Freiwilligenarbeit im Wildtierreservat in Südafrika

Freiwilligenarbeit | Südafrika | FR-SÜ122

Big 5 Beobachtungen und Wildtierschutz

Bei deiner Freiwilligenarbeit in einem Wildtierreservat in Südafrika arbeitest du aktiv im Bereich Research, Conservation Management und Bildung mit. Du lernst alles über den Wildtierschutz und stellst mit deiner Hilfe die wichtige Arbeit der Einsatzstelle sicher. Wildtiere beobachten, Daten sammeln usw. – im 10.000 Hektar großen privaten Naturreservat!

Programm Information

Übersicht zur Freiwilligenarbeit im Big 5 Naturreservat

Alter: Ab 18 Jahren
Anforderungen: Naturbegeisterung, Freude an der Arbeit im Freien
Sprache: Englisch / Voraussetzung: gute Englischkenntnisse
Standort: Bei Port Elizabeth
Einsatzdauer: Ab 2 Wochen bis 3 Monate
Unterkunft: Farmhaus an der Einsatzstelle
Verpflegung:  Frühstück, Mittag- und Abendessen (gemeinsames Kochen in Teams)
Transferleistungen: Flughafentransfer ab Port Elizabeth zur Unterkunft der 1. Nacht | 45€ one way
Arbeitskleidung: Angenehme Kleidung, die schmutzig werden darf und sich leicht waschen lässt
Sonstiges:

Elefanten bedroht durch exzessiven Elfenbeinhandel und legale Löwenjagd

Big 5 Naturreservat in Südafrika

Südafrika besitzt eine unglaubliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen und gilt als wahres Paradies für Naturliebhaber. Leider sorgen Wilderei und eine zunehmende Zerstörung der Lebensräume auch hier für einen besorgniserregenden Rückgang der Artenvielfalt.

So steht der afrikanische Elefant durch den exzessiven Elfenbeinhandel auf der Liste der bedrohten Tierarten und auch die Anzahl der Nashörner geht dramatisch zurück. In manchen Gebieten ist darüber hinaus die Löwenjagd legal. Die Einsatzstelle leistet angesichts dieser Problematik einen bedeutenden Beitrag zur Arterhaltung indem sie den Tieren einen geschützten und kontrollierten Lebensraum im Wildtierreservat bieten.

Das Berühren der Tiere ist nicht möglich! Es sei denn es handelt sich um ein krankes oder trächtiges Tier, welches medizinische Hilfe benötigt.

Freiwilligenarbeit in einem südafrikanischen Naturreservat

Deine Einsatzstellen und die Ziele deiner Projektarbeit im Wildtierschutz-Projekt

Die Einsatzstelle für deine Freiwilligenarbeit im Naturreservat in Südafrika ist ein 10.000 Hektar großes Naturreservat (ca. 20 km von Port Elizabeth), welches sich seit einigen Jahren im Privatbesitz befindet. Mit Fachwissen und großem Respekt gegenüber der Natur wurde das ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebiet wieder in den ursprünglichen Naturzustand zurück versetzt.

Die Landschaft des Tals bildet mit dem Zugang zu zwei Flüssen, den bewaldeten Hügeln sowie den Savannen fünf unterschiedliche Lebensräume. Dadurch bietet sie einer Vielzahl von Tierarten, darunter den berühmten Big Five ideale Lebensbedingungen.

Deine Aufgaben und Tätigkeiten in der Auffangstation

Als Volunteer bei der Freiwilligenarbeit in einem Naturreservat in Südafrika arbeitest du in den Bereichen Research, Conservation Management und Bildung/Aufklärung mit.

Im Bereich Research beobachtest du mithilfe von Fernmesstechniken beispielsweise die Bewegungsmuster der Elefanten um ihre Nutzung des Naturreservat-Gebietes um ihre Auswirkung auf die Vegetation festzustellen. Ähnliche Aufgaben fallen für die Leoparden-, Löwen- und Nashorn-Populationen an.

