Freiwilligenarbeit in einem Montessori Kindergarten in Nepal

Unterstütze Kinder beim Lernen und sammle Erfahrungen in der Montessori Pädagogik

Im Montessori Kindergarten in Pokhara hast du die Möglichkeit, als Volunteer Kinder zu betreuen und ihnen individuell beim Lernen zu helfen. Die Erzieher/innen arbeiten hier nach dem Vorbild der Montessori Pädagogik und ermöglichen den Kindern, sich möglichst selbstständig zu entwickeln. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Programm Information

Übersicht zur Freiwilligenarbeit in einem Montessori Kindergarten in Nepal

Alter: Ab 17 Jahren
Anforderungen: Flexibilität, Kreativität, Eigeninitiative und gutes Allgemeinwissen, Ideen zur Unterrichtsgestaltung/Lernspiele
Sprache: Englisch/Nepali / Voraussetzung: gute Englischkenntnisse / Empfehlung: Nepali Sprachkurs 
Standort: Pokhara
Einsatzdauer: Ab 4 Wochen bis 5 Monate
Unterkunft: Gastfamilie
Verpflegung:  Frühstück und Abendessen 
Transferleistungen: Flughafentransfer zur Unterkunft der 1. Nacht
Arbeitskleidung: Saubere, ordentliche Kleidung wird erwartet
Sonstiges: Bitte Ferienzeiten beachten

Betreue Kinder in Nepal nach dem Vorbild der Montessori-Pädagogik

Betreue Kinder in Nepal nach dem Vorbild der Montessori-Pädagogik

In Nepal ist es für Kinder nicht selbstverständlich einen Kindergarten zu besuchen, denn Kindergärten werden nicht staatlich unterstützt. Private Einrichtungen versuchen diesen Mangel auszugleichen. Wer es sich irgendwie leisten kann, ermöglicht seinem Kind einen Kindergartenplatz, damit sie ideal auf die Schule vorbereitet werden.

Der Montessori Kindergarten in Pokhara ist eine solche private Einrichtung mit der Besonderheit, dass er nach dem Vorbild der Montessori-Pädagogik arbeitet. Hier werden die Kinder in einer offenen Lernatmosphäre individuell gefördert – ganz nach dem Montessori Leitsatz: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ 

Du hast Lust eine neue Kultur zu entdecken und Erfahrungen in einem pädagogischen Arbeitsumfeld zu sammeln? Dann arbeite mit im Montessori Kindergarten und lerne die nepalesische Generation von Morgen kennen!

Deine Freiwilligenarbeit in einem Montessori Kindergarten in Nepal

Deine Einsatzstelle in Nepal

Die Montessori-Pädagogik wurde von der Italienerin Maria Montessori entwickelt und hat sich in den letzten Jahren auch in Nepal verbreitet. In diesem Bildungskonzept werden die Kinder als ihre eigenen Baumeister gesehen. Jedes Kind hat seine individuelle Persönlichkeit und soll sich selbst möglichst frei entwickeln können. Deshalb findest du in dieser Einrichtung wenig Schulbänke und kaum Frontalunterricht, wie es sonst in vielen nepalesischen Kindergärten üblich ist. 

In verschiedenen Gruppen betreuen die Erzieher/innen Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und begleiten sie bei ihren ersten Lernschritten: Vom Händewaschen über motorische und soziale Fähigkeiten bis hin zu ersten Schreibübungen.

Für Volunteers in Nepal besonders praktisch: Wie in den meisten nepalesischen Kindergärten, lernen die Kinder hier schon Englisch. Obwohl ein paar Worte Nepali immer nützlich sind, erleichtert dir das den Umgang mit den Kindern sehr und hilft dir dich schneller einzufinden.

Deine Aufgaben im Montessori Kindergarten

Die Räumlichkeiten und der Garten des Montessori Kindergartens bieten viel Platz für gestalterische Aktivitäten, spielerisches Lernen und Sich-Ausprobieren. Du kannst den Kindern beim Englisch sprechen und schreiben helfen, mit ihnen spielen, basteln und künstlerisch aktiv werden. 

