Meerestiere schützen in Südafrika

Tierschutz an der Küste Kapstadts

In diesem Projekt unterstützt du die wertvolle Arbeit einer Stiftung, die sich für den Schutz gefährdeter Meerestiere (z.B. Wale, Delfine, Schildkröten, Seevögel) einsetzt. Du kannst dich im Tier- und Naturschutz, bei der Aufklärungsarbeit oder in der Forschungsarbeit des engagierten Teams einbringen!

Programm Information

Übersicht zum Meerestiere schützen in Südafrika

Alter: Ab 18 Jahren
Anforderungen: Interesse für Tierschutz, Seetauglichkeit, Spaß am Arbeiten im Freien, Teamfähigkeit
Sprache: Englisch, Afrikaans und Isixhosa / Voraussetzung: gute Englischkenntnisse
Standort: Bei Port Elizabeth
Einsatzdauer: Ab 2 Wochen bis 3 Monate
Unterkunft: Volunteer House
Verpflegung:  Frühstück, Mittag- und Abendessen (Abendessen an 5 Tagen die Woche)
Transferleistungen: Flughafentransfer ab George zur Unterkunft der 1. Nacht | 55€ one way
Transferleistungen: Flughafentransfer ab Port Elizabeth zur Unterkunft der 1. Nacht | 115€ one way
Teilnahmegebühren: 2 Wochen Basispaket inkl. Flug € 2.050,-
Arbeitskleidung: Angenehme Kleidung, die schmutzig werden darf und sich leicht waschen lässt
Sonstiges:

Zahlreiche Meerestiere sind vom Aussterben bedroht!

Projekt mit Meerestieren in Südafrika

Südafrika besitzt eine beeindruckende und vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Hierzu zählen auch 43 Arten an Meeressäugetieren, die du in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kannst! Jedoch sind zahlreiche Arten unter den faszinierenden Meeresbewohnern vom Aussterben bedroht. Zum Beispiel durch Umweltverschmutzung oder die durch uns Menschen verursachte Überfischung der Meere. So steht laut der Umweltorganisation WWF beispielsweise der weiße Hai auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Auch einige Walarten sind stark gefährdet.

Du möchtest Meerestiere schützen in Südafrika? Im Meerestiere Schutz-Projekt bei Port Elizabeth kannst du dich für den Erhalt der Meerestiere einsetzen! Mit deiner Freiwilligenarbeit trägst du dazu bei, dass diese faszinierende Artenvielfalt auch künftigen Generationen erhalten bleibt.

Deine Freiwilligenarbeit im Bereich Tierschutz und Forschung an der Küste

Deine Einsatzstelle und die Ziele deiner Projektarbeit mit Meerestieren

Deine Einsatzstelle ist eine Stiftung in der Nähe von Port Elizabeth, die sich für den Schutz von bedrohten Meerestieren stark macht. An der Küste des Indischen Ozeans gelegen, befindet sie sich inmitten der weltberühmten Garden Route Region. Hier findest du eine atemberaubende Landschaft vor, mit azurblauen Buchten, naturbelassenen Sandstränden und dichten Wäldern. Vor der Küste bietet der Indische Ozean zahlreichen Meerestierarten wie z.B. Orcas, weißen Haien, Delfinen, Pinguinen und Meeresschildkröten ein Zuhause.

Ziel unseres Projekts Meerestiere schützen in Südafrika ist es, den Schutz der Meeresbewohner sowie der Natur in der Region voranzutreiben und die Bevölkerung für den Tier- und Naturschutz zu sensibilisieren. Zudem sollen die Gemeindeentwicklung gefördert und die allgemeine Bildungssituation vor Ort verbessert werden.

Deine Aufgaben im Schutzprojekt für Meerestiere

Als Volunteer in diesem Projekt kannst du in drei verschiedenen Bereichen aktiv werden: Tier- und Naturschutz, Aufklärungsarbeit und Englisch-Unterricht an Schulen sowie Forschung und Datensammlung.

