Freiwilligenarbeit als Lehrer in Thailand Erfahrungsbericht

Eine sinnvolle Auslandserfahrung

Schon als kleiner Junge sagte ich zu meinen Eltern, dass ich einmal nach Thailand fliegen möchte – die freundlichen Leute, die Kultur, der Lifestyle, die atemberaubende Landschaft und die wunderschönen Strände inspirierten mich schon damals, vor mehr als zehn Jahren. Anstatt für einen Partyurlaub entschied ich mich dieses Jahr dafür, etwas Sinnvolles in einem fernen Land zu machen. Zudem werde ich diesen Sozialdienst im kommenden Jahr als mein Maturaprojekt (Abiturprojekt) nutzen.

Herzlich empfangen in Thailand

Im Juni war es dann soweit; mit viel zu viel Gepäck ging es nach München zum Flughafen. Nach einem 16-stündigen Flug (inkl. Zwischenstopp in Dubai) kam ich erschöpft in Bangkok an. Nach einer Nacht in der Weltstadt ging es dann nochmal 7 bis 8 Stunden mit einem sehr bequemen Bus weiter nach Chumphon. Vor Ort wurde ich schließlich sehr herzlich von Frank und Noe, die sich sehr viel Mühe mit den Volunteers machen, empfangen.

Orientierungsprogramm und Schulalltag in Chumphon

Während der ersten paar Tage zeigte mir Frank mit dem Moped die Stadt Chumphon und die wunderschöne Gegend von Pak Nam. Danach hieß es, die Schüler der Wathuagrood School in Englisch zu unterrichten. Als ich das Schulareal zum ersten Mal betrat, wusste ich, dass ich länger als fünf Wochen dort bleiben wollte – all die Schüler und Lehrer waren sehr nett, sie unterstützten mich wo immer sie konnten und waren sehr wissbegierig.

Jeden Morgen, wenn ich mit dem Moped die Schulauffahrt hinauffuhr, kamen die kleinen Kinder herbeigerannt, winkten mit den Händen und schrien "Hello teacher Marco" und umarmten mich schließlich. Ich freute mich auf jeden Tag, an dem ich in der Schule unterrichten durfte. Obwohl die Schüler nicht viel besitzen, bekam ich selbstgebastelte Blumen, Sticker, gefühlte hundert Zeichnungen… und sogar einen Liebesbrief. Auch von den Lehrern bekam ich regelmäßig Geschenke, sprich Süßigkeiten, Getränke, ein T-Shirt und ein Fresspaket zur Heimreise. Der Abschied von der Schule fiel mir sehr schwer, da mir in der kurzen Zeit alle so sehr ans Herz gewachsen sind. Am letzten Tag führten mich die Lehrer dann noch zu einem Abschiedsessen aus und sagten mir, dass ich wiederkommen solle – was ich auch tun werde.

Meine Unterkünfte in Thailand

Die Gastfamilie in Chumphon war ausgesprochen nett – sie halfen mir immer weiter und wir erzählten uns so einiges.

Das Haus war sehr schön möbliert und sauber; zudem hatten wir eine super Lage. Die ersten paar Tage war ich noch der einzige Volontär, aber innerhalb kürzester Zeit waren wir schließlich zu zehnt. All die anderen Volunteers waren total nett. Obwohl ich erst 17 bin und die anderen zum Teil schon Mitte 20 sind, verstanden wir uns alle sehr gut. Beinahe an jedem Abend trafen wir uns, um miteinander an einer der sehr leckeren Garküchen zu essen. An den Wochenenden machten wir zusammen Ausflüge zu den wunderschönen Inseln bzw. Orten, wie Koh Tao, Koh Samui, Keabi. Das machte sehr viel Spaß!

Am Ende meiner Freiwilligenarbeit in Thailand besichtigte ich schließlich noch die chaotischste Stadt die ich jemals gesehen habe – Bangkok. Mit zwei vollgepackten Koffern erreichte ich um 22.00 Uhr Bangkok, ohne jedoch vorher ein Hotel gebucht zu haben. Nach einer langen und anstrengenden Suche fand ich schließlich doch noch ein freies Zimmer in der Khao San Road in Bangkok. An den folgenden Tagen besichtigte ich die sehr spannenden Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel Wat Pho, Grand Palace uvm.

Heimreise nach Europa

Zwei Tage später musste ich Thailand leider wieder verlassen und zurück ins verregnete Österreich fliegen. Bereits im Flieger überlegte ich, wann ich wieder zurückfliegen würde in das Land des Lächelns. Ich bereue keinen einzigen Cent, den ich in die Reise investiert habe, da es wirklich eine sehr schöne und prägende Zeit für mich war. Ich kann es allen wirklich nur weiterempfehlen in Chumphon einen Freiwilligendienst zu leisten, da es mit Sicherheit eine unvergesslich schöne Zeit werden wird. All meine Erwartungen bestätigten sich vor Ort, die freundlichen Leute, die wunderschöne Landschaft – am liebsten würde ich auf der Stelle wieder zurückfliegen.

Letztendlich muss ich noch RGV sehr loben, da sich alle sehr viel Mühe machten und die gesamte Reise sehr gut arrangiert haben – Danke nochmals für alles.

Freiwilligenarbeit als Lehrer in Thailand: Erfahrungsbericht von Marco, 11.09.2014

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Bildergalerie

Marco mit einigen Schülern auf dem Fußballfeld an der Schule in Thailand
Marco mit einigen Schülern auf dem Fußballfeld an der Schule in Thailand
Jüngere Kinder, die Marcos Erfahrungen in Thailand mit geprägt haben
Jüngere Kinder, die Marcos Erfahrungen in Thailand mit geprägt haben