürlich unser Team ansprechbar für all deine Fragen und Anliegen!

Für Wen ist Uganda geeignet?

Uganda eignet sich für jeden zwischen 17-99 Jahren, der über eine gesunde Grundfitness und ausreichende Englischkenntnisse verfügt. Als Volunteer musst du nicht fließend Englisch sprechen, solltest dich aber gut verständlich machen können.

Du wirst in ein Entwicklungsland reisen und solltest dir darüber im Klaren sein, dass sich das Leben dort von deinem gewohnten unterscheidet. In der Stadt haben die Volunteer-Unterkünfte einen guten Standard, doch bei den ökologischen Projekten wohnst du bei Gastfamilien im Landesinneren in einfacheren Verhältnissen. Zwar gibt es Strom, doch zum Teil kein warmes Wasser. Auf Dinge dieser Art solltest du dich einstellen und damit gut umgehen können. Ob du Schüler/in, Student/in, Berufstätige/r oder Pensionist/in bist, wir und unsere Rainbow Family vor Ort heißen dich willkommen!

Kulturelle Besonderheiten

Kulturelle Besonderheiten Uganda

Die Landesküche Ugandas bietet eine Delikatesse für Experimentierfreudige: Heuschrecken (“Nsenene“) in verschiedensten Zubereitungsweisen bereichern den Teller – Probierst du sie aus?
Lass dich nicht irritieren, wenn du händchenhaltende Männer siehst: Dies ist ein Ausdruck von freundschaftlicher Verbundenheit. Selbst ein Verkäufer im Supermarkt kann dich an der Hand nehmen, wenn er dich zu einem von dir gesuchten Produkt führt.
Außerdem wird dir sicherlich der ugandische Kinderreichtum auffallen: Ugandische Paare haben oft 6 Kinder oder sogar noch mehr. Polygamie (gleichzeitige eheliche Beziehungen mit mehreren Partnern) ist insbesondere auf dem Land keine Seltenheit. Viele weitere interessante, kreative, vielleicht auch skurrile Eigenheiten werden dir in Uganda begegnen – Entdecke sie selbst!

(Quellen: hdr.undp.org, auswaertigesamt.de, bmz.de, cia.gov/library/publications/the-world-factbook/, ethnologue.com, uganda.de, giz.de, kas.de, unohrlls.org, undp.org, weltbevoelkerung.de)

Travel Tipps Uganda

Uganda Travel Tipps
  • Kampala
    Ugandas Hauptstadt ist kulturelles Zentrum und bietet auf allerlei Märkten (z.B. dem Owino-Markt) Einkaufsmöglichkeiten. Hier kannst du ein authentisches, buntes Geschäftstreiben miterleben, dass dir Einblick in die afrikanische Kultur gewährt. Gemüse, Fisch und allerlei anderes werden auf dem Boden oder von Tabletts, die auf den Köpfen getragen werden, verkauft. Am besten verbindet man den Besuch mit einem Ausflug zum nahegelegenen Victoriasee, dem größten See Afrikas.

  • Jinja
    Die am Nilaustritt aus dem Victoriasee gelegene Stadt ist ein beliebtes Ziel für verschiedene Wassersportaktivitäten.

  • Bwindi Impenetrable National Park
    Das UNESCO-Weltnaturerbe lockt mit seinen nebelbedeckten Berghängen, ursprünglichem Regenwald und den seltenen Berggorillas. Hierzu muss man aber sagen, dass man für einen Besuch spezielle Lizenzen benötigt und so eine knappe Woche ca. 1200 US$ kostet.

  • Murchison Falls National Park
    Der Nationalpark ist geeignet für Bootssafaris bei denen man Flusspferde, Krokodile, Vögel und viele weitere Tiere beobachten kann. Er ist nach dem in ihm gelegenen Wasserfall des Nils benannt und die größte geschützte Fläche Ugandas.

  • Queen-Elizabeth National Park
    Der Park im Westen Ugandas grenzt an den Eduardsee und das Ruwenzorigebirge. Die Regenwälder, Savanne und Papyrus-Sümpfe eignen sich für Safaris zur Tierbeobachtung.

  • Ruwenzori-Mountains National Park
    Dieser Nationalpark befindet sich an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Trotz der Lage in der tropischen Klimazone gibt es dort Vergletscherungen. Hier kann man auf Bergtouren den üppigen Artenreichtum dieses UNESCO Weltnaturerbes kennenlernen.

  • Entebbe
    Entebbe ist die ehemalige Hauptstadt und aufgrund seiner Lage auf einer Halbinsel regenreichster Ort Ugandas. Hier lohnt es sich dem botanischen Garten einen Besuch abzustatten.

  • Sipi Falls
    Die Sipi Falls sind Wasserfälle nahe dem Mount Elgon National Park an der Grenze zu Kenia. In diesem vulkanischen Gebiet kann man tolle Ausblicke genießen. Hier solltest du aber unbedingt auf Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes achten, da es im Grenzgebiet immer wieder zu Unruhen kommt.

  • Nyero Höhlenmalereien
    Die Malereien in der Nähe von Kumi zählen zu den besterhaltenen Fundorten dieser Art in Ostafrika. Die ca. 400 Jahre alten Zeichnungen stellen Zebras, Kanus und traditionelle Ornamente dar.