Im Bereich Umwelt- und Naturschutz hilfst du beispielsweise bei der Rettung von Seevögeln wie Pinguinen oder bei der Bergung von gestrandeten Meerestieren wie z.B. Walen. Du bringst Wasserschildkröten, die zur Eiablage an den Strand kommen, in einen geschützten Küstenbereich. Weiterhin unterstützt du beim Sauberhalten des Strandes und pflanzt Bäume zum Schutz vor Erosionen in der Küstenregion.

Im Bereich Aufklärung und Bildung hilfst du bei der Durchführung eines Umweltschutzprogramms an örtlichen Vor- und Grundschulen. Du klärst die Schüler/innen über Tier- und Naturschutz auf und trägst mithilfe spielerischer Elemente, wie z.B. Theaterstücken, zur Bewusstseinsbildung bei. Auch beim Englisch-Unterricht kannst du mitwirken.

Im Forschungsbereich des Projekts fährst du – gemeinsam mit einem Team aus Meeresforschern – mit einem Boot aufs offene Meer hinaus und beobachtest Wale und Delfine. Du fotografierst sie und sammelst Daten über ihre Population, die du später in eine Online-Datenbank einpflegst. Du analysierst zudem die Wasserqualität der umliegenden Flüsse und des Meeres. Um die Population der Seevögel zu erfassen und ihr Verhalten zu erforschen versiehst die Tiere z.B. mit Nummern.

Neben diesen drei Hauptbereichen ist es auch möglich bei den Freizeitangeboten und Erlebnistouren vor Ort zu helfen und mit internationalen Gästen zu arbeiten.

Für Studierende besteht die Möglichkeit, auf Wunsch ein eigenes kleines Forschungsprojekt durchzuführen und mit einer/m örtlichen Forscher/in zusammen zu arbeiten.

Dein Arbeitsalltag im Schutzprojekt für Meerestiere

Deine genauen Tätigkeiten im Projekt für Tierschutz und Verhaltensforschung an der Küste Südafrikas hängen von der jeweiligen Saison, von den Wetterverhältnissen sowie vom Bedarf der Einsatzstelle ab und werden vor Ort mit dir besprochen. Bei schlechtem Wetter finden Indoor Aktivitäten statt. Du arbeitest in der Regel von Montag bis Freitag von ca. 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr.

Deine Freizeitmöglichkeiten vor Ort

Die Zeit nach der Arbeit sowie am Wochenende kannst du nutzen, um z.B. im nahegelegenen Einkaufscenter shoppen zu gehen, am Strand zu entspannen oder eine der zahlreichen Freizeitangebote wahrzunehmen. Von Abseiling Touren über Skydiving und Tauchkurse, über Game Drives und Ausritte bis hin zu Bungee Jumping ist hier so einiges geboten! Mehr Freizeit- und Reisetipps findest du hier.

Ankunft und Ablauf im Meerestiere-Projekt

Deine Ankunft im Projekt

Für deine Freiwilligenarbeit oder dein Auslandspraktikum im Projekt für Meerestiere landest du in Port Elizabeth oder in George. Dein Projekt befindet sich zwischen den beiden Flughäfen. Das Projekt-Team vor Ort organisiert dir gerne deinen Airport Pick-Up (nicht in den RGV Teilnahme-Gebühren enthalten). Du wirst dann vom Flughafen abgeholt und direkt zu deiner Unterkunft gebracht. Alternativ kannst du auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von den Flughäfen zu deiner Unterkunft anreisen.

Deine ersten Tage im Meerestiere Projekt

Nach deiner Ankunft in deiner Unterkunft lernst du deine Ansprechpartner vor Ort kennen. Dies sind Jared, Minke, Michael und Teliswa (Tilly). Anschließend findet eine Einführung in die Projektarbeit statt. Dabei wird dir das ganze Gelände gezeigt. Die Einführung beinhaltet neben Infos zu der Arbeitsweise, auch Sicherheitshinweise und die Hausregeln vor Ort. 

