Freiwilligenarbeit mit Kindern in Namibia Erfahrungsbericht

In den Semesterferien ging's als Volunteer ins Ausland!

Ich heiße Ramona, bin 20 Jahre alt und studiere Psychologie an der Universität Wien. Schon lange hatte ich den Gedanken im Kopf, für ein paar Wochen ins Ausland zu gehen, um eine neue Kultur, ein neues Land und auch andere Lebensumstände kennenzulernen. Afrika hat mich schon lange gereizt und nach kurzer Recherche habe ich mich dann für Namibia entschieden.

Wahl von Land und Projekt

Gründe dafür gab es mehrere, zum einen ist es eines der sichersten Länder Afrikas und zum anderen überzeugten mich Erfahrungsberichte und Fotos von Bekannten. Da es mir sehr wichtig war auch in die Armut, die in Namibia weitverbreitet ist, Einblicke zu gewinnen, entschied ich mich für Stufe 2. Eine sehr gute Entscheidung, da dieser Kindergarten weitaus schlechtere Verhältnisse hat als jene der Stufe 1 und somit dringend Hilfe und Unterstützung gebrauchen kann.

Meine Einsatzstelle: Ein Kindergerten Stufe 2

Die Kinder und auch die Erzieherinnen im Kindergarten haben mich richtig herzlich aufgenommen. Die Kleinen waren bis zum Schluss fasziniert von meiner Haut, meinen Muttermalen und meinen Haaren. Wenn ich morgens ankam wurde ich gleich mal von allen angesprungen und umarmt. Die Herzlichkeit und Wärme, die ich von diesen Kindern geschenkt bekommen habe, ist unbeschreiblich und hat mich oft zu Tränen gerührt. Jeder wollte mit mir spielen, auf meinem Schoß sitzen usw. Ich habe täglich von ca. 8 bis 12:30 Uhr gearbeitet und durfte selber entscheiden in welcher Gruppe ich sein will. Ich habe ab und zu gewechselt. Ganz am Anfang war ich bei den größeren Kindern, zum Schluss dann mehr bei den 2-3 Jährigen und bei den ganz kleinen. Vor allem bei den Babys wurde immer Hilfe benötigt, da eine Erzieherin für ca. 16 Kinder zuständig war.

Meine Tätigkeiten im Kindergarten Projekt

Meine Tätigkeiten beinhalteten Spielen, Singen, Wickeln, Füttern, usw. Es wird allerdings auch schon ein bisschen unterrichtet. Die Kinder lernen ein paar Wörter zu schreiben und Rechnen und die wichtigsten Fakten über Tiere. Ich konnte viel mit den Kindern machen, da die Erzieher meine Vorschläge sehr gut und begeistert annahmen. Nicht nur die Kinder waren von Papierfliegern, Straßenmalkreiden, diversen Spielen, Seifenblasen usw. fasziniert. Man kann den Kindern mit so kleinen Dingen eine riesen Freude machen. Vor allem mit Luftballons!!!

Ein schwerer Abschied

In den 6 Wochen, die ich dort verbracht habe, sind mir die Zwerge so ans Herz gewachsen, dass der Abschied sehr, sehr schwer fiel. Nicht nur bei mir flossen Tränen, sondern auch bei einigen Kids. Das hat mich zutiefst berührt und ich werde die Kleinen nie vergessen!

Leben im Student House und Freizeit-Tipps

Das Leben im Student House war immer lustig und man findet schnell Anschluss und Begleiter für Wochenendtrips. Ich war jedes Wochenende unterwegs und habe versucht so viel wie möglich von Namibia zu sehen. Das Land hat unglaublich viel zu bieten (ein paar Tipps: Sossusvlei und Naukluft Gebirge, Waterberg, Erindi oder Etosha, Lüderitz, Kolmannskuppe, Köcherbaumwald, Naankuse, …). In Windhoek kann man auch super lecker essen gehen, was wir auch oft gemacht haben. Vor allem das Fleisch, egal ob Oryx, Kudu, Springbock oder Beef, ist extrem gut!

Spendenaufruf: Mit wenig viel bewirken

Was ich auch noch empfehlen kann, ist einen kleinen Spendenaufruf bei Freunden und der Familie zu starten. Man sieht so viel Armut, lernt so liebe Menschen kennen, die Hilfe brauchen können und man kann mit wenig Geld sehr viel erreichen. Mir hat es sehr viel Freude gemacht, zu sehen wie sich die Menschen über kleine Dinge gefreut haben. So viele Freudentränen, dankbare Gesichter und Umarmungen habe ich noch nie erhalten.

Unterstützung durch RGV

RGV ist eine super Organisation, die ich nur empfehlen kann. Man wird bei allem unterstützt, kann immer mit Fragen und Anliegen zu den Mitarbeitern in München kommen, und vor Ort ist man Dank Steffi und Anita auch nie alleine mit eventuellen Problemen.

Fazit zu meiner Zeit in Namibia

Alles in allem war meine Zeit in Namibia einfach unbeschreiblich schön, ich habe jede Sekunde davon genossen und wäre sehr gerne noch länger dort geblieben. Diese Erfahrung kann einem keiner mehr nehmen und bereichert das Leben enorm. Auch lernt man Kleinigkeiten wieder zu schätzen und mit dem zufrieden und glücklich zu sein, was man hat. Die 6 Wochen in Namibia zählen zu den schönsten meines Lebens und ich schließe ein Wiedersehen definitiv nicht aus.

Freiwilligenarbeit mit Kindern in Namibia Erfahrungsbericht von Ramona G, 02.09.16

Zum Projekt

Bildergalerie

Ramona in ihrem Kindergarten Projekt
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Ramona bekommt Frisuren von ihren Kindern aus dem kindergarten in Namibia
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Erfahrungen auf Namibia Straßen
Erfahrungen auf Namibia Straßen
Auf Safari in Namibia
Auf Safari in Namibia
Ein schwerer Abschied vom Freiwilligen Projekt in Namibia
Ein schwerer Abschied vom Freiwilligen Projekt in Namibia