Gleichzeitig hast du die Möglichkeit zu erfahren, wie die Montessori Pädagogik in Nepal umgesetzt wird. Der Erzieher oder die Erzieherin sorgt in erster Linie für ein offenes und anregendes Lernumfeld, das jedem Kind die Möglichkeit bietet, sich entsprechend seiner Bedürfnisse weiterzuentwickeln. Dabei freuen sich die Erzieher/innen immer über Unterstützung und deine Ideen aus einer anderen, neuen Kultur.

Dein Arbeitsalltag im Projekt

Von Montag bis Freitag beginnt dein Arbeitstag im Kindergarten um 9 Uhr und endet in der Regel um 16 Uhr. Nach der Morgenversammlung finden in den einzelnen Gruppen Stuhlkreise mit verschiedenen Aktivitäten statt. Den restlichen Vormittag verbringen die Kinder mit Schreibübungen. Anschließend gibt es Mittagessen und für dich eine Mittagspause. Am Nachmittag sind Aktivitäten zur Verbesserung der Sprache eingeplant sowie genügend Zeit zum Spielen und eine weitere kleine Mahlzeit, bevor die Kinder nach Hause gehen. 

Deine Freizeitgestaltung in Pokhara

An den Wochenenden oder auch nach deiner Arbeit im Projekt bist du an unserem Standort Pokhara genau richtig, um Wanderungen in die Bergwelt des Annapurna Gebirges zu unternehmen und Höhlen oder Wasserfälle in der näheren Umgebung zu erkunden. Wenn du Lust auf Abenteuer hast, kommst du beim Paragliding und anderen Outdoor-Aktivitäten voll auf deine Kosten. Magst du es eher ruhiger, so findest du in der kleinen Stadt nepalesische Tempel, Museen und Märkte. Mehr Freizeit- und Reisetipps findest du hier.

Der Ablauf deines Aufenthaltes in Pokhara

Deine Ankunft in Kathmandu und Weiterreise 

Kaum am Flughafen von Kathmandu gelandet, wirst du von unserem Team abgeholt und zu deiner Unterkunft gebracht. Für deine erste Nacht in Nepal ist das lebhafte Traveller Zentrum Kathmandus dein Zuhause. Die Kosten für eine Übernachtung in Kathmandu sowie für den Transfer werden von uns getragen. 

Transfer nach Pokhara

Am Tag nach deiner Ankunft erfolgt dein Transfer zu unserem RGV Standort Pokhara. Die Fahrt dauert etwa sieben Stunden, da die Straßen sehr schlecht sind und auch mehrere Pausen eingelegt werden. Nutze die Fahrt, um die ersten Eindrücke von Natur, Land und Leuten zu gewinnen. 

Dein Orientierungsprogramm in Pokhara

Auch in Pokhara findet zunächst eine Orientierung statt, sodass du dich möglichst schnell zurechtfindest. Nun kannst du dir Zeit nehmen, um deine neue Familie und deren Bräuche kennen zu lernen und dich in deiner neuen Umgebung einzuleben. 

Bereits in den ersten Tagen bekommst du so eine Idee von der kulturellen und landschaftlichen Vielfalt Nepals. Das macht Lust auf mehr! Sher, Hom und Shiri helfen dir gerne bei der Planung von Tages- und Wochenendausflügen. Sie stehen dir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam werdet ihr das Beste aus deiner Zeit in Nepal herausholen!

Deine Arbeits- und Freizeitgestaltung in Nepal

Generell wird von morgens bis nachmittags im Projekt mitgearbeitet. Die genauen Tagespläne erstellt unser Team mit dir gemeinsam, sobald du vor Ort bist. Den Rest des Tages kannst du aktiv nutzen und beispielsweise die Umgebung mit weiteren Freiwilligen und Praktikant/innen erkunden. Nepal ist sehr vielfältig und bietet jede Menge Freizeitangebote, von Trekking über Paragliding bis hin zu Bademöglichkeiten. 

Unser Projektstandort in Pokhara

Namaste!

Trekking im Himalaya Gebirge, Paragliding in Pokhara und Dschungelsafari im Chitwan Nationalpark! All das ist möglich in Nepal, dem Heimatland des Mount Everest. 