Unser Projektstandort bei Plettenberg

Weißer Strand, kristallklares Wasser und die Tsitsikamma Mountains: Plettenberg Bay liegt nicht ohne Grund im sogenannten Bezirk Eden. Die malerische Szenerie liegt am Indischen Ozean. Östlich der Stadt Plettenberg Bay erblickst du Urwald und Küstenabschnitte. Auch die Robberg Halbinseln auf der westlichen Seite sind nicht weit. Sie sind als Naturschutzgebiet ein wahres Paradies für ihre Bewohner, eine Robbenkolonie.

Sonne, Strand und Meer!

Auch eine der größten Brutkolonien von Möwen wirst du an der südafrikanischen Küste erblicken. Bis 1920 war dies der Standort für eine Walfangstation. Heute fühlen sich die großen Meerestiere dort besonders während ihrer Paarungszeit zwischen Juli und Dezember sehr wohl. In den vielen Brandungen kannst du ebenfalls Delfine entdecken. Wenn du dich auf eine Wanderung über die Küstenwege begibst, kannst du am Keurboomstrand Rast machen oder im Landinneren das berühmte Monkeyland besuchen. Dort gibt es eine 128 m lange Hängebrücke, die viele Backpacker anzieht.

Im Orca House beim Projekt für Meerestiere

Das Volunteer House befindet sich circa drei Kilometer von deiner Projektstelle entfernt. Je nach Saison sind dort ein bis zwölf Volunteers zu Hause. Dein Zimmer teilst du aber nie mit mehr als drei weiteren Volunteers. Ein Wäscheraum steht vor Ort zur Verfügung, in dem die Hausmutter Teliswa sich mehrmals die Woche um die anfallende Wäsche kümmert. Auch bereitet sie fünf Mal die Woche ein leckeres Abendessen für die Volunteers zu. Aus den Grundnahrungsmitteln, die frisch für euch Volunteers bereitstehen, könnt ihr euch je nach dem was tagsüber ansteht, ein Lunch Paket zusammenstellen oder gemeinsam kochen. Auch das Frühstück ist in der Verpflegung mit inbegriffen.

Auch an Restaurants mangelt es rund um deine Unterkunft nicht. Die Kosten für das auswärtige Essen musst du jedoch selbst tragen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Shopping-Center. Auch Leihwägen und Taxis (von Economy bis Premium Klasse) stehen am Wochenende und am Abend für dich zur Verfügung, um verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgehen zu können. 

Deine Ansprechpartner im Projekt für Meerestiere

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Im Schutzprojekt für Meerestiere triffst du neben Stiftungsgründer Tony auf Jared, der das Projekt als erfahrener Umweltschützer und marine guide leitet. Minke ist Chefin des Forschungsbereiches und hat einen Masterabschluss in Ökologie. Sie freut sich immer, wenn sie dir etwas Neues beibringen kann. Auch Michael ist ein qualifizierter marine guide und Tauchlehrer. Er liebt es, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Als Projektkoordinator und Hausmanager ist er immer bemüht darum, dass du dich im Volunteer House wie zu Hause fühlst. Die gute Seele des Hauses ist Tilly: Ohne sie und ihre Kochkünste wäre das Volunteer House nicht das, was es ist. Für dich wie für alle anderen im Projekt ist Tilly „everyone´s mom away from mom“.

Preise & Leistungen

Gebühren

Das Basispaket kann wochenweise bis zu einem Jahr verlängert werden.

Basisgebühr
€ 2.050,-
2 Wochen Teilnahme und Kosten für Hin- und Rückflug (siehe Leistungen)
Verlängerungswochen
jede weitere Woche
€ 450,- / Woche

Preis individuell berechnen Preis individuell berechnen
Wie lange möchtest Du bleiben?

