Volunteer Erfahrung aus dem After School Club in Namibia

After School Club in Namibia – eine unvergessliche Zeit

Am 27. Januar 2017 ging es los. Für zwei Monate nach Namibia. Abends von Stuttgart erstmal nach Frankfurt und von dort aus in das über 8000 Kilometer entfernte Windhoek, Namibia. Ich stieg bei -16 Grad in den Flieger ein und als ich dann nach einem 10,5 Stunden-Flug aus dem Flieger kam, lief ich erstmal gegen eine Wand aus Wärme und Sonne (was ich nicht sonderlich schlecht fand). Dann schnappte ich mir meinen Koffer, nachdem ich etwas länger an der Passkontrolle anstehen musste. Ich wurde von zwei Jungs abgeholt und zum RGV Student House in die Bach Street nach Windhoek West gefahren.

Ankunft im Student House und erste Eindrücke

Dort angekommen, bekam ich erstmal von Maria, einer der drei Haushälterinnen, eine kleine Führung durch das Haus in dem ich wohnte (es gibt zwei Gebäudekomplexe). Dann setzte ich mich zu den anderen an den Frühstückstisch in der Küche. Die ersten paar Tage waren sehr ungewohnt. Ich kannte keinen, da ich alleine dort hinreiste und musste erstmal alle und alles kennen lernen. Wobei ich durch alle im Student House unterstützt und sehr herzlich aufgenommen wurde. Am ersten Tag ging es ins Independence Museum und ein wenig auf die Independence Avenue. Oben im Independence Museum gibt es ein Restaurant, von welchem man eine schöne Aussicht über Windhoek hat.

Meine Einsatzstelle

Montags ging es mit Anita, einer Mitarbeiterin von RGV vor Ort, ins Craft Center für die Einführung. Das Verhalten vor Ort, Namibias Geschichte und mehr wurde mir dort bei einem Rock Shandy, einem speziellen namibischen Drink, erklärt.

Mein Projekt: Großes Kennenlernen der Kinder

Am Mittwoch dann ging es das erste Mal für mich in mein Projekt in den After School Club nach Katutura. Dort wurde ich sehr herzlich von Ursula, der „Chefin“, empfangen und die Kinder waren sehr neugierig auf mich. Es dauerte ein paar Tage bis die Kinder mich besser kannten und ich sie. Dann machte es richtig Spaß, denn ich merkte, wie die Kinder besser mit mir und ich besser mit ihnen „zurecht kam“.

Freizeitgestaltung in Namibia: Ausflüge, Safari und Wüsten-Trip

Am ersten Wochenende ging es dann nach Spitzkoppe. Wir mieteten uns aber kein Auto, sondern trampten dort hin, was eine lustige und spannende Erfahrung war. Wir spielten zwischenzeitlich „Uno“ irgendwo im Nirgendwo im Schatten einer Akazie, weil kein Auto kam.

Wir hatten einen wunderschönen Sundowner und fuhren am nächsten Tag zurück. Zusammen mit anderen Volunteers fuhr ich auch nach Swakop an den Strand und machte dort in der Wüste eine Quadtour. Wir fuhren nach Etosha in den Nationalpark für eine Safari (man kann entweder auf eigen Faust dort hinreisen oder man macht es wie wir und bucht eine Safari bei „Wild Dog Safaris“). An meinem letzten Wochenende fuhren wir nach Sossusvlei. Sehr schöne Sundowner und Sunrises erlebt, des Weiteren ist die Wüste sehr sehenswert. Ist man ausdauernd und sportlich genug, kann man auch einen Aufstieg auf die höchste Düne „Big Daddy“ wagen.

Meine Aufgaben im After School Club

Meine Aufgaben im Projekt waren z.B. die Hausaufgaben-Betreuung. Dies stand jeden Tag zuerst auf dem „Stundenplan“. Danach wurde eine Stunde Unterricht gemacht, beispielsweise Englisch oder Mathe. Im Gegensatz zu (den meisten) Schülern in Deutschland, macht dies den Kindern in Namibia sehr viel Spaß. In der letzten Stunde wurde dann Sport gemacht. Fußball und Schwimmen waren die beliebtesten Sportarten, aber auch Basketball war gern gesehen. Für mich war es eine neue Erfahrung und Herausforderung, jemandem, der noch nie richtig geschwommen ist, das Schwimmen beizubringen.

Zwar bin ich früher selbst im Verein geschwommen und habe auch das Grundwissen und die Technik im Kopf. Jemandem etwas zu vermitteln, was man selbst ohne weiteres im Kopf hat – und dann auch noch mit Technik und richtig getimten Abläufen zu tun hat – ohne, dass man das jemals jemandem vorher beigebracht hat, war am Anfang schwer. Aber auch dies macht Spaß, man muss nur offen gegenüber Neuem sein. Man darf nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, wenn etwas nicht sofort auf Anhieb funktioniert.

Freizeitgestaltung: Insider-Tipps

In Windhoek selbst kann man so einiges in seiner Freizeit unternehmen. Beispielsweise gibt es jeden Dienstagabend im Warehouse einen Karaoke Abend. Sollte man mal hin, ist sehr unterhaltsam. Dann gibt es noch diverse Clubs, sollte einem mal nach feiern zu Mute sein (und Namibier feiern gerne), wie das Chobsies, Vibe oder auch das London. Man kann aber auch in einer der Parks mal schön entspannen. Parliaments Garden eignet sich gut dafür. Oder man genießt den Sundowner über Windhoek in der Skybar des Hilton Hotels bei einem Savana. Wer mal guten Hunger haben sollte, sollte zu Louis Botha gehen (nicht weit weg vom Student House) und sich eine Portion Pommes holen! Oder man fährt zum Kapana Market in Katutura. Auf jeden Fall ein Erlebnis!

Ein unvergessliches Erlebnis und ein schwerer Abschied. Abschließend kann ich sagen, dass mir die Zeit in Namibia super gefallen hat und ich sie nie vergessen werde. Ich habe so viele neue Leute kennen gelernt, neue und viele Impressionen erhalten und auch andere Sichtweisen auf bestimmte Dinge und das Leben.

Des Weiteren hat mich die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen vor Ort begeistert. Auch ein großes Lob an die Organisation RGV! Alles hat super funktioniert! Vielen Dank für die schöne Zeit, ich werde sie nie vergessen!! Und wer weiß, vielleicht sieht man sich wieder…

Liebe Grüße aus Stuttgart Marius R.

Erfahrungsbericht aus dem After School Club in Windhoek, Namibia, von Marius R. 30.03.2017

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