Bildergalerie

Willkommen in Pokhara

Unser Projektstandort in Pokhara

Schönheit der Natur  

Etwa 200 km westlich von Nepals Hauptstadt Kathmandu, liegt unser Projektstandort Pokhara. Mit rund 313.000 Einwohnern ist es Nepals zweitgrößte Stadt. Pokhara erstreckt sich vom Phewa See bis zum Fuße des mächtigen Annapurna-Massivs und hat damit landschaftlich so einiges zu bieten. Von den höhergelegenen Punkten der Stadt hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Bergkette, deren Bild durch den heiligen Berg Machhapuchhre geprägt ist.

Für Kulturinteressierte bietet sich in Pokhara ein Besuch der vielen Tempel, Klöster und Museen, wie zum Beispiel dem „International Mountain Museum“, an. Aber gerade für Naturbegeisterte gibt es in der näheren Umgebung viel zu sehen. Unternehme einen Spaziergang entlang des Phewa Sees oder miete ein Boot, um den See zu erkunden. 

Der Aufstieg auf den kleineren Berg Sarangkot ist allein der Aussicht wegen lohnenswert. Von hier kannst du den Ausblick auf das Pokhara Tal, den Phewa See und natürlich Teile des Himalayas genießen.

In deiner Freizeit empfiehlt es sich zudem die nahegelegenen Höhlen, wie zum Beispiel die heilige Gupteshwor Mahadev Höhle zu besichtigen sowie den beeindruckenden Wasserfall Devi’s Fall zu besuchen. 

Deine Unterkunft in Pokhara

Erlebe das authentische Nepal bei einer Gastfamilie

In Pokhara wohnst du bei der Familie unseres Standortleiters Hom. Du bist während deines Aufenhaltes ein Teil der Familie und wirst herzlich aufgenommen. Vor allem Homs Frau freut sich darauf Volunteers und Praktikant/innen in ihrem Haus aufzunehmen und dich in das authentisch nepalesische Leben in Pokhara einzuführen. Bei Fragen und Problemen ist deine Gastfamilie immer zur Stelle um dir zu helfen!

Das Haus der Familie ist einfach, aber sauber und du hast in der Regel dein eigenes Zimmer. Es ist zu beachten, dass der Strom landesweit und regelmäßig bis zu 12 Stunden abgestellt wird. Wasser gibt es nur über eine Pumpe und geduscht / gewaschen wird in der Regel unter freiem Himmel in einer Buschdusche!

Da Pokhara ein sehr kleiner Standort ist, kann es vorkommen, dass du zeitweise der einzige Volunteer vor Ort bist - das ermöglicht dir voll in die neue Kultur einzutauchen! Die Gastfreundlichkeit der Nepalesen wird dir die Eingewöhnung sicher leicht machen und dafür sprgen, dass du schnell integriert wirst vor Ort.

Deine Verpflegung in Pokhara

Bei deiner Freiwilligenarbeit oder deinem Auslandspraktikum enthalten sind zwei Mahlzeiten am Tag (das Essen besteht meist aus Reis, Gemüse, manchmal Hähnchenfleisch). 

In Nepal isst man normalerweise kein Frühstück, wie wir es gewöhnt sind. Morgens wird Tee getrunken und gegen 9.00 Uhr gibt es dann ein einfaches Essen mit Reis und Gemüse, manchmal auch mit Hähnchen. Abends gegen 19.00 Uhr wird wieder ein Essen serviert, das ebenfalls aus Reis und Gemüse besteht. Mittags gibt es Tee. In den Schulprojekten besteht die Möglichkeit sich für ca. 10 Rupien ein Mittagessen in der Kantine zu kaufen. Ansonsten essen die meisten RGV Teilnehmenden mitgebrachte Kekse und Obst zu Mittag.

Dein RGV Team in Pokhara, Nepal

Namaste – Willkommen in Nepal!

Hier wird unser RGV Team von den Brüdern Sher, Shiri und Hom geleitet. Sie sprechen alle Deutsch, Englisch und Nepali. Sher ist ein ortskundiger und gelernter Travel Guide. Er und seine Frau Munu unterstützen dich in den ersten Tagen in Kathmandu. Hom arbeitet ebenfalls beim Reiseveranstalter der Brüder und leitet ein Hotel in Pokhara. Er und seine Frau Bandana sind deine Ansprechpartner in Pokhara. Shiri leitet zusammen mit seiner Frau Sushila eine Unterkunft im Chitwan National Park. Sie stehen dir dort bei deiner Freiwilligenarbeit in Nepal als Ansprechpartner zur Seite. 