Endpreis
€ 2.050,-

Enthaltene Leistungen

  • Buchung von Hin- und Rückflug, Kosten der Flüge bis maximal 700,- Euro in den angegebenen Gebühren eingeschlossen

  • Organisation des gesamten Aufenthalts inkl. Platzierung im Projekt

  • 2 Wochen Freiwilligenarbeit

  • RGV Ansprechpartner in deinem Projekt

  • Einführung durch das Projekt-Team vor Ort

  • Unterbringung: Internationales Volunteer House 

  • Verpflegung: Frühstück, Mittag- und Abendessen an 5 Tagen die Woche

  • 24/h Notfallnummer

  • Individuelle Beratung durch das ortskundige RGV Team in München

  • Unterstützung bei der Reisevorbereitung (Impfschutz, Versicherung, Sicherheit)

  • Umfangreiches RGV Reise ABC für deine Reisevorbereitung

  • Rainbow Family T-Shirt

  • Teilnahme-/Praktikumsbescheinigung

Nicht enthaltene Leistungen

  • Visum und Impfungen (Bitte Reisehinweise beachten)

  • Reise- und Reiserücktrittsversicherung

  • Transferkosten zum Projektstandort 

  • Getränke

  • Private Ausgaben vor Ort

  • Öffentliche Verkehrsmittel und extra Transfers

  • Alle Übernachtungen außerhalb deiner vereinbarten Unterkunft

Länderinfos & Magazin

Stöbere in unserem Magazin

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In unserem Magazin findest du Erfahrungsberichte von der Freiwilligenarbeit in Afrika und Asien, Reisetipps, Interviews, Bildergalerien, Videos und vieles mehr. Außerdem: Alles zum Thema Reisevorbereitung.

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Länderinfos über Südafrika

Deine Auslandszeit in Südafrika ist weit mehr als nur eine Urlaubsreise! Südafrika schenkt dir ein neues Lebensgefühl und wird dich schnell in seinen Bann ziehen. Lass dich anstecken von dieser facettenreichen und faszinierenden Welt. Deine Projektarbeit in Südafrika bedeutet für dich eine bunte Mischung aus verschiedensten Kulturen, atemberaubender Natur und unvergesslichen Erlebnissen.

In Südafrika erlebst du die Sonnenseiten eines der faszinierendsten Reiseziele der Welt, erhältst aber auch Einblicke in ein sozial schwaches System. Südafrika ist zwar seit dem Ende der Apartheid auf dem besten Weg zu einer funktionierenden Demokratie. Jedoch wird sowohl im sozialen, als auch im medizinischen Bereich, im Handwerk ebenso wie im Naturschutz weiterhin tatkräftige Unterstützung benötigt.

Während deines Aufenthaltes hast du die Möglichkeit das einzigartige Kapstadt kennenzulernen, das mit seiner einmaligen Umgebung zu den beliebtesten Städten der Welt gehört. Dank der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wurde Kapstadt stärker erschlossen und die Infrastruktur wird seither kontinuierlich verbessert.

Es gibt jedoch weiterhin, wie in den meisten südafrikanischen Großstädten, arme Kommunen in den Randgebieten von Kapstadt und Johannesburg. Hier befinden sich die sogenannten Townships, die sich wie ein Gürtel um das Zentrum der Städte ziehen. Mit deinem sozialen Engagement in einem unserer Projekte leistest du tatkräftige Unterstützung und lernst die grenzenlose Gastfreundlichkeit und Lebensfreude der Südafrikaner kennen!

Zum Weiterlesen: Freiwilligenarbeit in Südafrika

Zum Weiterlesen: Praktikum in Südafrika

Auslandsaufenthalt in Südafrika

Cape town Südafrika

Allgemeines zu Südafrika

Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Das Land grenzt an sechs andere Länder – Namibia, Botswana, Simbabwe, Lesotho, Swasiland und Mosambik – sowie an den Atlantik und den Indischen Ozean. Die Hauptstadt ist Pretoria. Sie liegt im nördlichen Teil des Landes. Die Küstenstadt Kapstadt, wo sich auch alle sozialen RGV Projektstellen befinden, ist jedoch unumstritten der touristische Hotspot des Landes. Die südafrikanischen Landschaften sind unvergleichlich abwechslungsreich. So gibt es unter anderem Wüsten, Regenwälder, Hochplateaus und Lagunen. Auch die Tierwelt ist einmalig. In den zahlreichen Nationalparks kannst du die sogenannten „BIG FIVE“ – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard bestaunen.

