Grundschul-Praktikum in Südafrika Erfahrungsbericht

Als Lehramtstudentin für ein Auslandspraktikum nach Kapstadt

Vorbereitung mit Rainbow Garden Village

Da mir für den Abschluss meines Lehramtsstudiums noch ein Praktikum fehlte, entschied ich mich nach einiger Recherche im Internet, dieses über RGV in Kapstadt zu absolvieren. Per Telefon und E-Mail klärte ich mit Steffen alle Fragen und die Buchung war einfach und schnell erledigt. Nachdem auch die Flüge bestätigt waren, bekam ich von RGV ein Reise ABC zugeschickt, in dem wichtige Informationen zur Vorbereitung und dem Ablauf vor Ort geschildert wurden.

Ankunft & die ersten Tage in Kapstadt

5 Monate später kam ich um 7 Uhr morgens endlich in Kapstadt an und wurde auf Grund der Geburt des Kindes von Jemaine und Verena leider am Flughafen vergessen. Nach einem Anruf bei Verena informierte diese aber sofort Jemaine und ich wurde abgeholt und ins Student House gebracht, wo ich die erste Nacht schlafen sollte. Da alle Bewohner in ihren Projekten waren, zeigte mir Jemaine das Haus und erklärte mir grundlegende Dinge. Eine Stunde später kam Leben ins Haus und ich wurde herzlich von einigen anderen Freiwilligen begrüßt, die ab mittags eine Tour zum Kap der guten Hoffnung gebucht hatten und mich spontan mitnahmen. Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen um 8 Uhr auf Safari. Die hatte ich schon in Deutschland über RGV mit anderen Mädels gebucht und ich kann die Organisation sehr empfehlen.

Orientierungs-Programm

Knapp eine Woche nach meiner Ankunft in Kapstadt bekam ich mit anderen Freiwilligen dann noch eine Einführung bezüglich Sicherheit und Leben in Kapstadt (jeder bekam einen Ordner mit Infomaterial) inklusive einer tollen Free Walking Tour durch Kapstadt und einer Fahrt auf den Signal Hill.

Meine Freiwilligenarbeit in der Grundschule

5 Tage nach meiner Ankunft in Kapstadt startete meine Arbeit im Projekt. Ich fuhr vom Student House mit anderen Freiwilligen mit einem öffentlichen Bus zu meiner Einsatzstelle und diese zeigten mir meine Schule und nahmen mich mit in ihre Klassen. Ich arbeitete jetzt 6 Wochen von 8-15 Uhr an der Primary School. Der Schulleiter und alle Lehrer begrüßten mich sehr freundlich und auch die Kinder in den verschiedenen Klassen – mit viel Enthusiasmus wurde mir sogar die Nationalhymne vorgesungen (ich sollte danach das Gleiche tun).
Tätigkeiten in meiner Einsatzstelle

In der ersten Woche hospitierte ich in verschiedenen Klassenstufen und entschied mich am Ende für eine 5. Klasse. Schnell übernahm ich viele der Mathestunden und führte in allen 5. Klassen verschiedene Aufgaben für einen Sporttest durch. Meine Lehrerin war während der ganzen Zeit sehr bemüht und tat alles dafür, dass ich mich wohlfühle. Gemeinsam mit der Klasse veranstaltete sie z.B. ein Frühstück in der Schule, zu dem alle Kinder typisches südafrikanisches Essen mitbrachten und ich verbrachte auch außerhalb der Schule Zeit mit ihr.

Unterkunft in der Gastfamilie

Nach einer Woche wurde ich abends zusammen mit einer anderen Freiwilligen im Student House von unserem zukünftigen Gastbruder abgeholt und für die nächsten 6 Wochen wohnten wir zusammen in einer Gastfamilie. Diese tat wirklich alles, damit wir uns wohlfühlten. Jeden Morgen gab es ein Frühstück mit riesiger Auswahl, mittags verpflegten wir uns selbst und jeden Abend wurde für uns abwechslungsreich gekocht und meist aßen wir auch gemeinsam. Unser Gastbruder nahm uns ab und zu mit zu Partys, übte mit uns das Autofahren im Linksverkehr und auch bei Familientreffen waren wir mit dabei, wodurch wir einen tollen Einblick in das Leben und die Kultur der Südafrikaner bekamen. Wir wohnten in einem Bungalow im Garten mit 2 Betten, 2 Schränken und einem eigenen Bad und sogar die Wäsche wurde für uns gewaschen.

Mein Fazit zur Gastfamilie: Ich habe mich sehr wohl gefühlt in dieser Familie und ich würde immer wieder die Option "Gastfamilie" wählen. Zusätzlicher Pluspunkt war, dass ich mein Projekt innerhalb von 5 Minuten zu Fuß erreichte und ich dadurch länger schlafen konnte und keine Fahrtkosten mehr anfielen.

Freizeitgestaltung und Highlights in Kapstadt

Kurz nach dem Einzug in unsere Gastfamilie habe ich mir mit der anderen Freiwilligen in meiner Gastfamilie über Jemaine ein Auto gemietet, sodass wir für die nächsten Wochen unabhängig waren und auch nach der Schule noch viel unternehmen konnten. Alleine ist das ganze vielleicht etwas teuer, aber zu zweit war ein Auto auf jeden Fall gut zu bezahlen. Wir haben uns schnell auf Kapstadts Straßen zurechtgefunden und auch der Linksverkehr war kein Problem mehr.

Kapstadt ist eine der schönsten Städte, die ich bisher gesehen habe. Die Lage zwischen Meer und Bergen ist traumhaft und auch die Landschaft um Kapstadt herum ist unglaublich schön. Hinzu kommen die immer offenen und gut gelaunten Menschen. Der Aufstieg auf den Tafelberg und den Lions Head sind auf jeden Fall ein Muss, aber auch die vielen Märkte sind definitiv einen Besuch wert. Für die, die es mögen, kann ich auch das Reiten in Nordhoek am Strand oder ein Konzert im botanischen Garten in Kirstenbosch sehr empfehlen. Man kann so viel unternehmen und Langeweile kommt in Kapstadt definitiv nicht auf.

Fazit zu meinem Aufenthalt in Kapstadt

Bei Fragen oder Problemen konnte man sich jederzeit an Jemaine, Verena und Lisa wenden und diese taten alles, um das Problem möglichst schnell zu lösen. Auch wenn man in den Medien häufiger von Überfällen und Kriminalität hört, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt in Kapstadt unsicher gefühlt und wenn man sich an gewisse Regeln hält (nur bestimmte Taxiunternehmen nutzen, nachts nicht in einsamen Gegenden aufhalten, …) kann einem auch eigentlich nichts passieren. Insgesamt war es eine unvergessliche Zeit!

Grundschul-Praktikum in Südafrika Erfahrungsbericht von Svenja H., 02.04.2014

Zum Projekt

Bildergalerie

Svenjas Schulklasse in Kapstadt
Svenjas Schulklasse in Kapstadt
Svenja mit einem wunderbaren Hafenblick in Südafrika
Svenja mit einem wunderbaren Hafenblick in Südafrika