Seit vielen Jahren engagieren sich die Brüder für die Entwicklung vor Ort und unterstützen ihre Dorfgemeinschaft wo immer es geht.

Preise & Leistungen

Gebühren

Das Basispaket kann wochenweise bis zu einem Jahr verlängert werden.

Basisgebühr
€ 1.690,-
4 Wochen Teilnahme und Kosten für Hin- und Rückflug (siehe Leistungen)
Verlängerungswochen
bis zu 4 Wochen jeweils
€ 125,- / Woche
bis zu 13 Wochen jeweils
€ 115,- / Woche

Preis individuell berechnen Preis individuell berechnen
Wie lange möchtest Du bleiben?

Endpreis
€ 1.690,-

Enthaltene Leistungen

  • Buchung von Hin- und Rückflug, Kosten der Flüge bis maximal 700,- Euro in den angegebenen Gebühren eingeschlossen

  • Organisation des gesamten Aufenthalts inkl. Platzierung im Projekt

  • Airport Transfer am Tag der An- und Abreise 

  • 4 Wochen Freiwilligenarbeit

  • Orientierungs-Programm mit dem RGV Team vor Ort

  • Persönliche Ansprechpartner und Anleitung durch das RGV Team vor Ort

  • Unterbringung bei der Gastfamilie

  • Verpflegung: Frühstück und Abendessen

  • 24/h Notfallnummer

  • Individuelle Beratung durch das ortskundige RGV Team in München

  • Unterstützung bei der Reisevorbereitung (Impfschutz, Versicherung, Sicherheit)

  • Umfangreiches RGV Reise ABC für deine Reisevorbereitung

  • Rainbow Family T-Shirt

  • Teilnahme-/Praktikumsbescheinigung

Nicht enthaltene Leistungen

  • Visum und Impfungen (Bitte Reisehinweise beachten)

  • Reise- und Reiserücktrittsversicherung

  • Transferkosten zum Projektstandort 

  • Kosten für die tägliche Anreise in das Projekt 

  • Getränke

  • Private Ausgaben vor Ort

  • Öffentliche Verkehrsmittel und extra Transfers

  • Alle Übernachtungen außerhalb deiner vereinbarten Unterkunft

Länderinfos & Magazin

Stöbere in unserem Magazin

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In unserem Magazin findest du Erfahrungsberichte von der Freiwilligenarbeit in Afrika und Asien, Reisetipps, Interviews, Bildergalerien, Videos und vieles mehr. Außerdem: Alles zum Thema Reisevorbereitung.

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Länderinfos über Nepal

Das hinduistische Nepal ist nach wie vor eines der ärmsten Länder in Asien. Politische Instabilität sowie lang anhaltende Bürgerkriege bis ins Jahr 2006 schwächten das Land nachweislich und verhinderten über einen langen Zeitraum hinweg die wirtschaftliche Entwicklung. Noch heute ist die Infrastruktur in vielen Teilen des Landes unzureichend und die Anreise von der Landeshauptstadt Kathmandu in den Süden ist immer noch beschwerlich und abenteuerlich.

Der Süden Nepals wird “Das Herz des Dschungels” genannt - Die Vegetation ist dort besonders üppig und der zum Teil sehr dicht bewachsene Chitwan Nationalpark sollte bei der Erkundung Nepals nicht ausgelassen werden. Trotz bestehender Armut, hat die Bevölkerung niemals ihre Lebensfreude verloren. Wer schon einmal in Nepal war, wird dies bestätigen können – die Gastfreundschaft und das freundliche Wesen der Nepalesen und Nepalesinnen sind sagenhaft!

Nepal ist ein Land der Superlative! Der Himalaya mit dem Berg aller Berge – dem Mount Everest – , saftig grüne Gras- und Waldlandschaften, der wilde Dschungel mit beeindruckender Tierwelt im Süden, sowie mystische Nebelwälder eröffnen dir ein Land voller Möglichkeiten und sorgen garantieren für eine unvergessliche Auslandszeit in Nepal. Speziell für Outdoorbegeisterte bieten wir auch eine wortwörtlich atemberaubende Abenteuer-Trekking-Tour an. Eine gute Fitness ist hierbei Voraussetzung. Bei Interesse wende dich an unser RGV Team in Deuscthland - wir beraten dich gerne!