Klima in Südafrika

Da Südafrika auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt im Vergleich zu Europa. Das Klima variiert sehr stark in den verschiedenen Regionen. Die südliche Grenze zu Namibia ist geprägt von einer Wüstenlandschaft, wohingegen du im Südosten subtropische Wälder vorfindest. Ob Shorts oder Regenjacke – welche Kleidung du am Ende in deinen Koffer packen solltest, kommt ganz darauf an, an welchem Einsatzort du tätig bist. In Kapstadt, unserem Hauptstandort in Südafrika, ist das Klima durch die Nähe zum Atlantik geprägt. Mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 °C sind die Sommermonate (Dezember bis Februar) angenehm warm. Außerdem fällt kaum Regen. Der Winter (Mai bis September) hingegen ist häufig kühl und feucht.

Die Tiefstwerte liegen im Winter im Durchschnitt bei 7 °C. In Johannesburg und Umgebung, wo sich einige unserer Wildlife-Projekte befinden, herrscht meist ein trockenes und sonniges Klima. Außer in den Sommermonaten gibt es häufige Gewitter. Dadurch kann es sehr schwül werden. Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber im Durchschnitt bei 10 °C und nachts können sie sich teils auch dem Gefrierpunkt nähern.

Wenn deine Einsatzstelle in der Nähe von Port Elizabeth liegt, wird es in den Sommermonaten meist nicht wärmer als 25 °C und im Winter tagsüber nicht kälter als 10 °C. Auch die Regentage, mit durchschnittlich fünf bis sieben Tagen pro Monat, halten sich in Grenzen.

Bevölkerung in Südafrika

Südafrika zeichnet sich durch seine Multikulturalität aus, deshalb wird es gerne auch als Regenbogennation bezeichnet. Auf der Fläche Südafrikas – die in etwa dreieinhalb mal so groß ist wie Deutschland – leben rund 56 Millionen Menschen. Mit etwa 80 % machen die Schwarzafrikaner den Großteil der Bevölkerung aus. Diese sind wiederum in unzählige Volksgruppen, beispielsweise den Zulus, Tswanas oder Xhosas, aufgeteilt. Die Weißafrikaner sind hauptsächlich Nachfahren niederländischer, deutscher, französischer und britischer Einwanderer und bilden etwa 9 % der südafrikanischen Bevölkerung. Hinzukommen noch die sogenannten „Coloureds“ mit ebenfalls rund 9 % und die Asiaten mit circa 2 %.

Sprache in Südafrika

Südafrika zählt zu den Ländern mit den meisten, offiziellen Sprachen der Welt. Es gibt dort insgesamt elf amtliche Landessprachen! Für etwa ein Viertel der Bevölkerung ist „Zulu“ die Muttersprache, aber auch Englisch oder Afrikaans sind weit verbreitet. Es gibt noch viele weitere traditionelle Sprachen, die aber meist nur gebietsabhängig verwendet werden. Auf der sicheren Seite bist du mit guten Englischkenntnissen. Denn auch wenn Englisch nicht die Muttersprache vieler Südafrikaner ist, wird es heutzutage als überregionale Sprache genutzt und verstanden.

