Erfahrungsbericht aus einer Kindertagesstätte in Tansania

Kinderbetreuung in der Bergstadt Iringa

Die ersten Tage in Tansania: Von der Stadt in die Berge!

Nach zwei Tagen in Dar es Salaam ging es mit dem Bus in die kleine Bergstadt Iringa, in der ich die nächsten Wochen wohnen und arbeiten sollte. Den Transfer organisierte ein RGV Mitarbeiter vor Ort für mich, worüber ich sehr froh war, denn selbst nach ein paar Tagen in dieser verrückten Stadt, findet man sich vorerst noch nicht alleine zurecht. In Iringa selbst fühlte ich mich sofort zuhause und brauchte nur wenige Tage, um mich einzuleben.

Mein Freiwilligenprojekt: Eine Kindertagesstätte in Iringa

Da das mir zugeteilte Projekt nur vormittags Freiwillige suchte, wechselte ich in eine Kindertagesstätte, in der ich montags bis freitags täglich acht Stunden arbeitete. Die Kinder, die in diese Kindertagesstätte gebracht werden sind zwischen 6 Monate und 6 Jahre alt und kommen zwar aus einfachen, aber nicht aus den schlimmsten Verhältnissen. Viele der Kinder kamen aus der Umgebung, in der ich wohnte und ich traf sie, ihre Eltern und/oder Geschwister oft auf der Straße, was den Umgang miteinander immer einfacher und familiär machte.

Durch die Hilfe der Kinder und der Mitarbeiter eignete ich mir die Sprache schnell an und konnte mich nach den ersten Wochen schon mit den Kindern verständigen.

Zu meinen Aufgaben gehörte es vor allem, die Kinder zu unterrichten und sie auf die Schule vorzubereiten, mit ihnen zu essen und zu spielen und vorallem: einfach für sie da zu sein. Die Mitarbeiter in der Kindertagesstätte waren unglaublich freundlich und dankbar über mein Dasein. Die Kinder haben sich schnell an mich gewöhnt, mich als Respektperson aber auch als Spielkameraden und Freund angesehen.

Reisen in der Freizeit und Zusammenleben im Student House

Da die Schulferien auch für die Kindertagesstätte galten konnte ich in meiner Freizeit viel in Tansania reisen. Es war genug Zeit, um Safaris im Norden zu machen, am See im Süden zu liegen oder die Insel Sansibar zu erkunden.

Am Wochenende und in meiner freien Zeit nach der Arbeit verbrachte ich die Zeit mit den anderen Freiwilligen aus dem Student House. Sei es Sport, Feiern gehen, zusammen kochen, essen oder Wäsche waschen und Musik hören oder sich einfach nur über die Arbeit austauschen, im Student House wurde es nie langweilig.

Das Student House war groß genug für alle Freiwilligen und hatte einen riesigen Garten. Das "Hausmädchen", das für uns kochen und putzen sollte, ist leider irgendwann ausgezogen. So waren wir für das Kochen und Ordnung halten selbst zuständig, woran alle Freiwilligen gewachsen sind. Hier lernt man, Herausforderungen anzunehmen und mit ihnen umzugehen.

Erfahrungsbericht aus einer Kindertagesstätte in Tansania von RGV Volunteer 13.09.16.

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Bildergalerie

Einige Kinder der Kindertagesstätte in Tansania
Einige Kinder der Kindertagesstätte in Tansania
Die Freude ist diesem jungen Mann aus der Kindertagesstätte ins Gesicht geschrieben
Die Freude ist diesem jungen Mann aus der Kindertagesstätte ins Gesicht geschrieben