Zum Weiterlesen: Freiwilligenarbeit in Nepal

Zum Weiterlesen: Praktikum in Nepal

Auslandsaufenthalt in Nepal

Länderinfo Nepal

Allgemeines

Nepal ist das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt. Mehr als 40 % der Landesfläche liegen auf über 3.000 m Höhe. Der südasiatische Binnenstaat grenzt im Norden an die Volksrepublik China und im Osten, Süden und Westen an Indien. Im Norden und Osten des Landes liegt ein großer Teil des atemberaubenden Himalaya-Gebirges, zu welchem auch der Mount Everest zählt, der mit 8.848 Metern der höchste Berg der Welt ist.

Obwohl Nepal als ärmstes Land Südasiens gilt, übt es durch seine besondere Lage und durch die vielfältigen Traditionen der Nepali eine große Faszination aus. Trekking- und Wandertouren ziehen Reisende aus der ganzen Welt ins Himalaya-Gebirge. So zählt der Tourismus zu den wichtigsten Einnahmequellen der Nepali.

Nepal ist darüber hinaus landschaftlich sehr vielfältig und besticht mit einer abwechslungsreichen Pflanzen- und Tierwelt. Im Tiefland beheimaten feuchte Monsunwälder Bengalische Tiger, Nashörner und Affen. Im Chitwan Nationalpark, nahe unserer Einsatzstelle, hast du die Möglichkeit diese faszinierenden Tiere zu beobachten.

Klima in Nepal

Das nepalesische Klima ist von Monsunwinden geprägt. Im Sommer bringt der Südostmonsun warme und feuchte Luft, im Winter der Nordwestmonsun kühle und trockene Luftmassen aus Innerasien. Während der Sommermonate, von Juni bis September, herrschen anhaltende Regenfälle, die zu Erdrutschen und Überschwemmungen führen können. Während dieser Zeit solltest du mit Verzögerungen rechnen, weil Straßen zum Teil unbefahrbar sein können. Durch seine diversen Höhenlagen gibt es in Nepal verschiedene Klimazonen. Im Terai, wo sich unser Standort Chitwan befindet, herrscht tropische Hitze mit einer Jahresdurchschnitts-Temperatur von 25°C. In den Vorgebirgen ist das Klima gemäßigt-warm, im Vorderhimalaya gemäßigt-kühl und im Hochhimalaya herrscht Hochgebirgsklima. In Nepals Hauptstadt Kathmandu liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen im Januar bei 10°C, im Juli bei 24°C.

Bevölkerung in Nepal

Nepal ist durch seine lange Einwanderungsgeschichte ein Vielvölkerstaat von faszinierender ethnischer Vielfalt. Das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Völkergruppen und die hohe Toleranz der Nepali gegenüber anderen Lebensweisen werden es dir sehr einfach machen, dich als Volunteer schnell einzuleben.

Das nepalesische Kastensystem

Eine Gegebenheit, die bei deinem Aufenthalt in Nepal erst einmal für Verwirrung sorgen kann, ist die komplizierte Unterteilung der Bevölkerung in Ethnien und Kasten. Das ursprünglich hinduistische Kastensystem wird hier zum Teil auch von buddhistischen Volksgruppen anerkannt. Zwar ist jegliche Diskriminierung aufgrund von Kastenzugehörigkeit verfassungsrechtlich verboten, jedoch müssen Menschen niederer Kastenzugehörigkeit immer noch für ihre Gleichberechtigung kämpfen. Politische Ämter sind fast ausschließlich höheren Kasten zugänglich. Heute knüpft sich die Kastenzugehörigkeit auch oft an den Wohlstand. So wirst du als Volunteer zur Oberklasse gerechnet und sehr respektvoll behandelt.

Sprache in Nepal

Die Nationalsprache Nepals ist Nepali. Insgesamt werden in Nepal ca. 123 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen, wovon die meisten vom Aussterben bedroht sind. In unseren Einsatzgebieten in Chitwan und Kathmandu kommst du aber auch mit guten Englischkenntnissen zurecht. Ansonsten gilt: Verständigung mit einem Lächeln, Händen und Füßen!