Im Conservation Management erwarten dich weitere vielfältige Aufgaben, z.B.: Wildtierzählung, Kontrolle von unregelmäßiger Vegetation, Datensammlung zu Geschlecht und Alters-Verhältnis bestimmter Arten wie beispielsweise der Eland-Antilope oder Giraffe, Parasitenkontrolle, d.h. Verabreichung von Medizin, Kontrolle der Bodenerosion, sowie Säuberungs-Aktionen und Instandhaltungsarbeiten.

Einmal wöchentlich hast du die Möglichkeit dich in die Arbeit an einer Schule einzubringen. An einer finanziell schwachen Farmschule in der Nähe des Naturreservats mangelt es einerseits an Lehrkräften und andererseits müssen dringend notwendige Reparaturen am maroden Schulgebäude durchgeführt werden. Hier hilfst du tatkräftig mit. Sowohl die Schüler/innen als auch die Schulleitung sind dir sehr dankbar für deine Hilfe!

Dein Arbeitsalltag im Naturreservat

Bei deiner Freiwilligenarbeit in einem Naturreservat in Südafrika arbeitest du von Montag bis Freitag zwischen sieben und neun Stunden am Tag, abhängig von Saison und Wetter. Du packst überall mit an wo deine Hilfe benötigt wird und bekommst so einen Einblick in alle Aufgabenbereiche des Naturparks.

Deine Freizeitgestaltung vor Ort

Samstags werden Ausflüge in nahegelegene Städte, wie das Küstenstädtchen Kenton-On-The-Sea, unternommen. Dort gibt es auch verschiedene Einkaufsmöglichkeiten. Darüber hinaus bietet die Region des Eastern Cape eine Vielzahl an Freizeit-Aktivitäten, wie beispielsweise Pferdereiten, Sky-Diving, Hochseefischen, Kanutouren und Bungee-Jumping. Mittwochabends steht für alle Freiwilligen ein Besuch des nahen Beach Pubs auf dem Plan. Der Strand ist ca. 16 km entfernt, die nächste Stadt ca. 15 Minuten mit dem Auto.

Zusätzlich gibt es je nach Wetterlage die Möglichkeit an einem Camping-Ausflug teilzunehmen und so die einmalige Erfahrung zu machen, eine Nacht am Lagerfeuer unter dem afrikanischen Sternenhimmel zu verbringen! Mehr Freizeit- und Reisetipps findest du hier.

Bitte beachte: Da die Tiere sich frei durch das Reservat bewegen, ist es notwendig, dass du in deiner Unterkunft innerhalb des Grundstückzaunes bleibst. Du kannst aus Sicherheitsgründen nicht einfach joggen oder spazieren gehen!

Der Ablauf deines Aufenthaltes im Wildlife-Projekt Big Five

Dein Transfer von Port Elizabeth in das Projekt

In Port Elizabeth gelandet und angekommen, erfolgt dein Transfer zur Einsatzstelle. Die Fahrt dauert ungefähr zwei Stunden. Gleich nach deiner Ankunft an der Einsatzstelle lernst du die Programmleiterin Helena, die Projektkoordinatorin Francis und weitere Teilnehmende kennen.

Deine Einführung vor Ort

Nachdem du das Volunteer House und deinen Schlafplatz kennengelernt hast, geht es los mit deiner Orientierung. Diese besteht aus einem sogenannten Sit-In und einem Drive. Beim Sit-In erhältst du gemeinsam mit den am selben Tag angereisten Volunteers eine Einführung in die Projektarbeit, die Verhaltens- und Hausregeln. Danach oder davor werdet ihr einen gemeinsamen Drive durch das Gelände des Reservats unternehmen. Sit-In und Drive werden zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen.

Für die Orientierung gibt es keinen festen Beginn oder Ablauf, sei also flexibel und nutze die mögliche freie Zeit um dich einzugewöhnen. Nach und nach lernst du die verschiedenen Einsatzbereiche und Tätigkeiten kennen.