Religion in Südafrika

So multikulturell Südafrika ist, so facettenreich ist auch die Religionslandschaft des Landes. In der Verfassung ist die Religionsfreiheit fest verankert. Auch wenn fast 80 % der Südafrikaner Christen sind, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher christlicher Gemeinschaften. Mit 3,2 Millionen Gläubigen haben die Afrikaans sprechenden reformierten Kirchengemeinden die meisten Mitglieder. Außerdem gibt es auch Glaubensanhänger des Islam, des Judentums und des Hinduismus. Diese Religionsgruppen leben häufig in festen Gemeinschaften am selben Ort.

Wirtschaft in Südafrika

Die Wirtschaft in Südafrika hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten enorm weiterentwickelt – so ist das Land auf dem Weg von einem Agrarstaat zu einem modernen Industrie- und Dienstleistungsstaat. Doch nicht alle profitieren von diesem Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen Arm und Reich enorm in Südafrika. Viele Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität, Wasser oder einer Krankenversorgung, besonders in den ländlichen Regionen. Wie das Auswärtige Amt schreibt, haben über 15 % der Bevölkerung keinen elektrischen Strom und über 26 % keinen direkten Zugang zu fließendem Wasser. In manchen unserer Einsatzstellen kann es also schon mal vorkommen, dass der Strom ausfällt oder das Wasser in Kübeln geholt werden muss.

Zur Geschichte Südafrikas

Um 300 n.C. wanderten die ersten Bantu-Völker (verschiedene ethnische Gruppen) in das Gebiet des heutigen Südafrikas ein. Fossile Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass es schon viel früher eine Besiedlung gab. Die moderne Geschichtsschreibung Südafrikas begann jedoch erst im 17. Jahrhundert mit der Besiedlung durch die Niederländer. Damit einher gingen die Gründung Kapstadts und der Beginn der Kolonialisierung Südafrikas durch die Europäer. 1913 begann die Apartheid (Rassentrennung) mit der Einführung von eigenen Wohngebieten (Townships) für Schwarzafrikaner. Diskriminierung prägte den Alltag der Schwarzafrikaner zwischen den 1940er und 1980er Jahre. Gestärkt durch das Engagement Nelson Mandelas und dem damit einhergehenden internationalen Druck wurden ab 1983 schließlich erste Reformen eingeführt. Die Apartheidsstrukturen verschwanden allerdings nur schrittweise aus der Gesetzgebung. Doch 1994 fanden in Südafrika die ersten freien Wahlen statt. Die Apartheid wurde abgeschafft. Mandela gewann die Wahlen als Kandidat des African National Congress (ANC) und wurde der erste schwarzafrikanische Präsident des Landes.

Aktuelle Politische Lage und Sicherheit

Südafrika hat seit 1994 eine stabile Regierung und ist 1996 zur Republik ernannt worden. Der amtierende Präsident Jacob Zuma gehört der stärksten und somit einflussreichsten Partei, dem African National Congress (ANC), an. Trotz dem Wirtschaftswachstum und der konstanten politischen Lage in den vergangenen Jahren sind die sozialen Unterschiede in Südafrika immer noch sehr groß. Aus diesem Grund kann es beispielsweise immer wieder zu lokalen Streiks oder örtlichen Unruhen kommen. Diese solltest du unbedingt meiden. Südafrika hat im Vergleich zu Westeuropa und auch vielen anderen afrikanischen Ländern eine deutlich höhere Kriminalitätsrate.

Für Wen eignet sich Südafrika?

Südafrika ist ein Land für offene Leute, die sich ohne Vorurteile auf eine fremde Lebensweise einlassen können und sich von Chaos, Verspätungen und spontanen Planänderungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Durch unsere verschiedenen Einsatzstellen ist für fast alle Interessen etwas dabei und solange du zwischen 16-99 Jahren alt bist, eine gesunde Grundfitness und ausreichende Englischkenntnisse mitbringst heißen wir dich in Südafrika herzlich willkommen!

INFOBOX: Nelson Mandela

Mandela
Retro

Du willst mehr über Nelson Mandela und sein Wirken erfahren? Dann schau dir den Film „Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ an! Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Er stellte sich konsequent allen Widerständen entgegen, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland Südafrika zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und wurde zum weltweiten Symbol für den friedlichen Widerstand.

