Erfahrungsbericht aus einer Suppenküche in Namibia

Eine warme Mahlzeit für bis zu 500 bedürftige Kinder!

Der Beginn unseres Afrika Abenteuers

Am 28. Jänner 2016 war es soweit: unser Abenteuer begann! Voller Vorfreude, Elan und leichter Nervosität ging es mit dem Flugzeug von München nach Johannesburg und nach der Zwischenlandung dann schlussendlich nach Windhoek. Schon am Flughafen realisierten wir eines schnell: Afrika ist anders. Afrika steckt voller Lebensfreude und Gelassenheit!

Zusammenleben im Student House in Windhoek

Etwas erschöpft kamen wir im Student House an, welches wirklich ganz schön und gepflegt ist. Das 4er Zimmer, in dem ich untergebracht war, war zunächst eine große Umstellung, aber nach einiger Zeit konnte ich mir meine lieben Zimmerkolleginnen nicht mehr wegdenken. Bei unseren ersten Ausflügen alleine in der Stadt waren wir noch etwas unsicher, weil im Vergleich zum modernen Europa doch alles ganz anders war. Aber wir ließen uns komplett auf die Lebensweise, das Land und die Kultur ein und wurden reich beschenkt, sodass wir am Ende durch die Straßen gingen wie "richtige" Einheimische.

Meine Erfahrungen mit dem Team vor Ort

Nach unserem Einführungsworkshop, der wirklich super informativ und eine gute Vorbereitung auf den folgenden Monat war, ging es zu unserem Projekt! Leider gab es ein paar Probleme mit der Finanzierung dieses Projekts und es wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Unsere RGV-Leiterin vor Ort meinte am Telefon: "Welcome to Africa!"

Meine Freiwilligenarbeit in der Soupkitchen in Katatura

Schnell wurde ein neues Ersatzprojekt für uns gefunden: Eine Soupkitchen in den Tiefen von Katatura, bei der bis zu 500 Kinder täglich eine Mahlzeit bekommen. Unsere Aufgabe war die Essensausgabe. Die herzliche und inspirierende Leiterin sagte zu Beginn, dass sie für alles dankbar sei, was wir zusätzlich anböten.

Der Tagesablauf im Projekt

Natürlich wollten wir das Beste rausholen und hatten bald einen fixen Tagesablauf: zuerst machten wir gemeinsam Musik, wir lehrten ihnen neue Lieder, danach boten wir ca. 2 Stunden eine Pre-School (Vorschule) an, bei der jeden Tag 30 Kinder teilnahmen. Die Kinder waren wirklich sehr brav, motiviert und wissbegierig, was uns wirkliche Freude bereitete. Zuerst begannen wir mit dem Alphabet und den Zahlen, schnell machten sich Steigerungen und Fortschritte bei den Kindern bemerkbar und wir konnten ihnen daher immer neue Sachen beibringen.

Nach dem Unterricht begann die stressige Zeit, in der jeden Tag bis zu 500 Kinder eine warme Mahlzeit bekommen. Das war auch eine ganz neue und besondere Erfahrung: Obwohl diese Kinder materiell nichts besitzen, sind sie trotzdem glücklich, stellen keine besonderen Ansprüche und sind dankbar! Am Nachmittag veranstalteten wir an manchen Tagen ein After School Project, bei dem die Kinder ihre Hausaufgaben mitbrachten und wir sie dabei unterstützen. Mit Diktaten überprüften wir das Gelernte der Kinder. Die Arbeit war zwar wirklich anstrengend, aber wir erlebten eine tolle Zeit!

Wochenendausflüge mit anderen Volunteers

Die Wochenenden verbrachten wir mit Reisen zu verschiedensten Destination in Namibia. Gemeinsam mit anderen Voluntären planten wir gemeinsame Touren. Auch hier erkannte man deutliche Unterschiede zwischen Europa und Afrika. Bei der Autovermietung ist es oftmals besser 3 Stunden einzuplanen und auch auf den Straßen, die meist "unpaved" sind, musste man sich immer einen ordentlichen Zeitpuffer einrechnen.

Besondere Highlights

Unsere Trips führten uns nach Sossusvlei, den ältesten Sanddünen der Welt, nach Swakopmund, einer deutschen Küstenstadt am atlantischen Ozean und zum Etosha Nationalpark. Ich war von den Orten unglaublich beeindruckt und stellte fest, dass Namibia landschaftlich zu den schönsten Ländern der Welt zählt.

Folgende Erlebnisse brannten sich richtig in mein Gedächtnis ein:

  • Sonnenuntergang auf einem kleinen Berg mit Blick auf die Steinwüste
  • Sternenhimmel in der Wüste
  • Kamelritt und Quadfahrt durch die Dünen
  • Löwen, Leoparden, Zebras und Giraffen aus der Nähe zu beobachten
  • Sonnenuntergang am Ozean in Swakopmund

Fazit zu meiner Freiwilligenarbeit in Namibia

Am Schluss bleibt noch zu sagen: "If you only visit two continents in your lifetime, visit Africa twice."

Die 4 Wochen, die wie im Flug vergingen, waren ein tolles Abenteuer, das ich auf keinen Fall missen möchte. Ich konnte neue und wertvolle Erfahrungen sammeln und viel für mein restliches Leben mitnehmen.

Erfahrungsbericht aus einer Suppenküche in Namibia von Andrea P, 08.03.16

Zum Projekt

Bildergalerie

Andrea mit einem ihrer Kinder in Namibia
Andrea mit einem ihrer Kinder in Namibia
Andrea mit neuen Bekanntschaften in Namibia
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Andrea sammelt Erfahrungen beim Unterrichten
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Auf einem Ausflug während Andreas Zeit in Namibia
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Eine Kameltour, die ist lustig.. Tolle Eindrücke sammelt Andrea
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