Unser Projektstandort in der Region Port Elizabeth

Dein Wildlife Projekt befindet sich nahe der Küstenstadt Port Elizabeth, kurz auch „PE“. Diese liegt am südlichen Zipfel Südafrikas und ist bekannt für seine traumhaften Strände! Gemeinsam mit anderen umliegenden Regionen dieser Küste, wird die Bucht am Indischen Ozean auch als „Nelson Mandela Bay“ bezeichnet. Port Elizabeth gilt als Surfer-Mekka. Es lohnt sich also vor oder nach deinem Engagement im Projekt ein paart Tage dort zu verbringen!

Bildergalerie

Wildlife Reservate und Surfer Paradies

Port Elizabeth

Aufgrund der Lage und der unzähligen Strände, sind hier die perfekten Voraussetzungen für Wind-Surfer, Kiting und Wellenreiter gegeben. Beliebte Adressen sind beispielsweise Sardinia Bay oder Kings Beach. Für Taucher gibt es ebenso attraktive Angebote um Port Elizabeth, dazu kommend Schiffwracks und zahlreiche Riffe.

Im Landesinneren - Wildlife Paradies

Möchtest du lieber das Festland etwas genauer unter die Lupe nehmen, startest du hierfür am besten beim Donkin Reserve. Das ist ein Hügel, von dem du dir eine grobe Übersicht verschaffen kannst.

Anschließend lohnt sich ein Trip zum Caste Hill, ein Hausmuseum, wo du in das Leben einer Siedlerfamilie im viktorianischen Zeitalter eintauchen kannst. Lohnenswert ist das Stadtviertel Richmond Hill und auch die Vorstädte sind nicht außer Acht zu lassen. Packe am besten weitere Teilnehmende ein und lasst euch gemeinsam von der Küstenstadt verzaubern!

SA Naturreservat Big Five

Unterbringung, Verpflegung und Freizeitspaß

Du wohnst mitten im Naturreservat in einem gemütlichen, vollständig möblierten Haus. Es gibt Mehrbettzimmer und ein Gemeinschaftsbad. Außerdem verfügt das Volunteer-Haus über einen Aufenthaltsraum mit Billardtisch, TV (zum DVDs schauen, es gibt eine DVD-Sammlung), ein Esszimmer und eine gut ausgestattete Küche mit Kühlschrank, Ofen, Mikrowelle und Geschirr. Für Wertgegenstände, wie Reisepässe und Bargeld, steht ein Safe bereit. Zum Haus gehört ein Garten, in dem du dich gemeinsam mit den anderen Volunteers nach der Arbeit entspannen kannst – es gibt einen Pool und eine BBQ-Area.

Achtung: Es gilt zu beachten, dass das Haus sich inmitten eines Tierschutzgebietes befindet, in dem die Tiere sich frei bewegen. Es ist daher zu deiner eigenen Sicherheit notwendig, dass du innerhalb des eingezäunten Grundstückes bleibst!

Die Verpflegung besteht aus drei Mahlzeiten pro Tag. Gekocht wird immer abwechselnd in Teams. Die Volunteers sind also mitverantwortlich das Haus, ihre Zimmer, Bäder und Küche sauber zu halten.

Deine Ansprechpartner im Wildtierreservat

Small deine ansprechpartner im wildtierreservat

An deiner Einsatzstelle begrüßt dich Helena, die Managerin des Projektes, und du lernst Jerret kennen, der sich um die Freiwilligen vor Ort kümmert. Mit ihm wirst du die meiste Zeit zusammenarbeiten und schwitzen. Aber keine Sorge, denn Jerret ist in der Savanne Südafrikas aufgewachsen und zeigt dir mit Begeisterung alles über die Arbeit im Wildtierreservat und wie wichtig es ist, dass Menschen in Harmonie mit der Natur zusammenleben. Am glücklichsten ist er, wenn er sein Wissen und seine Erfahrung mit anderen teilen kann.
Jerret ist sich sicher: Dein Einsatz im Wildtierreservat wird ein unvergessliches Abenteuer!

  • Bildergalerie

Erfahrungsbericht aus dem Wildtierreservat Big Five in Südafrika

Erfahrungsbericht aus dem Wildtierreservat Big Five in Südafrika
Meine Freiwilligenarbeit für den Artenschutz der Big Five

Ich war für vier Wochen im Tierschutzreservat BIG Five in Südafrika. Der Tag beginnt etwa um 8:10 Uhr. Unser Volunteer-Betreuer Jarrett erwartet uns am offenen Jeep, mit dem es durch das Gelände geht. Am Morgen erledigen wir die Hauptarbeit: Neue Pflanzen setzen, invasive Pflanzen...