Kulturelle Besonderheiten

Kulturelle-Besonderheiten-Südafrika

Die Herzlichkeit und Offenheit der Südafrikaner ist allgegenwärtig, dennoch gibt es ein paar Dinge, die du dir merken solltest. Die Begrüßung beispielsweise ist meist sehr ungezwungen. Ein „Hallo“ oder das gebräuchliche „Howzit“ (How is it) reichen meist aus. Männer und Frauen begrüßen sich häufig auch nur mit einem Nicken. Deinem Gesprächspartner solltest du bei einer Unterhaltung nicht direkt in die Augen schauen – als ein Zeichen von Respekt. Also ganz anders als bei uns in Europa. In Südafrika sind Trinkgelder wichtig und werden auch erwartet. Oftmals wird kein Stundenlohn gezahlt und die Menschen leben ausschließlich von den Trinkgeldern. Also trage am besten immer ein wenig Bargeld bei dir. In vielen sogenannten BYO-Restaurants kannst du deinen eigenen Wein mitbringen. „Bring your own“ (BYO) geht auf eine alte Regelung zurück. Du musst dann lediglich ein sogenanntes Korkgeld zahlen.

(Quellen: gcis.gov.za, auswaertigesamt.de, bmz.de, giz.de, bpb.de, za.undp.org, kapstadt.de, suedafrika.org)

Travel Tipps Südafrika

Drakensberge Südafrika
  • Tafelberg in Kapstadt
    Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und gehört zum Weltnaturerbe. Ob zu Fuß oder mit der Seilbahn, ein Ausflug lohnt sich, denn man hat von seinem Plateau eine wunderschöne Aussicht.

  • Garden Route Tour
    Endecke eine der schönsten Küsten der Welt! Die Nationalstraße N2 schlängelt sich von Mossel Bay bis fast nach Port Elizabeth. Highlights sind der Ort Plettenberg Bay, sowie der Garden-Route-Nationalpark und die Lagune bei Knysna. Als einer der besten Surfspots der Welt ist Jeffreys Bay bekannt.

  • Robben Island
    Robben Island ist eine Insel ca. 12 km vor Kapstadt, die früher als Gefängnis genutzt wurde. Hier saß z.B. Nelson Mandela als Häftling. Heute ist auf der Insel ein Museum.

  • Sterkfontein Caves
    Die Starkhöhlen bei Krugersdorp wurden wegen ihrer Fossilien zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

  • Kruger Nationalpark
    Der Kruger Nationalpark ist Südafrikas größtes Wildschutzgebiet. Hier kannst du die BIG FIVE und viele andere Tierarten bei ihren Wanderungen in der Trockenzeit beobachten.

  • Sun City
    Ist der Name eines luxuriösen Freizeit- und Vergnügungsparks im Nordwesten. Hier kannst du dir in Casinos, Shows, auf Golfplätzen und vielem mehr die Zeit vertreiben.

  • Phinda-Naturschutzgebiet
    Das Naturschutzgebiet an der KwaZulu-Natal Küste bietet sowohl Wanderungen als auch Bootssafaris durch abwechslungsreiche Landschaften, in der du viele Tiere sichten kannst.

  • Drakensberge
    Das höchste Gebirge des südlichen Afrikas ist ein beliebtes Reiseziel. In ihrem Basaltgestein lassen sich zahlreiche Schluchten, Höhlen, Überhänge und Wasserfälle entdecken. In ihrem Norden liegt der Blyde River Canyon. Der Canyon aus rotem Sandstein zählt zu den Naturwundern Afrikas und bietet dir auf zahlreichen Wanderrouten spektakuläre Aussichten.

  • Apartheid Museum
    Einen Besuch wert ist das Apartheid Museum in Johannesburg, das dir Auskunft über Entstehung, Entwicklung, Beendigung und Aufarbeitung der Apartheid gibt.