Sealife Projekt und Lions Park Südafrika Erfahrungsbericht

Pinguine retten in Kapstadt

Mein Pinguin Projekt in Südafrika

Nach meinem Abitur habe ich mich für einen Freiwilligendienst im Ausland interessiert, und zwar für den Bereich Natur und Tiere. Ich habe bei Rainbow Garden Village ein interessantes Freiwilligenprojekt in Südafrika im Tierbereich gefunden. Für zwei Monate war ich in einem Projekt mit Pinguinen. Kranke Pinguine werden von den Stränden und auch umliegenden Inseln in der Auffangstation aufgenommen und ihnen wird geholfen bis sie wieder zurück in die Wildnis können. Es ist eine Art Krankenhaus für Pinguine, das in verschiedene Sektionen eingeteilt ist. Es gibt 7 Sektionen, in denen die Pinguine nach Krankheitszustand aufgeteilt sind.

Tagesablauf im Projekt

Das Sealife Projekt in Kapstadt war sehr vielseitig, da man fast täglich in einer anderen Sektion arbeitet. Der Arbeitstag fängt immer mit einem kurzen Meeting um 08.00 Uhr an. Hier wird alles Wichtige für den Tag besprochen und jeder Volunteer und die fest angestellten Arbeiter werden in eine oder mehrere Sektionen eingeteilt, je nachdem wie viele Arbeiter insgesamt da sind. Zuerst wird die Medizin für die Pinguine vorbereitet und danach wird sie verabreicht. Es ist wichtig, dass jeder sehr sorgfältig und genau arbeitet, da für jeden Pinguin individuell die Medizin berechnet wird und sich nach der Aufenthaltsdauer richtet. Jeder Pinguin hat eine Nummer. Auf einer Liste findet man zu dieser Nummer die genauen Angaben, was der Pinguin an Medizin braucht. Neben der Medizin bekommen die Pinguine 2-mal am Tag Fisch. Je nach Gewicht sind das 4 – 8 Fische pro Tag. Bevor die Pinguine den Fisch bekommen, werden sie 3-mal täglich zum Schwimmen in den Pool geschickt. Die Aufenthaltsdauer der Pinguine beträgt meistens 1 bis 3 Monate. Es ist ein besonderer Moment, wenn dann die Pinguine wieder in die Freiheit entlassen werden. Einmal war ich dabei. Die Arbeit mit den Pinguinen hat mich von Anfang an begeistert!

Erfahrungen in den anderen Sektionen

Neben der Arbeit mit den Pinguinen war ich auch manchmal im "General" eingeteilt. Hier wird alles vorbereitet, was die sehr schwachen Pinguine bekommen. Speziellen Brei mit Medizin, der anschließend in 60ml Spritzen abgefüllt wird. Und eine Art Energiedrink. Zusätzlich wird hier alles gespült, die Spritzen sauber gemacht, der Fisch vorbereitet, etc.
Zuletzt gibt es noch "Mats & Crates". Das ist die Sektion, in der die ganzen Matten, Transportkäfige, etc. mit einem Hochdruckreiniger sauber gemacht werden. Da jeden Tag die Sektionen gereinigt werden müssen, ist hier immer sehr viel zu tun.

Unterkunft in der Lodge

Untergebracht war ich in einer Lodge, etwa 15 Minuten vom Pinguin-Projekt entfernt. Hier waren noch vier andere Volunteers, die mit mir in meinem Projekt gearbeitet haben. Drei Deutsche und eine Engländerin. Abends nach der Arbeit haben wir meistens noch im Haus "gechilled". Manchmal sind wir auch noch ins Restaurant oder in eine Bar.

Kurzeinsatz bei den Löwen

Zusätzlich hatte ich noch die Möglichkeit fünf Tage in ein Projekt mit Löwen reinzuschauen. Das habe ich natürlich mit Freude angenommen. Hier war es eher körperliche Arbeit. Man arbeitet für die Tiere und nicht mit den Tieren. Die Löwen wurden alle aus Zoos, in denen sie schlecht behandelt wurden, gerettet oder aus "Canned Hunting" Farmen (Löwen werden hier gezüchtet, damit man sie gegen Bezahlung abschießen kann). Gefüttert werden sie dreimal in der Woche mit Hühnchen.

Hier habe ich in einer Holzhütte gewohnt. In zwei weiteren Holzhütten neben mir wohnten zwei festangestellte Arbeiter. Die Afrikaner lieben BBQ (sie nennen es Braai), was wir öfter nach der Arbeit gemacht haben. Das sollte jeder mal gemacht haben, aber richtig afrikanisch.

Fazit: Ich werde Südafrika vermissen!

Das Wetter war hier genial, jedoch in der Nacht war es bitter kalt. Die Berge und Landschaften um mich herum waren jeden Tag aufs Neue sehr schön anzusehen. Ebenso die rot-orangen Sonnenuntergänge. Das werde ich neben den Pinguinen und Löwen sehr vermissen.

Sealife Projekt und Lions Park Südafrika Erfahrungsbericht von Lucas, 28.02.13

Zum Projekt

Bildergalerie

Lucas beim Wildlife-Projekt in Südafrika
Lucas beim Wildlife-Projekt in Südafrika
Die Arbeit mit den Tieren
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