Preise & Leistungen

Gebühren

Das Basispaket kann wochenweise bis zu einem Jahr verlängert werden.

Basisgebühr
€ 1.990,-
2 Wochen Teilnahme und Kosten für Hin- und Rückflug (siehe Leistungen)
Verlängerungswochen
bis zu 10 Wochen jeweils
€ 425,- / Woche

Preis individuell berechnen Preis individuell berechnen
Wie lange möchtest Du bleiben?

Endpreis
€ 1.990,-

Enthaltene Leistungen

  • Buchung von Hin- und Rückflug, Kosten der Flüge bis maximal 700,- Euro in den angegebenen Gebühren eingeschlossen

  • Organisation des gesamten Aufenthalts inkl. Platzierung im Projekt

  • 2 Wochen Freiwilligenarbeit

  • Orientierungs-Programm mit dem RGV Team vor Ort

  • 24/h Notfallnummer

  • Teilnahme-/Praktikumsbescheinigung

  • Persönliche Ansprechpartner und Anleitung durch das RGV Team vor Ort

  • Individuelle Beratung durch das ortskundige RGV Team in München

  • Unterstützung bei der Reisevorbereitung (Impfschutz, Versicherung, Sicherheit)

  • Umfangreiches RGV Reise ABC für deine Reisevorbereitung

  • Rainbow Family T-Shirt

Nicht enthaltene Leistungen

  • Visum und Impfungen (Bitte Reisehinweise beachten)

  • Reise- und Reiserücktrittsversicherung

  • Transferkosten zum Projektstandort 

  • Kosten für die tägliche Anreise in das Projekt 

  • Getränke

  • Private Ausgaben vor Ort

  • Öffentliche Verkehrsmittel und extra Transfers

  • Alle Übernachtungen außerhalb deiner vereinbarten Unterkunft

Länderinfos & Magazin

Stöbere in unserem Magazin

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In unserem Magazin findest du Erfahrungsberichte von der Freiwilligenarbeit in Afrika und Asien, Reisetipps, Interviews, Bildergalerien, Videos und vieles mehr. Außerdem: Alles zum Thema Reisevorbereitung.

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Länderinfos über Südafrika

Deine Auslandszeit in Südafrika ist weit mehr als nur eine Urlaubsreise! Südafrika schenkt dir ein neues Lebensgefühl und wird dich schnell in seinen Bann ziehen. Lass dich anstecken von dieser facettenreichen und faszinierenden Welt. Deine Projektarbeit in Südafrika bedeutet für dich eine bunte Mischung aus verschiedensten Kulturen, atemberaubender Natur und unvergesslichen Erlebnissen.

In Südafrika erlebst du die Sonnenseiten eines der faszinierendsten Reiseziele der Welt, erhältst aber auch Einblicke in ein sozial schwaches System. Südafrika ist zwar seit dem Ende der Apartheid auf dem besten Weg zu einer funktionierenden Demokratie. Jedoch wird sowohl im sozialen, als auch im medizinischen Bereich, im Handwerk ebenso wie im Naturschutz weiterhin tatkräftige Unterstützung benötigt.

Während deines Aufenthaltes hast du die Möglichkeit das einzigartige Kapstadt kennenzulernen, das mit seiner einmaligen Umgebung zu den beliebtesten Städten der Welt gehört. Dank der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wurde Kapstadt stärker erschlossen und die Infrastruktur wird seither kontinuierlich verbessert.

Es gibt jedoch weiterhin, wie in den meisten südafrikanischen Großstädten, arme Kommunen in den Randgebieten von Kapstadt und Johannesburg. Hier befinden sich die sogenannten Townships, die sich wie ein Gürtel um das Zentrum der Städte ziehen. Mit deinem sozialen Engagement in einem unserer Projekte leistest du tatkräftige Unterstützung und lernst die grenzenlose Gastfreundlichkeit und Lebensfreude der Südafrikaner kennen!