Religion in Nepal

Die große Rolle der Religion ist in Nepal überall deutlich spürbar. Die verschiedenen Religionen nehmen einen großen Teil des Alltagslebens der Nepali in Anspruch. Die große Mehrheit der Nepali mit rund 80% gehört dem Hinduismus an. Etwa 11 % der Bevölkerung gehört dem Buddhismus an. Neben diesen beiden Religionen gibt es noch eine Minderheit an Christen und Muslimen und etlichen anderen, kleineren ethnischen Gruppierungen. Alle diese Religionen werden friedlich nebeneinander praktiziert. Buddhistische Klöster stehen hier neben hinduistischen Tempeln und bieten dir einen spannenden Einblick in die verschiedenen Glaubensrichtungen.

Zur Geschichte Nepals

Die frühe Geschichte Nepals ist mit vielen Legenden und Mythen verwoben. Nachdem ein ehemaliger Gebirgssee durch ein Erdbeben verschüttet wurde, entstand das fruchtbare Kathmandu-Tal, das von verschiedenen Völkern besiedelt wurde. Um 560 v. Chr. wurde Siddhartha Gautama – heute als Buddha weltberühmt – in dem kleinen Ort Lumbini geboren. Als Wanderlehrer verbreitete er den Buddhismus im Land. Mit der Herrschaft der Malla wurde der Hinduismus die vorherrschende Religion des Reiches und das Kastenwesen wurde eingeführt. 1814 entstanden Konflikte zwischen Nepal und der Britisch-Ostindischen Kompanie. Es kam zum Gurkha-Krieg, der zwei Jahre andauerte. Nepal wurde im Anschluss britisches Protektorat mit innenpolitischer Unabhängigkeit. Dies bedeutete, dass nepalesische Söldner im I. und II. Weltkrieg an der Seite der Briten kämpften, Nepal jedoch niemals Kolonie wurde. Von 1846-1950 war die stark kritisierte Rana Familie an der Macht. Ab dem Jahr 1990 kam es jedoch zu Demokratie- und Menschenrechtsbewegungen, die zahlreiche Todesopfer, Verletzte, Verhaftungen und Folterungen mit sich brachten. Eine Volksbewegung der Maoisten, welche die Republik forderten, führte zu einem 10 Jahre anhaltenden Bürgerkrieg, der 2006 mit dem Ende der Monarchie endete. Es wurde ein Friedensvertrag unterzeichnet. Am 28. Mai 2008 wurde schließlich die 240 Jahre alte Hindu-Monarchie abgeschafft und die Demokratische Bundesrepublik Nepal ausgerufen.

Aktuelle Politische Lage und Sicherheit

2015 wurde eine neue demokratische Verfassung verabschiedet mit Präsidentin Bidya Devi Bhandari an der Spitze. Jedoch bestehen weiterhin Schwierigkeiten die politischen Parteien und Interessen der zahlreichen Bevölkerungsgruppen zu vereinen. Nepal ist durch das schwere Erdbeben im April 2015 in seiner Entwicklung stark zurückgeworfen worden. Über 7.000 Menschen starben und Kulturgüter sowie die Infrastruktur wurden schwer beschädigt. Dies stellt das gesamte Land vor neue Herausforderungen und trotz der vergleichsweise stabilen politischen Lage kann es immer wieder zu Streiks oder Demonstrationen kommen. Größere Menschenansammlungen solltest du deshalb meiden. Außerdem ist es auch im Kathmandu-Tal keine Seltenheit, dass Bandhs ausgerufen werden. Das sind Zwangsstreiks jeglicher Art, während denen du mit Blockaden und Straßensperren rechnen musst. Meist gilt dies aber nur für die so genannten Transportstreiks.

Für wen eignet sich Nepal?

