Meine Erfahrung mit Rainbow Garden Village im Children Center

Freiwilligenarbeit im Children Center und Highlights in Kapstadt

Nach dem Abi ins Ausland!

Direkt nach dem Abi kam für mich studieren nicht in Frage, ich wollte Abstand von meinem geregelten Alltag gewinnen und habe so sehr spontan entschieden, mit RGV nach Kapstadt zu gehen. Zuerst war für mich nur ein Tierprojekt eine Option, da ich Hemmungen hatte, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten und vor allem auch davor, in einer Gastfamilie zu leben.

Doch es kam wie es kommen musste und es war weder ein Platz im Tierprojekt, noch einer im Student House frei. Trotzdem habe ich mich dafür entschieden und ein paar Tage später war auch schon alles gebucht. Schon zwei Wochen später saß ich mit einem großen Koffer voller Mitbringsel und unheimlich aufgeregt im Flieger nach Kapstadt. Bis auf ein bisschen Stress beim Umsteigen in Johannesburg lief alles glatt.

Ankunft & Orientierungs-Programm

In Kapstadt angekommen wurde ich nach kurzem Warten von Chad abgeholt und von ihm zum kleinen Student House gebracht, wo ich mit zwei weiteren Volunteers das Orientierungs-Programm hatte. Danach ging alles ganz schnell und eine Stunde später saß ich mit meinen drei Gastschwestern im Auto auf dem Weg zu meiner Gastfamilie.

Meine nette Gastfamilie

Nach kurzem Auspacken und frisch machen haben mir die Mädels die Umgebung gezeigt und am Abend habe ich dann meine Gasteltern kennen gelernt. Meine Gastmutter hatte leider erst am Morgen erfahren, dass sie noch einen Volunteer bekommt und schien deshalb von meiner Ankunft etwas überrumpelt, war jedoch trotzdem sehr nett zu mir. Am Abend hat sie dann für uns gekocht und obwohl das Essen sehr lecker war, musste ich mich erst dran gewöhnen, dass es jeden Tag Fleisch gab und man auch damit nicht so zimperlich sein durfte.

Ich hatte insgesamt mit meiner Ankunft sehr viel Glück, da bei mir, im Gegensatz zu anderen Volunteers, die sehr lange Wartephasen hatten, alles sehr zeitnah geplant wurde und ich schon am nächsten Tag eine Sightseeing Bustour mit einem anderen Freiwilligen machen konnte.

Mein Projekt im Childrens Center

Ich war im Childrens Centre untergebracht, was eigentlich wie ein Kindergarten ist. Da meine Gastmutter die Direktorin vom Centre war, sind meine Gastschwester und ich, gegen ein Spritgeld von 15 Rand pro Fahrt, immer bei ihr mitgefahren.

Schon an meinem ersten Tag dort wurde ich von den Kindern sehr herzlich begrüßt und auch im Laufe der Zeit nimmt die Freude nicht ab, wenn man Morgens dort ankommt. Der erste Tag war nicht einfach, da auch der Ablauf dort ganz anders als in Deutschland ist. Aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen, denn mit der Zeit kommt man gut in den Alltag rein. Je besser man die Kinder und auch ihre Schicksale kennenlernt, desto mehr schließt man sie ins Herz.

Freizeit-Highlights: Westcoast-Trip & Surfen in Muizenberg

Meine Freizeit habe ich eigentlich immer mit meinen Gastschwestern verbracht. So sind wir zusammen auf den Tafelberg gestiegen, haben Sonnenuntergänge angeschaut, das Kap der guten Hoffnung besucht, waren bei Mzolis, einer großen Party, und noch vieles Mehr. Insgesamt kann man sagen, dass es einem in Kapstadt nie langweilig wird, denn auch die ganzen Märkte sind wirklich sehenswert!

Das absolute Highlight war jedoch ein selbst organisierter Westcoast Trip, über Langebaan, Elands Bay und als krönender Abschluss die Cedderberge, wo man einen atemberaubenden Sternenhimmel bewundern kann. Auch von RGV hatte ich eigentlich das Surfcamp gebucht, jedoch hat dieses nicht in einem solchen Rahmen stattgefunden, weswegen ich es abgesagt habe und wir auf eigene Faust Surfen gegangen sind (sehr zu empfehlen in Muizenberg).

Meiner Meinung nach ist eines der wichtigsten Dinge in Kapstadt ein Auto zu haben, denn so kann man die Stadt auf eine ganz andere Weise kennen lernen.

Fazit meiner Freiwilligenarbeit in Südafrika

Man geht mit dem Gedanken nach Kapstadt etwas bewirken zu können, doch leider ist das nur in geringem Maße der Fall, das merkt man bereits an seinem ersten Tag. Die Zeit dort gibt einem selbst viel mehr, als man selbst jemals geben könnte. Die Hauptaufgabe besteht darin den Kindern ganz viel Liebe und Nähe zu geben und so wird man eigentlich zu einem lebenden Kuscheltier umfunktioniert.

Die Zeit war für mich persönlich bisher die schönste in meinem Leben, man erreicht zwar oft seine Grenzen und auch Heimweh plagt einen teilweise, aber was man dort erlebt, kann einem nie wieder jemand nehmen. Ich habe danach noch zwei Wochen Urlaub dran gehängt und die Tatsache, dass ich "Heimweh" nach Kapstadt hatte, verrät schon sehr viel. Man muss sich auf das Leben dort einlassen und auch versuchen sich anzupassen, dann hat man dort eine unvergessliche Zeit.

Tipp für zukünftige Südafrika Volunteers

PS: Noch ein kleiner Tipp – auf jeden Fall warme Klamotten mitnehmen, es kann teilweise echt kalt werden (ich war von Mitte Oktober bis Dezember dort), nicht nur in der Nacht, da es keine Heizungen gibt, sondern auch tagsüber, da immer ein recht starker Wind geht und das Wetter eh macht was es will.

Erfahrungsbericht aus dem Children Center in Kapstadt von Laura B, 14.12.15

Zum Projekt

Bildergalerie

Laura im Children Center in Südafrika
Laura im Children Center in Südafrika
Laura mit einigen ihrer Kinder, die sie in Südafrika betreute
Laura mit einigen ihrer Kinder, die sie in Südafrika betreute
Die warme Abendluft mit Freunden in Südafrika genießen gehört ebenso zu Lauras Erfahrungen
Die warme Abendluft mit Freunden in Südafrika genießen gehört ebenso zu Lauras Erfahrungen