Zum Weiterlesen: Freiwilligenarbeit in Südafrika

Zum Weiterlesen: Praktikum in Südafrika

Auslandsaufenthalt in Südafrika

Cape town Südafrika

Allgemeines zu Südafrika

Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Das Land grenzt an sechs andere Länder – Namibia, Botswana, Simbabwe, Lesotho, Swasiland und Mosambik – sowie an den Atlantik und den Indischen Ozean. Die Hauptstadt ist Pretoria. Sie liegt im nördlichen Teil des Landes. Die Küstenstadt Kapstadt, wo sich auch alle sozialen RGV Projektstellen befinden, ist jedoch unumstritten der touristische Hotspot des Landes. Die südafrikanischen Landschaften sind unvergleichlich abwechslungsreich. So gibt es unter anderem Wüsten, Regenwälder, Hochplateaus und Lagunen. Auch die Tierwelt ist einmalig. In den zahlreichen Nationalparks kannst du die sogenannten „BIG FIVE“ – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard bestaunen.

Klima in Südafrika

Da Südafrika auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt im Vergleich zu Europa. Das Klima variiert sehr stark in den verschiedenen Regionen. Die südliche Grenze zu Namibia ist geprägt von einer Wüstenlandschaft, wohingegen du im Südosten subtropische Wälder vorfindest. Ob Shorts oder Regenjacke – welche Kleidung du am Ende in deinen Koffer packen solltest, kommt ganz darauf an, an welchem Einsatzort du tätig bist. In Kapstadt, unserem Hauptstandort in Südafrika, ist das Klima durch die Nähe zum Atlantik geprägt. Mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 °C sind die Sommermonate (Dezember bis Februar) angenehm warm. Außerdem fällt kaum Regen. Der Winter (Mai bis September) hingegen ist häufig kühl und feucht.

Die Tiefstwerte liegen im Winter im Durchschnitt bei 7 °C. In Johannesburg und Umgebung, wo sich einige unserer Wildlife-Projekte befinden, herrscht meist ein trockenes und sonniges Klima. Außer in den Sommermonaten gibt es häufige Gewitter. Dadurch kann es sehr schwül werden. Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber im Durchschnitt bei 10 °C und nachts können sie sich teils auch dem Gefrierpunkt nähern.

Wenn deine Einsatzstelle in der Nähe von Port Elizabeth liegt, wird es in den Sommermonaten meist nicht wärmer als 25 °C und im Winter tagsüber nicht kälter als 10 °C. Auch die Regentage, mit durchschnittlich fünf bis sieben Tagen pro Monat, halten sich in Grenzen.

Bevölkerung in Südafrika

Südafrika zeichnet sich durch seine Multikulturalität aus, deshalb wird es gerne auch als Regenbogennation bezeichnet. Auf der Fläche Südafrikas – die in etwa dreieinhalb mal so groß ist wie Deutschland – leben rund 56 Millionen Menschen. Mit etwa 80 % machen die Schwarzafrikaner den Großteil der Bevölkerung aus. Diese sind wiederum in unzählige Volksgruppen, beispielsweise den Zulus, Tswanas oder Xhosas, aufgeteilt. Die Weißafrikaner sind hauptsächlich Nachfahren niederländischer, deutscher, französischer und britischer Einwanderer und bilden etwa 9 % der südafrikanischen Bevölkerung. Hinzukommen noch die sogenannten „Coloureds“ mit ebenfalls rund 9 % und die Asiaten mit circa 2 %.

Sprache in Südafrika

Südafrika zählt zu den Ländern mit den meisten, offiziellen Sprachen der Welt. Es gibt dort insgesamt elf amtliche Landessprachen! Für etwa ein Viertel der Bevölkerung ist „Zulu“ die Muttersprache, aber auch Englisch oder Afrikaans sind weit verbreitet. Es gibt noch viele weitere traditionelle Sprachen, die aber meist nur gebietsabhängig verwendet werden. Auf der sicheren Seite bist du mit guten Englischkenntnissen. Denn auch wenn Englisch nicht die Muttersprache vieler Südafrikaner ist, wird es heutzutage als überregionale Sprache genutzt und verstanden.