Nepal eignet sich für alle natur- und kulturbegeisterten Abenteurer/innen, die Lust auf Trekkingtouren in einem authentischen Land haben. Du kannst dich gut an verschiedene örtliche Gegebenheiten anpassen, scheust dich nicht, auf Menschen mit anderen Lebensweisen zuzugehen und stehst fremden Kulturen und Traditionen offen gegenüber? Dann ist Nepal genau das Richtige für dich. Als Teilnehmende/r bei einem unserer Projekte vor Ort solltest du außerdem eine gesunde Fitness mitbringen und über ausreichende Englischkenntnisse verfügen.

Wichtig: In Nepal geht es oft etwas chaotisch und unstrukturiert zu. Als Volunteer im sozialen Bereich heißt das für dich beispielsweise, dass die Schule des Öfteren ausfallen kann. Du solltest deshalb maximale Flexibilität mitbringen und in der Lage sein, dir auch selbstständig Arbeit zu suchen. Das kann entweder heißen, dass du neben deinem Hauptprojekt in einem anderen Projekt mithilfst, wenn es für dich nichts zu tun gibt, oder dass du, soweit möglich, an den Tagen, an denen der reguläre Unterricht ausfällt, selbst Unterricht mit den Kindern organisierst, um ihnen so eine gewisse Konstanz und Kontinuität zu geben.

Kulturelle Besonderheiten

Gebetsfahne Nepal

Unzählige ethnische Kulturen und Religionen tragen dazu bei, dass Nepal über eine einzigartige Architektur verfügt, die es so kein zweites Mal gibt. Diese wird weltweit bewundert und gilt für viele Volunteers als Hauptattraktion des Landes. Etliche Tempel und Kirchen spiegeln die einmalige Bauweise wieder. Außerdem finden sich verschiedene Einflüsse tibetischer und indischer Kulturen in der Musik, im Tanz und in der Kunst Nepals wieder. Die beiden am stärksten vertretenen Religionen Nepals, der Buddhismus und der Hinduismus, feiern viele religiöse Feste gemeinsam. Als Volunteer hast du die Möglichkeit daran teilzunehmen – dich erwarten einmalige Erlebnisse!

Wichtig: Wenn du Besuch von deinem Partner oder deiner Partnerin bekommst oder ihr euch sogar gemeinsam in einem Projekt engagiert, achtet bitte darauf, in der Öffentlichkeit keine Zärtlichkeiten auszutauschen, denn das wird nicht gerne gesehen. Die linke Hand gilt in der nepalesischen Tradition als unrein und du solltest darauf achten, damit keinen Menschen zu berühren. So ist es in Nepal auch üblich die Schuhe auszuziehen, bevor man ein Haus betritt, da Schuhe ebenfalls als unrein gelten.

(Quellen: auswaertigesamt.de, nepal-information.de, liportal.de, worldbank.org, bpb.de, cia.gov, nepalresearch.com, worldwide-ecotourism.info/baustein/1531/kultur-und-tradition.html)

Travel Tipps Nepal

Travel Tipps Nepal
  • Kathmandu und seine Zwillingsstadt Patan
    „Stadt der Schönheit“. Die alten Königsstätten der nepalesischen Hauptstadt gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und sind ein beliebtes Ziel für unsere Volunteers. Im touristischen Stadtteil Thamel kannst du alles kaufen, was das Herz begehrt und es gibt dort sogar deutsches Bier und Vollkornbrot. Das Gegenteil davon bieten die traditionellen Läden am Durbar-Platz im Zentrum der Altstadt.

  • Durbar Square
    Der Durbar Platz ist der Platz vor dem alten königlichen Palast. Hier kannst du unzählige Tempel und Palastbauten auf engstem Raum bestaunen. Der Platz ist autofrei und eignet sich als Ausflugsziel perfekt, wenn du dem Verkehrslärm Kathmandus entkommen willst. Tipp: Als Tourist musst du eine kleine Gebühr zahlen, um den Platz betreten zu können. Falls du an einem anderen Tag noch mal hierher kommen möchtest lasse dir einfach das Datum auf die Rückseite deiner Eintrittskarte stempeln, sodass du nicht doppelt zahlen musst.

  • Stupa von Swayambhunat
    Swayambhunat ist ein Tempelkomplex ca. 2 Kilometer westlich von Kathmandu, der auf einem Hügel erbaut wurde und der neben Borobudur in Java (Indonesien) als eine der ältesten buddhistischen Tempelanlagen der Welt gilt. Von hier aus hast du eine tolle Aussicht auf die Stadt. Da in der Tempelanlage viele Affen leben, wird der Stupa auch Monkey Temple genannt. Aber Vorsicht: Die Affen sind so an Menschen gewöhnt, dass sie keine Scheu haben und aus Neugierde oder Hunger auch mal die Besucher beklauen.

