Unterrichten an der Schule in Ghana Erfahrungsbericht

Volunteering in einer Grundschule - Um viele Erfahrungen reicher!

Meine Freiwilligenarbeit in der Schule kann beginnen

6 Wochen Freiwilligenarbeit in Accra, Ghanas Hauptstadt liegen mit meiner vor mir. Die Vorfreude und Aufregung auf meine Freiwilligenarbeit Ghana wird von Tag zu Tag größer, aber was packe ich bloß ein?! Moskitospray, Malariavorsorge, Sonnencreme, dünne und eher die 2. Wahl der eigenen Klamotten (was sich später übrigens eher als kleiner Fehler herausstellen sollte), Flip-Flops und Laufschuhe, die "Minimal-Ausstattung" an Kosmetik, kleine Geschenke für die Gastfamilie und die Kinder der Schule, in der ich arbeiten werde und noch einiges mehr landen im Koffer. "Und nimm viel Zeit mit" lautet der Ratschlag vieler Verwandter.

Ankunft in Ghana

Ja das mit der Zeit werdet ihr schon merken, wenn ihr das erste Mal afrikanischen Boden unter den Füßen habt, am Flughafen bei der Passkontrolle. Hektik und eiliges Abfertigen der Passagiere kennt man hier nicht, stattdessen geht alles sehr viel gemächlicher vonstatten und das tut richtig gut!

Nach einer eindrucksvollen ersten Taxifahrt durchs nächtliche Accra und einer sehr liebenswerten Begrüßung von Mama Mina im Student House , falle ich tot müde und glücklich ins Bett, unter ein Moskitonetz wohlgemerkt und bin doch sehr erleichtert, dass neben mir im Bett Nathy liegt, die am vorigen Tag für ihre Freiwilligenarbeit aus Bayern angereist ist.

Ghana erkunden & erleben

Während der ersten Woche der Freiwilligenarbeit wohnen wir bei Mama Mina im Student House und erfahren so einiges über Ghana’s Geschichte und Kultur, dazu. Außerdem haben wir einen Trommel-Kurs bei einem echten Rastafari, kochen in der Open-Air-Küche, waschen unsere Wäsche in Plastikschüsseln im Garten, üben das Tro-Tro Fahren mit unserem Gastbruder Kwame, sehen und hören ghanaische Künstler bei der Music-Night in Mama Minas Garten und nicht zu vergessen, holen uns den ersten kleinen Sonnenbrand am Strand, aber egal das gehört dazu.

Und auch ins Nachtleben wird sich mit den anderen Volunteers des Freiwilligendienstes und unseren Gastbrüdern gestürzt und absolut für gut befunden! Da quasi habe ich schon gemerkt, dass ich doch das ein oder andere schönere Outfit hätte einpacken sollen, aber was solls, wozu gibt’s denn die riesigen Märkte am Circle, dort decken Nathy, der es übrigens genauso ergeht mit dem Inhalt ihres Koffers und ich uns erst einmal mit ein paar schickeren Klamotten ein.
Endlich bei meiner Gastfamilie angekommen

Unterrichten an der Schule in Ghana

Nach einer Woche Freiwilligenarbeit bei Mama Mina heißt es wieder Koffer packen und auf zur Gastfamilie für die verbleibenden 5 Wochen. Nach gut einer Stunde "stop and go"-Taxifahrt und einem beeindruckendem Hupkonzert kommen wir in Dome bei Mama Minas Schwester an, hier bei Mama Sofia werden Nathy und ich uns und später auch Kim aus Berlin ein recht großes Zimmer mit eigenem Badezimmer teilen. Nach einer "Begrüßungs-Banane" und etwas Geplaudere mit den beiden Mamas, begleitet Mama Mina uns zu unseren Projekten und stellt uns dort vor. Wir besprechen die Arbeitszeiten und die Aufgaben für die kommenden Wochen und lernen die Schulleiterin  und die Lehrerinnen der Schule kennen.

Unterrichten an der Schule in Ghana

In den nächsten Wochen werde ich also Vertretungsstunden in der Vorschule übernehmen, Klausuren und Hausaufgaben der Grundschüler korrigieren und natürlich auch an der Schule unterrichten.

Natürlich bleiben wir nicht unentdeckt und sind innerhalb weniger Minuten umringt von kleinen Ghanaern, die alles über uns wissen wollen und uns völlig in Beschlag nehmen. Zugegebenermaßen bin ich anfangs ziemlich überfordert und kann gar nicht auf all die Kinder eingehen. Darum freue ich mich umso mehr, diese liebenswerten Kinder in den nächsten Woche um mich zu haben.

Freizeitaktivitäten an den Wochenenden

Da wir am Wochenende frei haben, können wir Ghana prima auf eigene Faust erkunden und fahren gemeinsam mit weiteren Teilnehmern nach Cape Coast und in den Kakuum National Park, nach Ada-Foah in die Delta Region Ghanas, zu den Wli-Waterfalls oder verbringen die Wochenenden damit, gemütlich am Strand zu liegen und abends zu den berüchtigten Beachpartys zu gehen.

Fazit meiner Freiwilligenarbeit in Ghana

So vergehet meine Freiwilligenarbeit mit RGV wie im Fluge, ich bin um viele Erfahrungen reicher, habe ein wunderschönes Land gesehen und liebenswerte Menschen getroffen und bin ganz bestimmt nicht zum letzten Mal in Ghana gewesen!

Unterrichten an der Schule in Ghana Erfahrungsbericht von Jorina B, Juli 2012