Religion in Südafrika

So multikulturell Südafrika ist, so facettenreich ist auch die Religionslandschaft des Landes. In der Verfassung ist die Religionsfreiheit fest verankert. Auch wenn fast 80 % der Südafrikaner Christen sind, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher christlicher Gemeinschaften. Mit 3,2 Millionen Gläubigen haben die Afrikaans sprechenden reformierten Kirchengemeinden die meisten Mitglieder. Außerdem gibt es auch Glaubensanhänger des Islam, des Judentums und des Hinduismus. Diese Religionsgruppen leben häufig in festen Gemeinschaften am selben Ort.

Wirtschaft in Südafrika

Die Wirtschaft in Südafrika hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten enorm weiterentwickelt – so ist das Land auf dem Weg von einem Agrarstaat zu einem modernen Industrie- und Dienstleistungsstaat. Doch nicht alle profitieren von diesem Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen Arm und Reich enorm in Südafrika. Viele Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität, Wasser oder einer Krankenversorgung, besonders in den ländlichen Regionen. Wie das Auswärtige Amt schreibt, haben über 15 % der Bevölkerung keinen elektrischen Strom und über 26 % keinen direkten Zugang zu fließendem Wasser. In manchen unserer Einsatzstellen kann es also schon mal vorkommen, dass der Strom ausfällt oder das Wasser in Kübeln geholt werden muss.

Zur Geschichte Südafrikas

Um 300 n.C. wanderten die ersten Bantu-Völker (verschiedene ethnische Gruppen) in das Gebiet des heutigen Südafrikas ein. Fossile Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass es schon viel früher eine Besiedlung gab. Die moderne Geschichtsschreibung Südafrikas begann jedoch erst im 17. Jahrhundert mit der Besiedlung durch die Niederländer. Damit einher gingen die Gründung Kapstadts und der Beginn der Kolonialisierung Südafrikas durch die Europäer. 1913 begann die Apartheid (Rassentrennung) mit der Einführung von eigenen Wohngebieten (Townships) für Schwarzafrikaner. Diskriminierung prägte den Alltag der Schwarzafrikaner zwischen den 1940er und 1980er Jahre. Gestärkt durch das Engagement Nelson Mandelas und dem damit einhergehenden internationalen Druck wurden ab 1983 schließlich erste Reformen eingeführt. Die Apartheidsstrukturen verschwanden allerdings nur schrittweise aus der Gesetzgebung. Doch 1994 fanden in Südafrika die ersten freien Wahlen statt. Die Apartheid wurde abgeschafft. Mandela gewann die Wahlen als Kandidat des African National Congress (ANC) und wurde der erste schwarzafrikanische Präsident des Landes.

Aktuelle Politische Lage und Sicherheit

Südafrika hat seit 1994 eine stabile Regierung und ist 1996 zur Republik ernannt worden. Der amtierende Präsident Jacob Zuma gehört der stärksten und somit einflussreichsten Partei, dem African National Congress (ANC), an. Trotz dem Wirtschaftswachstum und der konstanten politischen Lage in den vergangenen Jahren sind die sozialen Unterschiede in Südafrika immer noch sehr groß. Aus diesem Grund kann es beispielsweise immer wieder zu lokalen Streiks oder örtlichen Unruhen kommen. Diese solltest du unbedingt meiden. Südafrika hat im Vergleich zu Westeuropa und auch vielen anderen afrikanischen Ländern eine deutlich höhere Kriminalitätsrate.

Für Wen eignet sich Südafrika?

Südafrika ist ein Land für offene Leute, die sich ohne Vorurteile auf eine fremde Lebensweise einlassen können und sich von Chaos, Verspätungen und spontanen Planänderungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Durch unsere verschiedenen Einsatzstellen ist für fast alle Interessen etwas dabei und solange du zwischen 16-99 Jahren alt bist, eine gesunde Grundfitness und ausreichende Englischkenntnisse mitbringst heißen wir dich in Südafrika herzlich willkommen!