  • Stupa von Bodhnath
    Bodhnath ist bekannt für den großen Stupa, der seit Jahrhunderten eines der bedeutendsten Ziele buddhistischer Pilger aus Nepal und den umliegenden Himalaya-Regionen ist. Vor allem morgens und abends triffst du hier viele Buddhisten, die den Stupa im Uhrzeigersinn umrunden. Bei Vollmond werden tausende von Butterlämpchen auf den umliegenden Terrassen entzündet, die das Bauwerk im Grundriss eines Mandalas umgeben. Bei dem schweren Erdbeben im April 2015 wurden Teile der Stupa beschädigt.

  • Bhaktapur
    Bhaktapur ist eine altertümliche Stadt mit Mittelalteratmosphäre. Die Stadt im nördlichen Kathmadu-Tal besitzt 172 Tempel, 32 künstliche Teiche sowie das berühmte Goldene Tor (Sun Dhoka). Es gibt also einiges zu entdecken. Seit 1979 zählt das architektonische Erbe der Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

  • Potters’ Square
    Auf dem Potters’ Square in Bhaktapur werden Tonwaren in jahrhundertealter Arbeitsweise hergestellt. Die traditionell gefertigten Tonwaren sind beliebte Mitbringsel.

  • Woodcarving Museum
    Das Woodcarving Museum ist ein Holzkunstmuseum in Pujari Math, Bhaktapur. Im Museum werden aufwendige Schnitzereien aus Holz ausgestellt und du kannst das berühmte Pfauenfenster bestaunen.

  • Pashupatinath
    Der Tempelkomplex Pashupatinath ist eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus. Den eigentlichen Tempel dürfen nur Hindus betreten, die Außenanlage ist aber für jeden frei zugänglich. Der Tempelkomplex zieht viele Pilger und Sadhus an.

  • Royal Nationalpark Chitwan
    Der Nationalpark ist UNESCO Weltkulturerbe und die Heimat von Bengalischen Tigern, Nashörnern, Leoparden, Elefanten, Affen, Königskobras, Bären und etlichen anderen Tieren. Im Inneren des Nationalparks gibt es Resorts, die neben Übernachtungen und Verpflegung auch Touren auf dem Rücken eines Elefanten oder mit dem Jeep anbieten.

  • Lumbini
    Die Stadt gilt der Legende nach als Geburtsort von Siddhartha Gautamas, dem Begründer des Buddhismus. Die UNESCO Weltkulturerbestätte liegt am Fuße des Himalayas, grenzt unmittelbar an Indien und ist ein heiliger Ort für alle Buddhisten.

  • Nagarkot
    Nargakot liegt auf 2200 Metern Höhe. Der Ort bietet vor allem in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag, wenn der Dunst Kathmandus die Sicht nicht trübt, einen atemberaubenden Ausblick auf den Himalaya mit dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest. Der umwerfende Blick auf das ‚Dach der Welt’ ist wirklich unbezahlbar.

  • Pokhara
    Pokhara liegt ca. 200 Kilometer von Kathmandu entfernt und bietet mit seiner tollen Lage einzigartige Fotomotive. Neben dem Phewa-See und den Devis Falls hast du eine wunderschöne Aussicht auf das Annapurna-Massiv. In den Morgenstunden wirst du hier tolle Sonnenaufgänge beobachten können.

  • Royal Bardia Nationalpark
    Der Bardia Nationalpark liegt im Südwesten Nepals. Hier kannst du in ursprünglicher Wildnis Krokodile, Flussdelfine, Bengalische Tiger und Nashörner hautnah beobachten.

  • Janakpur
    Janakpur, das auch Janakpurdham genannt wird, liegt im Süden Nepals und ist ein Ort mit ganz besonderem Ambiente. Die farbigen verwinkelten Straßen, die schönen Tempelanlagen und die vielen Badeteiche machen einen Ausflug in die Stadt wirklich lohnenswert.