INFOBOX: Nelson Mandela

Mandela
Retro

Du willst mehr über Nelson Mandela und sein Wirken erfahren? Dann schau dir den Film „Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ an! Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Er stellte sich konsequent allen Widerständen entgegen, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland Südafrika zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und wurde zum weltweiten Symbol für den friedlichen Widerstand.

Kulturelle Besonderheiten

Kulturelle-Besonderheiten-Südafrika

Die Herzlichkeit und Offenheit der Südafrikaner ist allgegenwärtig, dennoch gibt es ein paar Dinge, die du dir merken solltest. Die Begrüßung beispielsweise ist meist sehr ungezwungen. Ein „Hallo“ oder das gebräuchliche „Howzit“ (How is it) reichen meist aus. Männer und Frauen begrüßen sich häufig auch nur mit einem Nicken. Deinem Gesprächspartner solltest du bei einer Unterhaltung nicht direkt in die Augen schauen – als ein Zeichen von Respekt. Also ganz anders als bei uns in Europa. In Südafrika sind Trinkgelder wichtig und werden auch erwartet. Oftmals wird kein Stundenlohn gezahlt und die Menschen leben ausschließlich von den Trinkgeldern. Also trage am besten immer ein wenig Bargeld bei dir. In vielen sogenannten BYO-Restaurants kannst du deinen eigenen Wein mitbringen. „Bring your own“ (BYO) geht auf eine alte Regelung zurück. Du musst dann lediglich ein sogenanntes Korkgeld zahlen.

(Quellen: gcis.gov.za, auswaertigesamt.de, bmz.de, giz.de, bpb.de, za.undp.org, kapstadt.de, suedafrika.org)

Travel Tipps Südafrika

Drakensberge Südafrika
  • Tafelberg in Kapstadt
    Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und gehört zum Weltnaturerbe. Ob zu Fuß oder mit der Seilbahn, ein Ausflug lohnt sich, denn man hat von seinem Plateau eine wunderschöne Aussicht.

  • Garden Route Tour
    Endecke eine der schönsten Küsten der Welt! Die Nationalstraße N2 schlängelt sich von Mossel Bay bis fast nach Port Elizabeth. Highlights sind der Ort Plettenberg Bay, sowie der Garden-Route-Nationalpark und die Lagune bei Knysna. Als einer der besten Surfspots der Welt ist Jeffreys Bay bekannt.

  • Robben Island
    Robben Island ist eine Insel ca. 12 km vor Kapstadt, die früher als Gefängnis genutzt wurde. Hier saß z.B. Nelson Mandela als Häftling. Heute ist auf der Insel ein Museum.

  • Sterkfontein Caves
    Die Starkhöhlen bei Krugersdorp wurden wegen ihrer Fossilien zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

  • Kruger Nationalpark
    Der Kruger Nationalpark ist Südafrikas größtes Wildschutzgebiet. Hier kannst du die BIG FIVE und viele andere Tierarten bei ihren Wanderungen in der Trockenzeit beobachten.

  • Sun City
    Ist der Name eines luxuriösen Freizeit- und Vergnügungsparks im Nordwesten. Hier kannst du dir in Casinos, Shows, auf Golfplätzen und vielem mehr die Zeit vertreiben.

  • Phinda-Naturschutzgebiet
    Das Naturschutzgebiet an der KwaZulu-Natal Küste bietet sowohl Wanderungen als auch Bootssafaris durch abwechslungsreiche Landschaften, in der du viele Tiere sichten kannst.

  • Drakensberge
    Das höchste Gebirge des südlichen Afrikas ist ein beliebtes Reiseziel. In ihrem Basaltgestein lassen sich zahlreiche Schluchten, Höhlen, Überhänge und Wasserfälle entdecken. In ihrem Norden liegt der Blyde River Canyon. Der Canyon aus rotem Sandstein zählt zu den Naturwundern Afrikas und bietet dir auf zahlreichen Wanderrouten spektakuläre Aussichten.

  • Apartheid Museum
    Einen Besuch wert ist das Apartheid Museum in Johannesburg, das dir Auskunft über Entstehung, Entwicklung, Beendigung und Aufarbeitung der Apartheid gibt.